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Abenteurer-Radfahrt mit Care-Paket

Vom Frankfurter Luftbrückendenkmal nach Berlin-Tempelhof

Freitagabend (28.04.2017) um 18:00 Uhr haben sich 65 Radfahrer am  auf den Weg zum ersten „Candy B. Graveller“ gemacht. Das ist eine Bike-Abenteuer-Fahrt über 650 Kilometer auf Waldwegen und -pisten entlang des Flugkorridors der Berliner Luftbrücke von 1948/49 zum Tempelhofer Feld in Berlin.

So erklärt sich auch der Name: Im Deutschen wurden die Flieger als „Rosinenbomber“ bezeichnet, im Englischen heißen sie „Candy Bomber“. Und wie der „Candy Bomber“ Gail Halvorsen, jener legendäre US-Pilot, der beim Landeanflug Süßigkeiten an Minifallschirmen abwarf, werden auch die Teilnehmer des Candy B. Graveller ein Care-Paket, wasserdicht im Beutel eines Sponsoren verpackt, transportieren, das am Ziel an die Kinderhilfe Arche übergeben wird.

Zuvor haben alle Fahrer, die aus Deutschland, Holland, Österreich und den USA kommen, bereits eine Geldspende an unterschiedliche Institutionen und Vereine rund um die Berliner Luftbrücke geleistet (z.B. an die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg-Förderverein, den Förderverein Rosinenbomber e.V., die Berlin Airlift Historical Foundation, care – Die mit dem CARE-Paket und den Verein Luftbrücke Frankfurt-Berlin 1948-1949 e.V.): „Da sind sicher über 3.500 Euro zusammengekommen“, schätzt Initiator Gunnar Fehlau, begeisterter Radabenteurer und studierter Politologe.
 
Gefahren wird eigenverantwortlich im „Selbstversorgermodus“, Begleitfahrzeuge und individuelle Unterstützung durch Dritte sind ebenso wenig zulässig wie eine Vorausbuchung von Unterkünften. Jeder ist auf sich allein gestellt, fährt, pausiert und schläft nach eigenem Ermessen. Laut Fehlau werden die Fahrer zwischen 50 Stunden und einer Woche für die rund 650 Kilometer von Frankfurt über Darmstadt, Mainhausen, Fulda und anschließend geradewegs zum Luftbrückendenkmal in Berlin benötigen.

„Erlebnis statt Ergebnis“, sagt Fehlau. „Wichtig ist die Freude an der Tour, die körperliche Herausforderung und die Symbolik der Aktion. Ein Zeitnahme oder Rangliste gibt es nicht, jeder fährt für sich und ist vollständig für sich selbst verantwortlich.“ So unterschiedlich das Tempo, so unterschiedlich sind verwendeten Räder: Fatbikes, Reise-Mountainbikes, Gravel-Räder und Crossbikes. Auch die Motivation der FahrerInnen sind sehr verschieden, wie ein Blick in den Candy B. Blog verrät.

Der Fortschritt der Fahrer kann man in Echtzeit im Internet verfolgen.

 


Veröffentlicht am: 30.04.2017

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