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Morgengruß von Helmut Harff: Männertag

… in Kiew

Gestern traf sich die musikalische Welt oder was sich dafür hält in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zum 62. Eurovision Song Contest. Sternchen und Sternschnuppen aus 26 mehr oder weniger europäischen Ländern wollten im Endausscheid die Trophäe des Abends – ein gläsernes Mikrofon – gewinnen.

Dieser Abend war dann ein Abend der Männer. Das begann schon damit, dass die Show von drei charmanten Männern moderiert wurde. Am Ende es Tages oder vielmehr am frühen Sonntagmorgen stand dann fest: Nicht nur der Sieger – der Portugiese Salvador Sobral – ist ein Mann. Gleich alle drei ersten Plätze gingen an junge Männer, die übrigens alle auf die große Show verzichteten. Nicht verwunderlich, dass Sobral nach seinem Sieg dazu aufrief, wieder "Musik, die etwas bedeutet" anstatt oberflächlicher Musik zu machen. "Musik ist Gefühl", so Sobrals Botschaft, der seinen Siegertitel übrigens seiner komponierenden Schwester verdankt. So ganz ohne Frauen geht es dann doch nicht.

Allerdings waren unter den ersten zehn platzierten wirklich nur zwei Frauen, neben der Belgierin Blanche (Platz 4) und die Duettpartnerin Ilinca (gemeinsam mit Alex Florea Platz 7). Die Gewinner des Abends waren also ohne jedes wenn und aber die Männer. Thema bei allen waren die Frauen, mal als Geliebte, mal als Mama. Es ging immer um Gefühle. Die sprach der für mich leicht durchgeknallt wirkende Salvador Sobral augenscheinlich am besten an. Ansonsten gab es bei den Männern nicht viel Gemeinsamkeiten. Da standen androgyne Jüngelchen neben muskelbepackten Kerlen auf der Bühne. Der eine trug Bart, dem anderen wuchs noch keiner, der eine tanzte, der andere bewegte sich nur unmerklich. Doch es reichte für den Sieg und Spitzenplätze.

Und die Frauen? Die setzten viel mehr als die Männer nicht nur auf ihre Stimme und ihren Songs, sondern auch auf ihr Aussehen. Bei vielen hatte ich den Eindruck, es handelt sich bei dem Abend für ein Casting zur Neuauflage von „Klimbim“. In dieser Kultsendung der 1970er Jahre wollte Ingrid Steeger sich immer einen Schlitz ins Kleid machen. Das hatten viele der Sängerinnen auch gemacht, hatten die Lacher dennoch nicht auf ihrer Seite.

Obwohl die deutsche Teilnehmerin Levina bei einer Größe von 1,81 Meter vermutlich die längsten Beine des Abends hatte, reichte es am Ende nur zu Platz 25. Dahinter kann nur noch ein Mann - der Katalane Manel Navarro. Levina, die nicht Bein, aber dafür Rücken zeigte, war damit immerhin ein Platz besser, als die beiden deutschen Kandidaten 2015 und 2016.

Und nun? Wir werden hierzulande wohl kaum noch etwas von den Männern aus Kiew hören. Ich vermute, dass wird auch bei Levina nicht anders sein. Ich bin mal gespannt, ob es Schlager-Deutschland mal wieder gelingt, Männer wie Guido oder Stefan Raab oder Frauen wie Nicole oder Lena zu finden und dann auch zum ESC zu schicken. Es wäre ja toll, wenn auch mal ein Mann aus Deutschland beim Eurovision Song Contest den Siegertitel singen darf – warum nicht schon in Portugal 2018.

Bis dahin ist aber noch viel Zeit – die nutze ich jetzt für ein sonntägliches Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück – und einen schönen Sonntag und allen Müttern einen tollen Muttertag.

 


Veröffentlicht am: 14.05.2017

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