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22.09.2017

 

 

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Aufgespießt: Abseits der Urlaubsrouten

... durch den Osten der Republik

(Helmut Harff/Chefredakteur) Alle, die auf den Autobahnen unterwegs sind, kennen diese braun-weißen Schilder. Die weisen immer auf Ziele, auf Städte und Orte, auf touristische Highlighs abseits der Pisten hin. Doch wenn man ehrlich ist, kennt man die Schilder, die Orte auf die sie hinweisen aber kaum.

Deshalb bin ich seit einiger Zeit dazu übergegangen, wenn es die Zeit erlaubt - und das ist viel häufiger als man glaubt - eben doch mal die Autobahn zu verlassen. Da lauern tatsächlich viele Entdeckungen. Da ich viel im Osten der Republik - früher einmal als DDR bekannt - unterwegs bin, entdeckte ich vor allem Städte im Osten.

Die ersten Abstecher galten Meiningen, aber auch Erfurt und Weimar. Da war ich das letzte Mal, als die schwarz-rot-goldene Flagge noch mit Hammer, Zirkel und Ehrenkranz verziert war. Es hat sich viel in den Städten getan. Doch Gott sei Dank nicht so viel, dass die Städte ihre Seele verloren haben.

Andere Orte, wie Plauen im Vogtland oder Chemnitz - das ehemalige Karl-Marx-Stadt - sind nicht wieder zu erkennen, auch wenn man sieht, wie die Städte nicht immer erfolgreich darum bemüht sind, den Verfall der Industrie und den Wegzug von vielen Menschen zu verkraften. Einen Abstecher sind sie allemal wert.

Unterwegs auf den ostdeutschen Autobahnen folgte ich beispielsweise auch den Hinweisen auf Orte wie dem deutsch-polnischen Grenzstädtchen Bad Muskau mit einem der zahlreichen Fürst-Pückler-Parks. Ebenfalls an der Neiße liegt die ehemalige Textilstadt Forst, die sich heute Rosenstadt nennt und das angesichts des dort beheimateten Ostdeutschen Rosengartens auch zurecht. Forst verbindet im übrigen sehr viel mit Dresden, mehr als sich die meisten Elbestädter träumen lassen.

Nur wenige Kilometer entfernt liegt Cottbus, immerhin eine Universitätsstadt. Auch hier lockt ein von Fürst Pückler angelegter Park, aber auch ein Zoo und eine Schmalspurbahn. Die dampft übrigens auch in Bad Muskau.

Nur wenige Minuten auf der Autobahn weiter gefahren und es folgen Abzweige in Richtung der Spreewald-Orte Burg. Lübbenau und Lübben. Hier kann man saure Gurken essen, doch wer hier abbiegt hat ganz und gar nicht mit Gurken gehandelt. Der Spreewald gehört zu den wenigen Binnenregionen im Osten, die zumindets teilweise vom Tourismus leben (können).

Fährt man an Berlin vorbei weiter in Richtung Norden, so kommen irgendwann Städte wie Waren an der Müritz, Neustrelitz oder Güstrow in Sicht - zumindest was die Hinweisschilder an der Autobahn angeht. Waren ist der Ort an der Müritz, der größten Binnen-Badewanne in Mecklenburg-Vorpommern. Güstrow ist untrennbar mit dem Namen Ernst Barlach verbunden, beherbergt in seinen Mauern aber auch ein gewaltiges Renaissance-Schloss.

Am Ende der Tour abseits der Autobahn steht dann Puttbus, die weiße Stadt. Hier hinterließ wieder ein Fürst seine städtebaulichen Spuren. Noch heute ehrt man in der Stadt auf Rügen Fürst Malte von Puttbus.

Eine Warnung: Wer immer diese und die unzähligen anderen Hinweise auf der Autobahn beachtet hat und einfach mal so abgefahren ist, wird süchtig danach, diesen Schildern zu folgen. Es ist auch so, dass man nach einem Kurzaufenthalt mehr über die Städte erfahren will. Was liegt näher, als zumindest dort mal ein Wochenende oder auch mehr zu verleben. Meine diesbezügliche Liste ist noch lang.

 


Veröffentlicht am: 21.08.2017

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