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17.10.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Augsburger müsste man sein

… dann hätte man heute Feiertag

Liebe Augsburger, Sie sind zu beneiden. Niemand hat so oft frei wie Sie. Ich glaube, das wissen die meisten überhaupt nicht. Sie wissen nicht, dass Sie wie schon seit 1650 das Augsburger Hohe Friedensfest feiern.

Ja, die Bewohner der Fuggerstadt sind die Deutschen, die die meisten gesetzlichen Feiertage haben, denn der Tag des Augsburger Hohe Friedensfest ist ein auf das Augsburger Stadtgebiet beschränkter gesetzlicher Feiertag.

Ursprünglich feierten die Augsburger Protestanten damit das 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete Ende ihrer Unterdrückung während des Dreißigjährigen Krieges.

Seit 1984 haben sich die Katholiken in der Stadt entschieden, diesen Feiertag auch mitzufeiern. Damit setzt man in Augsburg eine Tradition fort. Schon in der Augsburger Stadtverfassung von 1548 ist ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten) verankert worden.

Mit dieser Geschichte, die bis heute fortgeschrieben wird, zeigen die Augsburger, dass es nicht immer zu Auseinandersetzungen zwischen Religionsgemeinschaften kommen muss. Wenn beide Seiten vernünftig und einsichtig sind, geht es auch gemeinsam. Das hat nur Vorteile und sollte eine Lehre für alle sein, die ihre Religion dafür nutzen, andere möglichst klein zu halten, sie zu unterdrücken, auszubeuten und im schlimmsten Fall auch zu ermorden.
 
Das Motto für das diesjährige Friedensfest „Bekennen. Mein Name ist Mensch“ kann ganz sicher jeder mittragen, ob Christ, ob Moslem, ob Atheist.  Mein Name ist Mensch – das klingt eigentlich ganz simpel und doch ist es ein ganz wichtiges Motto. Wenn jeder in jedem vor allem eines sieht – einen Menschen, einen, der genau wie man selber ein Mensch ist, wäre unser Zusammenleben deutlich leichter.

Ich finde das Augsburger Hohe Friedensfest angesichts seiner Geschichte und seiner aktuellen Relevanz als einen der wichtigsten Feiertage in ganz Deutschland. Ich möchte den Augsburgern ihren Feiertag nicht streitig machen, bin aber dafür, gerade diesen Tag zu einem bundesweiten Feiertag zu machen. Man kann ja dafür je einen katholischen und einen protestantischen Feiertag aus der Liste der offiziellen Feiertage streichen.

Machen wir uns doch alle das 2017-Motto des Augsburger Hohe Friedensfest „Bekennen. Mein Name ist Mensch“ zu unserem Lebensmotto. So schwer sollte das nicht sein.

Wie das konkret aussehen kann, darüber werde ich beim Frühstück nochmal nachdenken.

Ihnen wünsche ich ein genussvollen Tag und den Augsburgern ein tolles Friedensfest.

 


Veröffentlicht am: 08.08.2017

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