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Grillgenuss trotz Glutenunverträglichkeit

Einige Tipps



Die Temperaturen steigen und die Tage werden länger - beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Grillabend. Zöliakiebetroffene mit Unverträglichkeit des Klebereiweißes Gluten müssen nicht aufs Grillen verzichten.

Für den glutenfreien Grillgenuss stehen viele Zutaten zur Verfügung, die nicht nur das Grillgut, sondern auch Beilagen wie Brote, Salate und Dips gelingen lassen. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) verrät Tipps und Rezepte für einen unbeschwerten Grillspaß.

Rund ein Prozent der Deutschen ist von Zöliakie, einer Unverträglichkeit von Gluten, betroffen und muss lebenslang auf Getreide wie Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste verzichten. Diese beinhalten das Klebereiweiß, das bei Betroffenen eine Entzündung des Dünndarms verursacht und dadurch zu vielfältigen Beschwerden wie z.B. Mangelerscheinungen, Durchfall, Müdigkeit und Kopfschmerzen führt.

Neben Lebensmitteln, bei denen weitgehend bekannt ist, dass sie Gluten enthalten, wie z.B. herkömmliche Brot- und Backwaren, gibt es zahlreiche Produkte mit verstecktem Gluten. "Dazu gehören beispielsweise Wurst, Gewürzmischungen, Ketchup und Senf," erklärt Bianca Maurer, Ernährungsmanagerin Diätetik bei der DZG. "Damit Zöliakiebetroffene die Grillsaison unbeschwert genießen können, sollten sie alle Produkte vor dem Verzehr sorgfältig auf Glutenfreiheit überprüfen - z.B. durch das Lesen der Inhaltsstoffe, mit Hilfe der Aufstellung glutenfreier Lebensmittel der DZG oder indem sie auf das Glutenfrei-Symbol der durchgestrichenen Ähre achten."

Tipps für einen unbeschwerten glutenfreien Grillgenuss:

- Auf Hygiene und Sauberkeit achten. Der Arbeitsplatz in der Küche und der Grillrost müssen vor Beginn sorgfältig gereinigt werden und absolut glutenfrei sein. Denn selbst Spuren von Gluten können bei Zöliakiebetroffenen zu Beschwerden führen. Alternativ kann eine separate Aluschale für das glutenfreie Grillgut verwendet werden.

- Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst sind in unverarbeiteter Form glutenfrei. Vorsicht ist bei bereits marinierten Produkten geboten. Viele Marinaden enthalten z.B. eine glutenhaltige Gewürzmischung oder Bier und sind daher für Zöliakiebetroffene nicht geeignet.

- Alle Produkte auf Glutenfreiheit prüfen. Die Zutatenlisten sowie die aktuelle Lebensmittelaufstellung der DZG verraten, welche Produkte glutenfrei sind.

- Kein Ablöschen des Grillguts mit Bier. Bier enthält Gluten und ist somit für Zöliakiebetroffene weder als Getränk noch als Zutat geeignet.

- Achtung bei Grillsaucen, Dips, Ketchup und Senf. Einige Saucen enthalten Gluten, das hier als Bindemittel oder Trägerstoff von Aromen eingesetzt wird. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Betroffenen Klarheit.


 

Italienischer Brotsalat (4 Portionen)

Zutaten
70g Salami, italienisch
3ml Olivenöl
Rosmarinzweig
250g Ciabatta oder Baguette, glutenfrei
10ml Olivenöl
120g Rucola
200g Kirschtomaten
25g Frühlingszwiebeln
10ml Balsamicoessig
10ml Olivenöl
Jodsalz
Pfeffer
50g Parmesankäse

Zubereitung
- Salami in Scheiben schneiden
- Olivenöl mit Rosmarinzweig in eine Pfanne geben und Salamischeiben in der Pfanne kross anbraten
- zum Abkühlen auf Krepppapier geben
- in die noch heiße Pfanne etwas Olivenöl geben
- Baguette in Würfel schneiden und in der Pfanne goldbraun backen
- in der Zwischenzeit Rucola waschen, von den Stängeln befreien und grob zupfen. Kirschtomaten halbieren, Lauchzwiebeln in Ringe schneiden
- Rucola, Kirschtomaten und Lauchzwiebeln in eine Schüssel geben und mit Balsamicoessig, Olivenöl, Jodsalz und Pfeffer würzen
- Baguette-Würfel und die Salamischeiben/-chips zum Salat geben und alles miteinander vermengen zum Schluss Parmesan untermischen



Tomaten-Basilikum-Butter(8 Portionen)


Zutaten
30g getrocknete Tomaten
½ Bund Basilikum
½ Knoblauchzehe
2TL Tomatenmark
125g Butter
Pfeffer, ggf. Jodsalz

Zubereitung
- Getrocknete Tomaten sehr fein hacken.
- Basilikum Blätter abzupfen waschen, trocknen und fein hacken.
- Knoblauchzehe schälen und durchpressen oder sehr fein hacken.
- Tomaten, Basilikum und Knoblauch mit Tomatenmark und weicher Butter mit Hilfe einer Gabel gut vermengen.
- Mit Pfeffer und ggf. Salz abschmecken.
- Mit einem Dressierbeutel (Sterntülle) anrichten und bis zum Verzehr im Kühl-schrank oder Gefrierschrank aufbewahren.


 

Pesto-Blume (8 Portionen)

Zutaten
Teig:
150g Glutenfreie Mehlmischung dunkel
100g Reismehl
1TL Flohsamenschalen gemahlen
1TL Jodsalz
1TL Zucker
1/2 Hefewürfel
1 Ei (Klasse M)
150-170ml Milch 1,5 % Fett
40ml Olivenöl
Glutenfreies Mehl zum Bearbeiten

Füllung:
ca. 150g Pesto, glutenfrei (selbstgemacht oder aus dem Glas)
1 Eigelb, zum Bestreichen

Zubereitung
- Mehlmischung und Reismehl in eine Schüssel sieben.
- Flohsamenschalen, Salz und Zucker hinzugeben.
- Hefe mit etwas Mehl fein zerreiben, mit der Mehlmasse vermengen und das Ei hinzugeben.
- Milch zugeben und alles mit Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten.
- Olivenöl unter den Teig rühren.
- Den Teig mindestens 1 Stunde zugedeckt an einem warmen Ort, oder über Nacht im Kühlschrank, gehen lassen.
- Mit Hilfe einer Teigkarte den Teig aus der Schüssel nehmen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Nur so viel Mehl verwenden wie nötig. Am besten eignet sich eine Silikonmatte als Unterlage.
- Den Teig nicht zu dünn (ca. ½ cm) zu einem Rechteck (ca. 25 cm x 40 cm) ausrollen.
- Pesto gleichmäßig darauf verteilen, dann den Teig von der langen Seite her aufrollen.
- Ein Pizzablech oder eine Springbackform einfetten oder mit Backpapier auslegen.
- Unterschiedlich dicke Scheiben von der Rolle abschneiden, dabei die dickste Scheibe (ca. 4 cm) in die Mitte des Blechs setzen, sodass die Scheiben nach außen immer kleiner werden.
- Mit Eigelb bestreichen.
- Pesto-Blume im vorgeheizten Backofen bei 200° C Ober-/Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen.

Quelle: DZG - Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V.

 


Veröffentlicht am: 12.06.2017

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