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22.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Gleicher Lohn

… bei gleichen Kosten

Folgt man den Parteien und wohl auch den meisten Stammtischstrategen, so soll der Grundsatz vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit gelten. Das ist auch völlig in Ordnung, wenn es beispielsweise um die Entlohnung von Männern und Frauen geht.

Wobei, wieso soll ein Arbeitgeber, ob ein privater oder ein öffentlicher, unbedingt den gleichen Lohn für gleiche Arbeit zahlen? Klar, Tariflohn und Mindestlohn sind die Leitlinien, an die sich jeder zu halten hat. Tut ein Arbeitgeber das nicht, muss man ihm schmerzhalft auf die Finger hauen. Doch darüber hinaus? Wenn jemand, wenn eine Gruppe, wenn ganze Branchen in einer Region  für sich mehr Lohn heraus handeln, wieso sollen die dann nicht mehr verdienen, als andere Arbeitnehmer?

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Mich treibt eher die Frage rum, warum alle das gleiche verdienen sollen, aber drastisch unterschiedliche Lebenshaltungskosten haben. Wer in München, in Stuttgart, Berlin, aber auch auf Sylt lebt und arbeitet, zahlt zum Beispiel deutlich mehr für die Wohnung als in den meisten kleinen Städten oder auf dem Dorf. Auch die Energiepreise sind längst nicht überall gleich.

Wenn ich beispielsweise vergleiche, wie hoch meine Ausgaben in Berlin und in der Lausitz sind, dann müsste ich in Berlin deutlich mehr als auf dem flachen Land verdienen, um mir das gleiche Leben leisten zu können. Dabei habe ich schon eingepreist, dass ich beispielsweise auf dem Land ein Auto brauche, in der Stadt nicht unbedingt. Dafür fahre ich da mehr Taxi.

Ich finde, dass der Verdienst sich an den jeweiligen durchschnittlichen Lebenshaltungskosten orientieren muss. Dann verdient eben ein Münchener mehr als jemand im bayrischen Wald. Wichtig ist ja nur, was unter dem Strich übrig bleibt. Und das ist bei gleichem Lohn für gleiche Arbeit beim Münchener Arbeitnehmer eben deutlich weniger als bei einem, der in der Lausitz lebt.

Mir kamen diese Gedanken, als ich gestern meine Post durchsah. Da war ein Brief mit der Bitte, mich an einer Umfrage zu beteiligen. Im sperrigen Beamtendeutsch wurde ich aufgefordert, mich an der „Erhebung und Auswertung der ortsüblichen Wohnungsmieten im gesamten Kreisgebiet“ zu beteiligen. Das Jobcenter will so „Basisdaten für die Berechnung der Kosten der Unterkunft ermitteln“. Das heißt, man will heraus bekommen, wie hoch die Leistungen an ALGII-Empfänger im Landkreis sein müssen. Man kommt damit einem Urteil des Bundessozialgerichtes nach.

Ich finde es nur gerecht, dass man Arbeitslosen in der Lausitz soviel Miete und solchen Menschen in München eine andere Miete zahlt. Doch wenn das bei Arbeitslosen und Wohngeldempfängern o.k. ist, wieso sollte das nicht auch bei Lohn-und Gehaltszahlungen so sein? Voraussetzung ist nur, dass man die durchschnittlichen Fixkosten regelmäßig und vernünftig nachvollziehbar erhebt und dann in die Gehaltsverhandlungen einbezieht. Den Anfang sollte man beim Mindestlohn machen.

Die Preise für ein durchschnittliches Frühstück muss man sicherlich nicht erheben – die sind einfach zu individuell. Als Wenigfrühstücker sind meine sicherlich unterdurchschnittlich niedrig.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 23.08.2017

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