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Morgengruß von Helmut Harff: Arme Frauen

Stimmt das überhaupt

Sicherlich haben auch Sie es gestern gehört: Frauen sind überall unterdrückt. Sie leisten mehr unbezahlte Arbeit, verdienen weniger und bekommen weniger Rente als Männer. Das mag stimmen. Überprüfen kann man das nur schlecht, denn wer da welche Zahlen erhoben hat, wird in den Nachrichten wenn überhaupt nur unzureichend kommuniziert.

Doch was heißt das? Frauen arbeiten weniger – zumindest wenn es um bezahlte Arbeit geht. Frauen arbeiten eher in Jobs, die schlecht bezahlt sind. Vielleicht heißt das auch, dass Frauen eher an Jobs interessiert sind, die ihnen Spaß machen, als Männer, die mehr auf die Lohntüte sehen.

Doch ist das die ganze Wahrheit? Bekommen Frauen auf die Lebenszeit wirklich weniger Rente? Frauen leben, so das Statistische Bundesamt, rund sieben Jahre länger als Männer und bekommen demzufolge auch sieben Jahre länger Rente. Verheiratete Frauen bekommen demnach in sehr vielen Fällen auch im Schnitt sieben Jahre Witwenrente. Das sollte nicht unter den Tisch fallen.

Und wie ist das mit der unbezahlten Arbeit? Zu hören ist, dass Frauen 50 Prozent mehr unbezahlte Arbeit leisten als Männer. Ich weiß ehrlich nicht, wer und wie diese Zahl ermittelt wurde. Mich würde interessieren, was da alles als unbezahlte Arbeit gewertet wird und was nicht. Hier sollten mal die Wertungen und Zahlen auf den Tisch gelegt werden. Nicht nur aufgrund meiner eigenen Beobachtungen zweifel ich diese Zeit nämlich an.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Wenn Frauen so viel weniger als Männer verdienen, wenn sie so viel weniger Zeit im Job verbringen wie gemeldet, dann muss ja einer dafür sorgen, dass das Familiebudget stimmt. Das geht nur mit einem Volltimejob.  Da bleibt allerdings weniger Zeit für die so gern beschworene nichtbezahlte Tätigkeit.

Woran liegt es nun aber, dass es den Frauen so schlecht in Deutschland geht? An den Kindern? Frau in Deutschland bekommt laut offizieller Statistik 1,5 Kinder. Geht man davon aus, dass Frau solange nicht voll arbeiten kann, bis der Nachwuchs in die Schule kommt – was längst nicht immer der Fall ist – so bleibt eine Teilzeitphase von neun Jahren. Und dann? Dann wird beklagt, dass Frau nicht in Vollzeit zurück kehren kann. Doch stimmt das? Nein, das stimmt nur, wenn Frau nach der Kinderbetreuungs-Teilzeit weiter im gleichen Unternehmen bleiben will. Wobei ich angesichts des Fachkräftemangels mir auch nur schwer erklären kann, warum ein Unternehmer nicht froh sein soll, eine gute Fachkraft wieder in Vollzeit zu beschäftigen.

Noch eines interessiert mich: Wie sieht das Ganze eigentlich aus, wenn man männliche und weibliche Singles vergleicht. Arbeiten auch bei dieser Klientel die Frauen weniger als Männer, verdienen auch diese Frauen so viel weniger als Männer, leisten diese Frauen auch so viel mehr unbezahlte Arbeit als Männer? Auf das Ergebnis bin ich gespannt.

Ich vermute allerdings, dass hier die Werte viel näher beieinander liegen. Wenn dem so ist, dann stellt sich für mich die Frage, warum das bei verheirateten Frauen anders ist. Ist auch nach jahrzehntelangem Kampf für die Gleichberechtigung Frau noch immer der Ansicht, dass Mann der Versorger der Familie ist? Ist das der Grund, warum Männer eine so viel geringere Lebenserwartung als Frauen haben?

Ist Frühstück machen eine unbezahlte Tätigkeit? Dann habe ich gerade die Nase vorn.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Haben Sie eine Antwort auf meine Fragen?

 


Veröffentlicht am: 22.06.2017

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