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Wirtschafts-News vom 9. Mai 2017

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Wer 2001 Geld angelegt hat und bis 2016 dabeigeblieben ist, konnte die Inflation schlagen und sein Geld erhalten. Das zeigt eine aktuelle Rendite-Berechnung des Verbraucherportals Finanztip für drei Musterprofile. Sicherheitsorientierte Sparer, die nur auf Fest- und Tagesgeldkonten gesetzt haben, mussten sich allerdings mit einer realen Rendite von durchschnittlich nur 0,57 Prozent pro Jahr begnügen. Mehr als 1 Prozent pro Jahr gab es trotz der großen Finanzkrise 2008 mit Aktien.

Gut 1.928 Milliarden Euro parken die Deutschen laut Bundesbank aktuell als Sichteinlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten. Weil dort keine beziehungsweise nur sehr geringe Zinsen bezahlt werden, droht jedoch Wertverlust durch Inflation. Besser fährt, wer sein Erspartes gleichmäßig auf Fest- und Tagesgeldkonten verteilt. Eine aktuelle Finanztip-Berechnung zeigt: Wer 2001 Geld angelegt hat und 15 Jahre dabeigeblieben ist, konnte mit dieser Strategie eine durchschnittliche jährliche Rendite von 0,57 Prozent nach Inflation erwirtschaften. Im schlechtesten Fall lag die Rendite bei 0,39 Prozent pro Jahr. "Die Kombination aus Tages- und Festgeld lohnt sich vor allem für sehr sicherheitsbewusste Anleger, da das Ersparte durch die Einlagensicherung geschützt ist", sagt man bei Finanztip. "Wer aber die Inflation deutlich schlagen möchte, kommt heute an Aktien kaum vorbei." Um dies zu verdeutlichen, hat Finanztip für zwei weitere Musterportfolios die Rendite nach Inflation für denselben Anlagezeitraum errechnet.

Im ausgewogenen Profil investiert der Sparer 40 Prozent in Aktien (ETF auf den weltweiten Aktienindex MSCI World mit möglichst breiter Streuung), die restlichen 60 Prozent zu gleichen Teilen in Tages- und Festgeld.

Das renditeorientierte Profil legt 80 Prozent in Aktien (ETF auf MSCI World) und 20 Prozent in Tagesgeld an. Das Ergebnis: Je mehr Geld in den Aktienfonds investiert wurde, desto höher der Ertrag. So konnte sich der renditeorientierte Anleger im Durchschnitt nach 15 Jahren über einen realen Wertzuwachs seines Geldes von jährlich 1,8 Prozent freuen. Mit einer ausgewogenen Strategie erreichte er durchschnittlich 1,28 Prozent Rendite pro Jahr nach Inflation. Wer jedoch in Aktien investiert, sollte unbedingt einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20170509_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 09.05.2017

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