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Morgengruß von Helmut Harff: 54 Milliarden Euro

… sind gar nicht so viel

Gut 54 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen in fünf Jahren, das sagen die Experten voraus. Der Bund, die Länder und Kommunen werden also demnächst im Geld schwimmen – könnte man glauben. Leider wird dem nicht so sein, denn 54 Milliarden Euro auf fünf oder knapp 11 Milliarden Euro pro Jahr sind eben doch nicht so wahnsinnig viel. Beispielsweise hat der Brandenburger Pleiteflughafen bisher über 5 Milliarden Euro gekostet. Mal sehen, wie hoch die Abrisskosten sein werden.

Doch was machen mit 54 Milliarden Euro? Neue Panzer kaufen, Schulen sanieren, den Schuldenberg weiter abbauen, den Soli abschaffen? Vielleicht kann man mit dem Geld auch die Prämie für den Kauf von Elektroautos  aufstocken oder/und mehr Radwege bauen. Ich bin überzeugt davon, wir alle sind ganz schnell in der Lage, die paar Milliarden Euro auszugeben.

Darin üben sich nun auch und vor allem in Wahlkampfzeiten die Politiker. Die meinen, dass sie vor allem dann gewählt werden, wenn sie Wohltaten verteilen können. Das machen sie umso lieber, wenn es nicht um ihr Geld geht. Dann will man die zuvor von uns allen gezahlten Steuern gern mit großer Geste und noch mehr Tamtam an uns zurück geben. Wäre es nicht besser, erst gar nicht so viele Steuern einzusammeln?

Je nach Parteibuch und/oder anderen Interessen fallen die Ideen für Steuergeschenke sehr unterschiedlich aus. Familien zu entlasten – das kommt augenscheinlich beim Volk immer gut an und wird deshalb gern gefordert. Nett finde ich auch immer die Forderung, den Mittelstand zu entlasten. Doch wer ist der Mittelstand? Andere wollen mehr Geld an Arbeitslose, an arme Rentner oder sonstwie sozial Benachteiligte verteilen. Alles irgendwie nachvollziehbare Ideen.
Was mich immer wieder wundert, ist, dass augenscheinlich niemand an die über 1,3 Millionen Freiberufler denkt.

Freiberufler werden gern mit Besserverdienenden gleichgesetzt. Sicherlich gibt es die, doch es gibt eben auch viele, die sich darüber freuen würden, wenn auch sie auf den Mindestlohn kommen würden. Ich bin mir sicher, dass es keine andere Berufsgruppe gibt, die so ausgebeutet wird, wie eben die Freiberufler. Es wäre also an der Zeit, vor allem das fiskalische Leben von Freiberuflern deutlich zu erleichtern. Das heißt, gerade die, die nicht auf Stundenlöhne über 20 Euro kommen, deutlich auch bei den Sozialabgaben zu entlasten.

Ein Tipp an die Politiker: Freiberufler sind in den allermeisten Fällen Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, die sich engagieren, die politisch interessiert sind und die auch wählen gehen. Wer sich dieser Gruppe zuwendet, hat zumindest die Chance, die Freiberufler auf seiner Seite zu sehen. Es geht immerhin um 1,3 Millionen Freiberufler und deren Angehörige. Sicherlich nicht nur ich würde mich darüber freuen, wenn die Politik – nicht nur in Wahlkampfzeiten – sich mehr um die Freiberufler kümmert. Das hätte nicht nur den Effekt, dass unser Leben einfacher würde. Es hätte ganz sicher auch den Effekt, dass noch viel mehr Menschen den Schritt in die Freiberuflichkeit wagen würden. Abgesehen davon, müssten dann auch viele Freiberufler nicht noch als Aufstocker Geld vom Jobcenter beziehen um über die Runden zu kommen.

Doch egal, was Politikern so einfällt oder eben auch nicht, jetzt gibt es Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.05.2017

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