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Morgengruß von Helmut Harff: Alles Schnee von gestern

Es war alles schon erfunden

Taschenrechner, Taschenschreibmaschine oder ein Taschentelefon, heute Handy genannt, gelten als Erfindungen des ausgehenden 20ten Jahrhunderts. Nicht ganz so neu erscheint die Erfindung der Kette, an der man seinen Geldbeutel befestigt und so vor Langfingern schützt.

Und wie ist das mit dem Klappschirm, verschiedenfarbigen Taschenlampen, dem Briefmarkenanfeuchter? Das sind alles, wirklich alles uralte Erfindungen. Von Ihnen berichtet schon der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch in seinem Bericht „Eine Ausstellung von Erfindungen“, die ich in dem 1986 erschienenen Buch „Razzia auf der Spree“ aus dem Aufbauverlag fand.

Ich musste beim Lesen nicht nur dieser Reportage aus Berlin des Prager Journalisten schmunzeln. Kisch ist wirklich ein toller Berichterstatter gewesen. Was mich an der Geschichte „Eine Ausstellung von Erfindungen“ nun besonders faszinierte, sind einige der aufgeführten Erfindungen. Nicht nur Kisch belächelte die damals.

Doch was zeigt uns das? Es zeigt, dass es immer wieder kreative Köpfe gibt, die sich mit Dingen beschäftigen, denen ihre Zeitgenossen zumindest mit Spott begegnen, von denen man gern behaupet, dass sie völlig sinnlos sind.

Wie war das? Taschenrechner, Taschentelefon, Klappschirm sind sinnlose Erfindungen? Damals schon, doch die Ideen waren zukunftsweisend. Sicherlich funktionierten die Erfindungen wenn überhaupt nicht so, wie wir sie heute kennen. Doch die Vision bestand.

Und heute, da gibt es auch Visionäre, die Ideen haben, mit denen heute noch niemand etwas anfangen kann. Ich bin sicher, dass gerade jetzt Tüftler daran sitzen, Ideen zu entwickeln, die wir so oder in anderer Form irgendwann in den Händen halten, irgendwann benutzen, die in der Zukunft das Leben umkrempeln.

Ich bin mir beispielsweise sicher, dass irgendwo auf der Welt ein Mensch eine Idee hat, die unsere Fortbewegung mit fremder Hilfe – heute gern Auto genannt – so revolutionieren wird wie eben der Motor. Vielleicht traut sich der Erfinder mit seiner Idee nicht an die Öffentlichkeit, vielleicht fehlen im die Mittel dazu, vielleicht fürchtet er vor geistigem Diebstahl, vielleicht glaubt er noch selber nicht so richtig daran.

Doch ich bin davon überzeugt, jeden Tag – wie auch im Jahr 1922 – Dinge erfunden werden, von denen zumindest das eine oder andere irgendwann eine Rolle in unserem Leben spielen wird. Wir tun nicht gut daran, solche Ideen und ihre Erfinder einfach zu belächeln, sie mit einer abwertenden Handbewegung abzutun. Was Unsinn, was sinnvoll ist, entscheiden wir längst nicht immer heute, das geschieht in der Zukunft.

Hier und heute geschieht jetzt eines: mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 27.07.2017

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