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21.10.2017

 

 

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Das Salz in der Suppe

Berchtesgadener feiern 500 Jahre Bergbautradition

Die meisten Kinder träumen davon, Polizist oder Feuerwehrmann zu werden. Nicht jedoch Andreas Neumayer, der schon bei seinem ersten Ausflug unter Tage sicher war, dass er die lange Familientradition fortsetzt.

Wie schon sein Urgroßvater und Großvater fährt der Berchtesgadener Bergmann täglich knapp hundert Meter in die Tiefe des ältesten aktiven Salzbergwerks Deutschlands, um beim sogenannten „nassen Abbau“ das wertvolle Salz zu gewinnen.

Durch immer neue Einleitung von Süßwasser vergrößert sich das Bohrspülwerk und löst das Salz aus dem Gestein. Die Arbeitsmethoden haben sich seit Urgroßvaters Zeiten nicht wesentlich verändert: „Schwere Gussleitungen oder Salzbrocken tragen wir per Hand oder mit Hilfe von Hubzügen“ – genau wie vor 500 Jahren. Die frühere Bezeichnung „Weißes Gold“ drückt die Wertschätzung des Produkts aus, das die Landschaft, aber auch die Kultur des Berchtesgadener Lands seit jeher und bis heute prägt. Diese lebendige „Kulturlandschaft“ ist Teil von „Bayern – traditionell anders“, das sich um die gelungene Symbiose von Traditionen und Innovationen dreht.

500 Jahre Salzbergwerk – besondere Angebote rund um die Tradition

Ein Besuch im Salzbergwerk ist spannend für Jung und Alt. Besucher fahren zunächst mit der Grubenbahn 650 Meter in den Berg, bevor es auf der 34 Meter langen Holzrutsche rasant noch tiefer unter Tage geht. Im „Kaiser-Franz-Sinkwerk“ angekommen, führt die Tour zur Salzsteingrotte, vorbei am Salzlabor, dem Blindschacht und dem Bohrspülwerk – dann steht die nächste Rutschpartie an. Nach weiteren 40 Metern Talfahrt ist mit 130 Metern unterhalb der Tagesoberfläche den tiefsten Punkt des Besucherbereichs erreicht.

Mit einem Floß gleiten Gäste über den mit Lichtern inszenierten Spiegelsee, vorbei an wachsenden, glitzernden Salzkristallen und begleitet von sphärischen Klängen – die auch im magischen „Salzraum“ verzaubern. Dort entführt die neue Multivisions-Show in die Entwicklungsgeschichte des Lebens und die Bedeutung des Salzes für die Menschen. Zurück an der Oberfläche, umgeben von der beindruckenden Naturkulisse, laden spezielle Guides zu einem Spaziergang auf dem „Jubiläumspfad“ rund um das Salzbergwerk Berchtesgaden ein – grandiose Ein- und Ausblicke sind garantiert.

Königssee, Watzmann und Wellness


Die Tiefe des Salzwerks findet ihren Kontrast in der Höhe der Berge, die die „Kulturlandschaft“ genauso wie das „Weiße Gold“ prägen. Mit mehr als 2.700 Metern thront das Watzmann-Bergmassiv im Nationalpark Berchtesgaden, ein Netz von insgesamt 260 Kilometern Wanderwegen und alpinen Steigen erschließt das in Deutschland einzigartige Schutzgebiet. Hier dürfen Wälder natürlich altern und sich im eigenen Rhythmus, aus eigener Kraft wieder selbst verjüngen. Steinadler, Steinböcke und Murmeltiere machen die Bergidylle perfekt, im Tal ist es der malerische Königssee, der die Landschaft im Süden des Landkreises wie ein Postkartenmotiv wirken lässt.

Weiter nördlich finden Naturliebhaber geheimnisvolle, warme Moorseen, aber auch das Salz spielt hier eine wesentliche Rolle. Wer im Urlaub tief durchatmen will, der tut sich und seiner Gesundheit in Bad Reichenhall etwas besonders Gutes. Die Wirkung einer gezielten AlpenSole-Inhalation, direkt aus der berühmten Heilquelle, wirkt wohltuend und befreit vom Alltagsballast. Eine Auszeit im Spa & Familien Resort Rupertus Therme setzt einem Verwöhntag in der königlich anmutenden Alpenstadt die Krone auf.

 


Veröffentlicht am: 18.07.2017

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