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Arielle XXL

Traumfrau gesucht, Dugong gefunden

Sie bewegt sich grazil, ist ein wenig schüchtern, Vegetarierin und stets umspielt ein leichtes Lächeln ihre Mundwinkel. Gut, sie wiegt bis zu 300 Kilo, hat einen Stoßzahn und kein Nasenbein, aber davon ließen sich die Seefahrer früherer Zeiten wohl eher wenig beeindrucken und machten – nach wochenlanger, eintöniger Reise auf hoher See - aus der Gabelschwanzseekuh kurzerhand eine Fischschwanz tragende Traumfrau, die bis heute Sagen- und Märchenbücher füllt.

Passend, denn der Name Dugong, unter dem die Gabelschwanzseekuh auch bekannt ist, kommt aus dem Malaiischen und bedeutet „Frau des Meeres“. Dugongs sind Meeressäuger, die wie Delfine und Wale das Wasser niemals verlassen. Stattdessen vertreiben sie sich ihre Zeit meist im warmen, flachen Nass, wo sie sich hauptsächlich von Seegras ernähren und wagen sich nur selten in die Tiefen des Ozeans. Etwa alle sieben Minuten tauchen sie auf, um Luft zu holen.

So beschaulich, wie man meinen möchte, ist das Leben der Dugongs aber längst nicht mehr, zumal seit der Mensch für Fleisch, Leder und Öl Jagd auf die großen Säuger macht. Auch in den Netzen der Fischer verenden immer wieder zahlreiche Tiere, die sich verheddern und dort ersticken. Da die weiblichen Dugongs nur alle drei bis sieben Jahre jeweils ein einizges Jungtier zur Welt bringen, sind Einschnitte in die Population verherend und nur schwer auszugleichen.

In den seichten Gewässern des Bazaruto Archipels in Mosambik, wo der südafrikanische Luxussafariveranstalter andBeyond die Lodge Benguerra Island betreibt, wird der Bestand noch auf etwa 250 Tiere geschätzt. Dies ist die letzte verbleibende Population in der gesamten Ostafrikanischen Meeresökoregion (EAME). Die Gewässer rund um Benguerra Island sind seit 1971 das erste marine Schutzgebiet des Landes, Grund dafür ist unter andrem der Schutz der Dugongs. In Mosambik stehen die Dugongs mittlerweile unter Naturschutz, die Jagd ist offiziell streng verboten.

Im Angesicht der Gefahr, dass aber schon binnen nur eines halben Jahrhunderts die Art gänzlich aussterben könnte, unterstützt andBeyond die Inselbewohner dabei, alternative Möglichkeiten zu finden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ein Bewusstsein für die bedrohte Spezies zu schaffen.

Die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen ist entscheidend, wenn das Zusammenleben von Menschen und Wildtieren funktionieren soll. Deswegen arbeitet &Beyond auch in diesem Fall eng mit der Africa Foundation, um möglichst kurzfristige, praktische Lösungen für die akuten Probleme der Einheimischen zu finden, z.B. durch das Anlegen von Gemüsegärten oder die Suche nach alternativen Proteinquellen.

Auch die lokalen Gemeinden in unmittelbarer Nähe zu den Unterkünften der andBeyond Benguerra Island Lodge werden eingebunden. Um die Abhängigkeit der Fischer vom Ozean zu verringern, versucht andBeyond sie gezielt in Projekte einzubinden. Auch Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle und das Vermitteln eines Bewusstseins dafür, dass ein Erhalt der Vielfalt und Ressourcen des Meeres in den umliegenden Riffen auch für die Einheimischen von existenzieller Bedeutung ist.

Fotos: andBeyond

 


Veröffentlicht am: 30.05.2017

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