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Fit auf Fuerte

„Die Kurven noch enger fahren, weiter, weiter – du schaffst das!“ Susanne, durchtrainiert bis auf die letzte Muskelfaser, fährt lässig vor mir her und feuert mich an. Durchhalten, bloß nicht absteigen. Auch wenn ich an meine Grenzen stoße, wenn die Versuchung da ist, sich nicht mehr zu quälen und einfach die letzte Strecke zu schieben. Warum habe ich nur gestern abend in Frage gestellt, dass es auf Fuerte Steigungen geben kann, die zum Absteigen einladen? Jetzt erfahren wir im wahrsten Sinne des Wortes, dass Biker auf Fuerteventura durchaus anspruchsvolle Strecken zurücklegen können. Die 180 Meter Steigung zum Leuchtturm sind gefühlte 600 Meter. Die Sonne brennt auf meinen Rücken, der Kopf ist gefährlich rot, ich fühle meine Oberschenkel. Aber Susanne gibt nicht auf, sie weiß, was in durchschnittlichen „Sportlern“ wie mir und meinen anderen Weg- und Leidensgenossen stecken kann. Und endlich sind wir oben auf 180 Metern Höhe, genießen den Blick auf die Weite des Atlantiks und das Farbenspiel der bizarren Kanareninsel.

Stolz wie Oskar natürlich, dass wir es eben doch geschafft haben und dankbar, dass uns Susanne in den richtigen Momenten immer wieder motiviert hat, stehen wir nun am mächtigen Leuchtturm und suchen Afrika, das genau hier der Insel am nächsten liegen soll. Die Aussicht auf die Talfahrt ist mindestens genauso faszinierend wie die asketische Landschaft, die sich vor unseren Augen auftut und so manchen Inselbesucher polarisiert. Die Kargheit von Fuerteventura ist nicht jedermanns Sache, wer sich aber darauf einlässt, wird mehr als nur rotbraune Erde und Sand sehen. Die Monotonie der Landschaft ist schon fast eine Wellness-Anwendung für die Sinne. Dem Vulkangestein wird nachgesagt, dass es Energie freisetzt, die wir nach unserer (Tor)Tour auch dringend benötigen.

Denn schließlich ist der Name Fuerteventura – starkes Abenteuer - Pflicht. Andere Besucher suchen dieses Abenteuer an den goldgelben Sandstränden oder im Nachtleben auf der Halbinsel Jandia, wir denken an das sportliche Abenteuer. Und genau deshalb haben wir uns für das Playitas Grand Resort an der Ostküste entschieden. Das Resort bietet optimale Bedingungen für aktive Gäste und ist mit dem im letzten Frühjahr eröffneten olympischen Schwimmbecken einzigartig auf der Insel. Egal, ob es um Joggen, Nordic Walking, Schwimmen oder Fitness geht: die Fitnesstrainer des Resorts bringen den Gästen bei, wie sich Freude an der Bewegung anfühlt. Sie bringen uns morgens schon beim Fitness und Aerobic auf Trab und zeigen uns per Bike abgelegene Buchten und Strände. Am Stock  gehen wir mit ihnen beim Nordic Walking ins hübsche Fischerdorf Playitas, wo wir das Gefühl haben, das Fuerteventura der 60er Jahre vorzufinden. Hierhin verirren sich nur wenige Touristen. Die meisten kommen zum Essen vom Playitas Grand Resort, um den frischen Fisch und die gemütliche Atmosphäre zu genießen. Alexandra, eine Österreicherin, die seit neun Jahren auf der Insel lebt und im benachbarten Resort arbeitet, hat hier viele Freunde gefunden. Sie schätzt das unverfälschte, einfache Leben im Dorf und kann sich keinen schöneren Platz vorstellen.

Der gleichen Meinung ist der deutsche Künstler Sigi Fröhlich. „Die Kargheit der Insel ist faszinierend, sie führt vor Augen, was das Wesentliche im Leben ist“, behauptet Sigi, der seit 14 Jahren auf Fuerteventura lebt und immer wieder vom Licht und dem Farbenspiel der Insel fasziniert wird. Seine Bilder, die er seit vielen Jahren in der Galerie „La Fuentita“ ausstellt und die auch im Playitas Grand Resort zu bewundern sind, zeugen von seiner Liebe zur Insel. Die Quelle seiner Motive findet er an seinen Lieblingsstränden an der Westküste, wo das raue Meer und die steilen Felsen aufeinander stoßen und beeindruckende Szenen aus Steinen, Sand, Felsen und Wasser zeigen. Man könnte sich in seinen Bildern verlieren und zwischen Himmel und Meer eine Zeitreise antreten. Oder man lässt sich von ihm in die Künste der Malerei einweisen: wer im Robinson Club Jandia Playa Urlaub verbringt, kann sich von ihm unterrichten lassen.

Apropos Jandia Playa: ein Abstecher auf die Halbinsel im Süden mit den traumhaft langen Sandstränden ist ein Muss. Touristen marschieren mehr oder weniger bekleidet am Strand entlang oder verteidigen standhaft ihre Sandburgen, die sie für den Fall der nächtlichen Eroberung durch Fremdbesetzer mit Fußball- oder sonstigen Vereinsfahnen kennzeichnen. Zwischen den Strandgängen laden bunte Buden und Souvenirshops zum Kaufen ein. Wer Trubel und Party mag, wird sich hier wohl fühlen.

Wir sind jedoch nach dem Ausflug glücklich, in „unser“ Refugium der Ruhe zurückzukehren und den weiten Blick über die Bucht von Playitas zu genießen. Hier am Strand, wo der Sand dunkel ist, verbuddeln sich zum großen Erstaunen frisch angereister Gäste Menschen bis auf den Kopf im warmen Sand. Die Erklärung ist einfach: der Lavasand ist gesund und entfaltet heilende Kräfte gegen Gelenkschmerzen und rheumatische Beschwerden.

Die Insel sorgt immer wieder für Überraschungen - auf ihre ganz besondere Weise. Wer ihre Vorzüge, ihre karge Schönheit  richtig  kennen gelernt hat, wird sie lieben - und immer wiederkommen. Wie der Fuerteventura-Urlauber, der folgenden bezeichnenden Satz formulierte:“Fuerteventura ist wie eine filterlose Zigarette: die ersten Züge kratzen im Hals und schmecken nach Teer. Doch dann kommt die Entspannung, man genießt, man wird süchtig, süchtig nach Fuerte.” Mit Blick auf das glitzernde Meer und mit der lauen Brise auf der Haut weiß man auch als Nichtraucher, was er damit meint. 

Text und Foto: Doris Schober (auf dem Foto links)

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Veröffentlicht am: 26.03.2009

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