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Capoeira, der spielerische Kampf

... für ein verbessertes Wohlbefinden

Wer sich selbst etwas Gutes tun will, muss mitunter den sprichwörtlichen „inneren Schweinehund“ niederringen. Wer diesen Kampf gewinnt, gewinnt meist auch an Wohlbefinden. Wie angenehm, wenn dieser Einsatz für das eigene Wohlergehen auch noch tänzerisch ausgeführt werden kann.

Möglich macht dies Capoeira, ein „Kampftanz“ aus Brasilien, der ursprünglich afrikanischen Sklaven eine Möglichkeit eröffnen sollte, sich gegen ihre Unterdrücker wehren zu können. Daraus ist seitdem eine regelrechte Lebensphilosophie entstanden, die weltweit viele Anhänger findet.

In Brasilien benötigten die portugiesischen Kolonialherren im 16. Jahrhundert für ihre Plantagenwirtschaft zunehmend Arbeitskräfte. Als nicht mehr ausreichend indianische Sklaven zur Ausbeutung bereitstanden, wurde der Bedarf durch Sklaven aus Afrika gedeckt. Nach den Erkenntnissen der Historiker sollen mehrere Millionen Afrikaner in die Sklaverei nach Brasilien verschleppt worden sein. Sie brachten aus ihrer Heimat die Kampfkunst „NíGolo“ mit, aus der sich „Capoeira“ entwickelte – die einzige Form der Verteidigung, die sich den Sklaven bot. Da ihnen auch dies offiziell verboten war, kombinierten sie das kämpferische Element mit Musik und Tanz, um die Kampfkunst als Gottesanbetung zu tarnen.

Der Kampftanz ist bis heute in Brasilien sehr beliebt, findet aber auch jenseits Südamerikas immer mehr Anhänger. Denn Capoeira ist weniger aggressiver Kampfsport, als vielmehr ein ausgezeichnetes Fitness- und Koordinationstraining, bei dem der Spaß an der tänzerischen Bewegung im Vordergrund steht. Auch bei den aus dem Kampfsport entlehnten Übungen bewegt sich der Körper immer im Rhythmus von Musik. Oft sind es Samba-Elemente, die den „Capoeiristas“ den richtigen „groove“ vermitteln.

Und wie beim Tanzen geht auch beim Capoeira der Rhythmus der Musik vor allem in die Beine. Die „Kampftänzer“ treten nicht kämpferisch gegeneinander an. Vielmehr umkreisen sie sich mit geschmeidigen, fließenden Bewegungen, sie spielen mehr miteinander. Die Kampf-„Techniken“ werden ebenfalls in einer Art Dialog spielerisch ausgeführt, sie werden kurz vor dem „Gegner“ gestoppt, wenn der nicht geschickt ausweicht. So wird „gekämpft“, ohne sich gegenseitig zu berühren. Das vermeidet auch Verletzungen. Es entsteht vielmehr eine Art Kampf-„Akrobatik“, die den ganzen Körper beansprucht, auch wenn die Bein-Techniken, etwa die gedrehten Tritte und Sprünge, besonders spektakulär rüberkommen.

Die Bewegungen bei dieser ursprünglich verdeckten Selbstverteidigungsart sind so vielfältig und abwechslungsreich, dass der gesamte Körper ständig aktiv ist. Das kommt dem Herz-Kreislauf-System zugute und verbessert die Kondition. Dabei lässt sich die Trainingsbelastung problemlos dem jeweiligen Fitness-Status des Capoeirista anpassen, indem man etwa schnellere oder langsamere Musik auswählt. Und da die Bewegungen beim Capoeira den ganzen Körper in Schwung bringen, geht es bei dem Kampftanz auch überflüssigen Pfunden an den Kragen.

Als weitere körperliche Pluspunkte des Capoeira-Trainings sind Verbesserungen der Beweglichkeit, des Gleichgewichts, von Kraft und Ausdauer, aber auch der Koordination und des Reaktionsvermögens hervorzuheben. Alles in allem ist der Kampftanz aus Brasilien eine ebenso kurzweilige wie effektive Sportart, um mit viel Spaß viel für sein Wohlbefinden zu tun.

Foto: iStock.com/diego_cervo

 


Veröffentlicht am: 23.06.2017

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