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Aufgespießt: Hilflos am Straßenrand

Ich bin wütend

(Helmut Harff/Chefredakteur) Manchmal möchte ich Leute verfluchen können. Könnte ich das, hätten diverse Autofahrer bei mir in der Nähe gerade arge Probleme bekommen. Ich hätte Ihnen eine leere Batterie, eine kaputte Lichtmaschine oder ähnliches an den Hals geflucht.

Warum? Alle fuhren an einem alten Herren vorbei, der mit seinem Auto in den Straßengraben gerutscht war und augenscheinlich Hilfe brauchte. Ich stieß auf den hilflosen Mann bei einer Radtour in der Lausitz. Er versuchte gerade, seinen Wagen zu verlassen, nach dem er sich vergeblich bemüht hatte, den selber wieder flott zu bekommen.

Es fuhren immer wieder Autos vorbei, ohne das ein Fahrer auch nur Anstalten machte, anzuhalten. Da ich das Auto mit meinem Fahrrad schlecht aus dem Graben ziehen konnte, bemühte ich mich, einen Abschleppdienst zu holen. Kurz bevor ich dort nach längerem rum telefonieren anrufen wollte, hielt doch ein Wagen und ein Mann in Latzhose mit VW-Emblem stieg aus. Toll, ein Fachmann ging es mir durch den Kopf. So war es dann auch. Nach nur wenigen Minuten und unter tatkräftiger Hilfe seiner Begleiterin hatte er den Wagen aus dem Graben gezogen. Danke an den VW-Mitarbeiter aus einem VW-Autohaus in Cottbus.

Warum ich das so ausführlich erzähle? Weil ich sauer auf all die Autofahrer bin, die zwar alle aus ihrem Autofenster sahen, aber wie schon gesagt nicht andeutungsweise daran dachten, mal anzuhalten und ihre Hilfe anzubieten. Alle konnte nicht sehen, ob es Verletze gab oder sonstwie Gefahr für Leib und Leben bestand.

Da haben sich aus meiner Sicht mindestens 20 Autofahrer der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht. Ich kann einfach nicht begreifen, wie man so gleichgültig gegenüber dem Schicksal eines anderen Menschen sein kann. Wer redet da eigentlich davon, dass die Menschen im Osten solidarischer sein sollen als anderswo? Wer das behauptet, lügt sich in die eigene Tasche.

Ich frage mich immer noch, warum so viele Menschen so gleichgültig waren. Was geht in deren Köpfen vor? Denken die irgendwann mal daran, dass auch sie im Straßengraben landen können und auf Hilfe angewiesen sind? Ich hoffe, dann fahren nicht so viele Egoisten an ihnen vorbei.

Meine Bitte an alle: Helfen Sie, wenn Sie jemand sehen, der Probleme hat. In dem geschilderten Fall hat es gute fünf Minuten gedauert und dem alten Herren fielen viele Steine vom Herz. Er hat sicherlich auf Grund der Hilfsbereitschaft eines Autofahrers und seiner Begleitung auch noch viel Geld für den Abschleppdienst gespart.

 


Veröffentlicht am: 03.07.2017

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