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23.08.2017

 

 

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Aufgespießt: Wenn einer eine Reise tut...

... so hat was zu erzählen...

(Helmut Harff/Chefredakteur) Regelmäßige Leser wissen, dass ich mich relativ viel in der Welt rumtreibe. Nun sagt man ja, dass wer viel reist auch viel zu erzählen hat. Mein Umfeld weiß, dass das stimmt. Ich habe viel zu erzählen und ich erzähle am liebsten meine eigenen Eindrücke. Die stimmen nicht immer mit weit verbreiteten Ansichten und Vorurteilen überein.

Wer viel reist, weiß auch, dass reisen bildet, zumindest dann, wenn man mit offenen Augen und Ohren unterwegs ist. Reisen bildet dann, wenn man nicht darauf erpicht ist, seine und die anderer Leute Vorurteile bestätigt zu sehen. Vorurteile sind also etwas, was man als Reisender nicht haben sollte, zumindest nicht allzuviele.

So war ich in den vergangenen Jahren in der Ukraine, genauer gesagt in Kiew und Umgebung, im Senegal, in Marokko und in der Republik Côte d'Ivoire - der Elfenbeinküste. Obwohl es für alle afrikanischen Länder keine und für die Ukraine nur eine Teilreisewarnung für den Osten des Landes gibt - der liegt rund 700 Kilometer von Kiew entfernt - haben viele Kollegen nicht verstanden, dass ich diese Länder bereist habe. Von Vorurteilen geschürte Ängste waren wohl die Triebfeder für dieses Unverständnis.

Um es gleich zu sagen, ich fand diese Ängste zumindest nach meinen Reisen unbegründet. Ich habe auch vorher kein Testatemt gemacht und auch keine Lebensversicherung abgeschlossen. Das merkwürdige war, dass ich mich in all diesen Länder nicht geängstig habe, mich nicht bedroht fühlte. Wenn sich Menschen für mich, für unsere kleine Gruppe interessierten, dann entweder weil sie neugierig genau wie wir waren oder mit uns Geschäfte machen wollten.

Ich habe feststellen dürfen, dass nicht alle Ukrainer vom Wodka leben. Ich habe auch feststellen können, dass es afrikanische Länder gibt, in denen die allermeisten Menschen in den von mir besuchten Regionen nicht hungern. Ich habe erlebt, dass Moslems in ihren Heimatländern durchaus toleranter als in Berlin sind. Ich habe auch erlebt, dass Menschen, die viel weniger Besitz als ich haben, voller Stolz, aber ohne Überheblichkeit durch das Leben gehen.

Und gerade in Frankreich? Dort habe ich gesehen, was Landflucht wirklich bedeutet, was es heißt, wenn viel zu wenig Geld in der Erhalt alter Städte fließt. Ich habe aber auch erlebt, wie es sich anfühlt, wie es schmeckt, wenn man den einen oder anderen Euro mehr für seine Lebensmittel ausgibt. Leben wie Gott in Frankreich können sicherlich nur die wenigsten. Und doch hatte es den Anschein, dass man es sich gern gut gehen lässt - so gut es eben geht.

Doch mir wurde auch klar, dass viel Franzosen einfach unzufrieden sind - vor allem die auf dem flachen Land. Das sind dann vermutlich die, die Extreme wählen. Doch auch hier stimmen viele Vorurteile nicht. Eines lautet ja, dass die Franzosen nur französisch sprechen. Wie ich das Land erlebt habe, sprechen viele zumindest etwas englisch und auch das deutsche ist ihnen nicht fremd. So haben Kellner ihren Spaß daran, einem auf deutsch einen guten Appetit zu wünschen. Gäste erheben das Glas und rufen Prost.

Ich wünsche allen einen guten Appetit und sage denen Prost, die weiterhin viel Reisen - auch nach Großbritannien und nach London oder eben in die genannten und die vielen ungenannten Länder. Es müssen ja nicht die wenigen Staaten sein, für die das Außenministerium eine Reisewarnung ausgesprochen hat.

 


Veröffentlicht am: 06.06.2017

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