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Morgengruß von Helmut Harff: Alles Bio

… von wegen

Glaubt man zahlreichen Medienberichten, so legen wir alle gaaaaaanz viel Wert auf gute Lebensmittel. Wir kaufen Biolebensmittel und würden nie etwas essen, was irgendwie belastet ist. Wer Pestizide verwendet, ist mindestens so schlimm wie ein Kinderschänder.

Nun können wir leider nicht überall Biolebensmittel kaufen, viele können sich die auch nicht leisten. Wir wissen auch nicht, ob das was wir da kaufen auch wirklich so toll ist, wie man uns erzählt. Das ist jedoch für viele Deutsche kein Problem, denn sie haben einen Garten.

Wie heißt es in einem alten Schlager dazu:

Dreissig Meter im Quadrat,
Blumenkohl und Kopfsalat -
wer so einen Garten hat,
fühlt sich wohl in der Stadt.

Ja, wer so einen Garten hat, hat es gut, denn er kann oder muss – lang lebe das Bundeskleingartengesetz – Obst und Gemüse selber anbauen. Auf der eigenen Minischolle zu werkeln, zu säen, zu pflanzen, zu hegen und pflegen und vor allem zu ernten, das ist für viele die Glückseligkeit schlechthin. Auch ich ernte gern.

Doch leider haben Blattläuse, Pilze, Schnecken auch einen Heißhunger auf das, was wir gepflanzt haben und was wir ernten wollen. Es gibt auch Böden, die sind einfach nicht so ergiebig, wie uns das vorschwebt. Wir helfen also nach. Glaubt man wieder, was man ließt, so kommt hier auch nur Bio infrage.

Das ließt man, doch ist das auch die Realität? Leider nein, wie ich gestern erfuhr. Danach setzen die deutschen Kleingärtner rund 500 Tonnen Pestizide ein und das Jahr für Jahr. 500 Tonnen Pestizide? Wofür, für einen Garten frei von Wildkräutern – gern als Unkraut tituliert - , für einen Rasen, der jeden Greenkeeper blass aussehen lässt, für drei Erdbeeren mehr, für eine Blumenpracht, wie sie selbst in den bestgepflegten Gärten der Queen nicht zu erleben ist?

Da essen unzählige Hobbygärtner tolles, weil selbstgezogenes Obst und Gemüse, das wahrscheinlich so mit Pestiziden belastet ist, dass es nicht nur nicht in den Handel kommen würde, sondern sogar als Sondermüll zu entsorgen ist.

Bio ist gut, Bio aus dem eigenen Garten sicherlich auch. Doch Bio aus dem eigenen Garten gibt es nur, wenn man selber und alle anderen Kleingärtner zumindest so wenig wie möglich Chemie einsetzt. Eigentlich müsste Chemie in Kleingärten ganz verboten werden. Doch ich befürchte, dass Chemie für die heimische Scholle ein gigantisches Geschäft ist. Ich befürchte auch, dass wir die Chemie so  lange nicht aus den Gärten bekommen, so lange es Wettbewerbe um den größten Kürbis und ähnliches gibt.

Ich frühstücke jetzt erst einmal. Ob alles bei mir Bio ist? Ich weiß es nicht.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. 

 


Veröffentlicht am: 25.07.2017

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