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21.07.2017

 

 

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Harff reist: République de Côte d’Ivoire

Es ging nach Westafrika…

Ich war wieder einmal unterwegs – diesmal auf Einladung von Luxe Voyages und mit Unterstützung von Tunisair. Ich war mit einigen Reiseveranstaltern unterwegs. Unser Ziel war die République de Côte d’Ivoire. Ziel war es,  ein Land zu erleben, das wir bisher kaum im Fokus hatten und dessen offiziellen Namen kaum jemand aussprechen kann.

Bevor wir von Frankfurt/Main über Tunis nach Abidjan flogen, musste ein Visum besorgt werden. Als Berliner erledigte ich das gleich in der Botschaft der République de Côte d’Ivoire. Warum man für ein Visum bezahlen muss, werde ich wohl nie verstehen. Sollten nicht alle Länder froh darüber sein, wenn Besuch kommt und die Hürden dafür so niedrig wie möglich halten? Na egal, es war unter dem Strich unproblematisch und es konnte los gehen.

Die Elfenbeinküste – auch unser Guide nannte sein Land so – ist von Frankfurt ohne Umsteigezeit rund 8 Stunden Flugzeit entfernt. Schön, wenn man da etwas mehr Platz im Flieger hat. Hatte ich – zumindest meistens. Und dann der Schock! Nein, nicht die Einreiseformalitäten, ich meine das Wetter. In Berlin hatten wir 10 Grad, in Abidjan über 30. Es wurde in den kommenden Tagen noch wärmer.

Doch die Wärme ist nicht das Problem für den Reisenden in der Elfenbeinküste, so er im klimatisierten Wagen unterwegs ist und für genügend Wasser in versiegelten Flaschen sorgt. Problematisch ist teilweise der Straßenzustand – mit Ausnahme der mautpflichtigen Autobahnen. Löcher so groß wie ein kleiner Gartenteich sind keine Seltenheit. Andererseits gibt es wieder Straßen, die nicht schlechter als unsere sind. Verlässt man die Betonpisten, so ist ein tiefer gelegtes Auto überhaupt keine gute Idee. Manchmal kommt man mit dem Auto auch gar nicht weiter. Dann läuft man eben.



Was für die Straßen gilt, trifft auch für den Abfall entlang der Straßen zu. Der ist so oft aussortiert, dass wahrscheinlich wirklich niemand etwas damit anfangen kann. Doch warum der sich mal am Straßenrand türmt und mal fast verschwunden ist, ich habe es einfach nicht heraus bekommen.

Doch nach einiger Zeit regt einen das nicht mehr auf. Dafür sorgen vor allem die Lastkraftwagen, die genau wie die PKWs aus Europa stammen und hier garantiert nicht mehr zulassungsfähig waren. Wir exportieren also unseren Schrott nach Afrika – das gilt auch für unsere abgefahrenen Autoreifen – und wundern uns dann, dass mehr Wagen kaputt am Straßenrand stehen oder liegen, als fahren. Ich möchte nicht wissen, wie viele Fahrer dank unserer Entsorgungspolitik ihr Leben lassen mussten.

Doch das macht nicht die Elfenbeinküste aus. Das Beste sind die Menschen. Die sind immer irgendwo und irgendwie aktiv. Vor allem die Frauen strahlen ein sehr natürlich wirkenden Stolz und Grazie aus. Das liegt sicherlich daran, dass sie bis heute fast alles auf dem Kopf tragen. Ein weiterer Grund ist, dass in der Tradition der Elfenbeinküste das Matriarchat  herrscht – und das bis heute. Doch davon mehr, wenn es um die Könige im Land geht.

Beeindruckend ist auch die üppige Natur, zumindest im Süden des Landes. Überall wächst es üppig und überall wächst etwas, was man essen kann. Das ist, so mein Eindruck, auch der Grund dafür, dass ich niemand sah, der offensichtlich unter Hunger litt. Ich wurde bis auf ganz wenige Fälle auch nicht angebettelt. Es gibt in Berlin sicherlich mehr Bettler als in diesem westafrikanischen Land.

Auch wenn in einem Hotel vor Kinderprostitution gewarnt wurde, konnte ich nichts der Gleichen beobachten – weder von Minderjährigen, noch von erwachsenen Frauen. Ich fand das echt beeindruckend. Das passt zu meinem Eindruck, dass das Land bis heute nicht touristisch verdorben ist. Klar freut man sich über Trinkgeld und man muss immer mal was bezahlen, doch halten die Menschen nicht überall die Hand auf.

Dafür sind die Preise in den besseren und guten Hotels und Gaststätten alles andere als günstig. Die Preise für ein Hotelzimmer können durchaus mehr als 100 Euro betragen. Es ist auch kein Kunststück, für ein Abendessen mit Wein 50 und mehr Euro pro Person auszugeben. Wer sich umsieht, kann allerdings auch deutlich billiger speisen – und das sehr lecker. Gerade im Süden – der Atlantik liegt ja vor der Tür – sind Fisch und Meeresfrüchte angesagt. Doch auch Geflügel, Kaninchen oder Rindfleisch ist immer lecker. Mein Favorit war aber immer das frische Obst – ob diverse Sorten Bananen, Papaya, Mangos, Kokosnuss, Ananas – und Gemüse wie Salate, unbekannte Tomatensorten, Yamswurzel und was da noch so wächst.

Zugegeben, sehr viel zu sehen, zu besichtigen gibt es in der République de Côte d’Ivoire nicht. Zumindest ist es auf den ersten Blick nicht viel. Doch wenn man sich auf Land und Leute einlässt, wenn man genauer hinsieht, wenn man seine europäische Brille absetzt, wenn man neugierig ist und von ausgetretenen Pfaden nicht viel hält, dann ist die Elfenbeinküste ein echter Geheimtipp. Allerdings sollte man zumindest ein akzeptables Französisch sprechen. Wer hier den Kopf schüttelt, dem sei dringend die Begleitung durch einen deutschsprachigen Guide empfohlen. Wenn der sich dann auch noch hinter das Lenkrad des Leihwagens setzt, steht einer interessanten Entdeckungsreise nichts mehr im Wege.

Vielleicht noch eines: Es gibt Sicherheitshinweise vom Außenministerium. Dass es im Land noch im Januar Unruhen gab, auch in der von mir besuchten 500.000-Einwohner-Stadt Bouaké, davon war nichts mehr zu bemerken. Allerdings gibt es überall im Land Straßenkontrollen von der Armee und der Polizei. Mit unserer Gruppe ging man freundlich um. Fotografiert wollten die Bewaffneten allerdings nicht werden. Ansonsten begegnete uns nicht mehr Militär als hierzulande. 

Ich würde – bleibt die Situation im Lande so wie ich sie erlebt habe – jederzeit wieder die République de Côte d’Ivoire besuchen.



Sie wollen die République de Côte d’Ivoire besuchen? Der Experte dafür ist Chili-Reisen.

 

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Veröffentlicht am: 13.05.2017

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