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Morgengruß von Helmut Harff: Guten Morgen

… sagte gerade mein Grill zu mir

Nein, ich habe gestern nicht zu viel getrunken und auch keinen Joint nach dem Aufstehen geraucht. Ich war nur gestern zu einer Auftaktveranstaltung der im September stattfindenden IFA. Es ging – oh Wunder – wie schon seit fünf, zehn oder 15 Jahren über eine vernetzte Welt.

Es ging wie schon seit x Jahren darum, dass man mit seinen Haushaltsgeräten, aber auch mit seinem gesamten Haus kommunizieren kann, ohne vor Ort zu sein. Es ging auch darum, dass die Geräte von verschiedenen Herstellern miteinander kommunizieren können.

Wie gesagt, war das aller-allermeiste nicht neu, eigentlich Schnee von gestern. In fast allen Gesprächen ging es nicht um Realitäten, sondern um Formulierungen wie „könnte sein“,  „möglich“, „wahrscheinlich“. Spannend fand ich eigentlich nichts, eher etwas beängstigend. Die Frage, die auch die Tagesschau-Sprecherin und Moderatorin des Tages Judith Rakers stellte, war eine, die sicherlich nicht nur mich bewegte, war die, was mit den Daten passiert, die beispielsweise ein vernetztes Haus produziert. Man verwies dann darauf, dass die nicht anderweitig genutzt werden dürfen. Wer es glaubt.

Frau Rakers frage auch, ob es passieren könnte, dass irgendwann ihre Kaffeemaschine einfach Kaffee kocht, nur weil sie die Wochen vorher immer zu gleichen Zeit den gleichen Kaffee brühen ließ. Auch diese Frage wurde nur mehr als halbherzig beantworte. Der Redner verwies darauf, dass man das Speichern von Daten auf einen Zeitraum von beispielsweise 24 Stunden begrenzen kann. Wenn sich aber die Maschine nichts merken soll, wozu überhaupt die Datenspeicherung?

„Toll“ fand ich auch einen Kontaktgrill, der sich per App steuern lässt. Die Standbetreuerinnen bemühten sich redlich, mir diese technische Innovation – ich sehe das anders – schmackhaft zu machen. Es gelang ihnen nicht. Ich war auch nicht von anderen Küchengeräten überzeugt, die mir gleich Schritt für Schritt mitteilen, was ich wie zu kochen habe – so ich mir ein Rezept ausgesucht habe.

Für Kochanfänger sicherlich eine Hilfe. Doch erstens schmeckt immer alles gleich und wirklich kochen lernt man so sicherlich nicht. Ich habe das mit einem Autofahrer  verglichen, der einen Weg mehrmals mit Hilfe eines Navis fährt. Fällt das dann mal aus, kennt er den Weg nicht auswendig und er wird sich wohl verfahren. Vorsagen hilft kurzfristig, ist aber langweilig, macht auf die Dauer keinen Spaß und behindert zumindest die eigene Kreativität.

Auch auf die Frage, was ein Kunde machen soll, der – und das ist in Deutschland leider noch immer Realität –  keinen vernünftigen Internetzugang hat, kam die Antwort: Er kann ja die Geräte auch auf herkömmliche Art und Weise benutzen. Wieso dann so viel Geld dafür ausgeben?

So ganz konventionell koche ich jetzt Kaffee, das Frühstücksei und backe die Brötchen auf.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.07.2017

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