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22.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Ein neuer Mensch

… ist immer eine kleine Sensation

Der kleine Emil ist da. Er ist schon fast zwei Tage alt und ich bin Großonkel. Bitte keine Glückwünsche oder Geschenke. Ich kann so überhaupt nichts dafür, dass da ein kleiner Mensch das Licht der Welt erblickt hat.

Ich freue mich aber wahnsinnig darüber. So ein kleines Wesen ist einfach ein Wunder. Er weiß noch absolut nichts von der Welt, aber greift schon nach allem, was ihm in die so kleinen Finger kommt. Er verzieht das Gesicht und ist glücklich, wenn er satt und trocken ist.

Klar geht einem durch den Kopf, was Emil einmal im Leben begegnen wird. Meine größte Hoffnung ist, dass er wie ich im Frieden leben kann. Klar wünsche ich ihm Gesundheit. Doch da lehrt das Leben, dass das mit der Gesundheit nicht durchzuhalten ist.

Ich wünsche dem Winzling, dass er gut behütet aufwächst. Bei seinen Eltern, bei den Omas und Opas, bei den Tanten und Onkeln habe ich daran keinen Zweifel. Zur Not gibt es ja noch einen Großonkel. Ich hoffe aber auch, man überlässt das vor allem denen, die dafür da sind und die diesen Job bestimmt gut machen – seinen Eltern.

Ich wünsche Emil vor allem, dass er sich ausprobieren kann, dass er ergründen kann, was er will, aber auch was er nicht will. Ich will für ihn da sein, wenn es geht, Talente zu erkennen und auch zu fördern. Ich will auch da sein, wenn er das Leben nicht nur als Last, sondern vor allem als Lust begreift. Ich will, dass er sein Leben genießt.

Ich weiß, dass man nicht alle Stolpersteine, die kleineren, aber auch die größeren aus dem Weg räumen soll, räumen darf. In seiner Entwicklung muss man sich auch mal stoßen, muss man mal spüren, dass es auch mal schwer sein kann, dass man auch mal hinfallen kann. Ich will dem dann nicht mehr so kleinen Kerl aber helfen wieder aufzustehen. Denn nur dann lernt man aus einem Hinfallen, aus dem Schmerz, wenn man mit voller Wucht gegen die Stolpersteine des Lebens läuft. Und, wer ist da noch nicht gegen gelaufen, wer ist noch nie hingefallen?

Doch auch, wenn wie im Märchen vom Dornröschen die dreizehnte Fee einen Fluch ausspricht, zeigt sich, dass dann doch irgendwer oder irgendwas daher kommt und die Dinge zum Guten wenden. Nur lebt der kleine Emil nicht in einem Märchen, sondern im hier und heute. Auch wenn es da vor bösartigen Feen wimmelt, hat er ein riesiges Glück gehabt mit dem Ort, an dem er geboren wurde. Stände seine Wiege in Afghanistan, in Ruanda oder in einem anderen der kriegsgeschüttelten Länder, dann wären meine Wünsche sicherlich anders ausgefallen.

Schön, dass man hierzulande einem neuen Erdenbürger nicht wünschen muss, nicht zu hungern, irgendwann einmal sauberes Wasser trinken zu können, etwas lernen zu können.

Emil ist eben im wortwörtlichen und übertragenen Sinn ein Sonntagskind.

Er hat es gut, er bekommt sein Frühstück frei Haus. Ich muss meines jetzt machen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 22.08.2017

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