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23.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Alle lächeln

… in der Bahn

Das nahezu allen Reisenden in einer Bahn mindestens ein Lächeln über das Gesicht huscht, dass sich einige richtig anlächeln, das habe ich bisher kaum einmal beobachtet. In der Regel hat man bei der Bahn ja auch nicht viel zu lachen.

Anders gestern an Bord eines Zuges der ODEC von Cottbus nach Berlin. Ein Zugbegleiter verabschiedete sich und kündigte einen Personalwechsel  an. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang. Doch der junge Mann bedankte sich bei den Reisenden. In etwa äußerte er, dass er sich dafür bedanken möchte, dass alle Fahrgäste freundlich waren, alle einen Fahrschein hatten und der bei allen auch noch gültig war. Das, so der Zugbegleiter, sei nicht häufig so der Fall. Damit sorgte er für fröhliche Gesichter.

Warum ich das erzähle? Es bedarf nicht viel, um für eine gute Stimmung, für lächelnde Mitbürger zu sorgen. Ein freundliches Wort, eine nette Bemerkung, ein unerwarteten Dank – und die Stimmung bessert sich sofort.
Manchmal ist es schon ein einfaches Danke und Bitte, manchmal eine Geste wie die aufgehaltene Tür.  Wie Im Falle des Zugbegleiters ist es eben auch ein Dank für das, was normalerweise selbstverständlich ist.

Probieren Sie es doch mal aus. Ich garantiere, ein freundliches Wort, ein Danke auch an ungewöhnlicher Stelle tut überhaupt nicht weh. Man muss einfach nur mal versuchen, weniger griesgrämig zu sein, in seinem Gegenüber keinen Feind zu sehen. Ich hoffe nicht, dass es Mitmenschen gibt, die sich überwinden müssen, freundlich zu sein, Danke zu sagen.

Was machte der Satz mit uns Reisenden? Was macht es mit uns, wenn jemand zu uns einfach so freundlich ist, sich bei uns bedankt? Lächeln wir, finden wir das toll? Im ersten Augenblick ist das in vielen Fällen nicht so. Wir überlegen, was der da von uns will. Wir überlegen, ob der das ernst meint oder uns vielleicht auf die Schippe nehmen will. Unser erstes Lächeln gerät noch zaghaft. Erst wenn wir überzeugt davon sind, dass da jemand wirklich nur freundlich ist, reagieren wir gleichermaßen.

Das zeigt etwas darüber, wie wir in unserer Gesellschaft miteinander umgehen. Wir wundern uns, wenn sich ein Zugbegleiter bei uns dafür bedankt, dass wir freundlich waren und gültige Fahrkarten hatten. Wenn dagegen jemand rummotzt, barsch und herrisch auftritt, dann ist das für uns normal.

Ich finde das eine bedenkliche Entwicklung. So ein Miteinander macht unsolidarisch und im schlimmsten Fall krank. Dabei ist es so einfach freundlich zu sein. Wir müssen es nur wieder üben, müssen uns trauen. Ich finde, dass hier das Wort gilt, wonach es so aus dem Wald heraus schallt wie man hinein ruft.

Mein Dank gilt heute meinem Bäcker, aber auch den Herstellern von all meinen Frühstücksleckereien und selbstverständlich Ihnen, die jeden Morgen meine Kolumne lesen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 01.07.2017

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