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22.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Frauenpower

… dank Mutter Merkel

Unser aller Kanzlerin Angela Merkel hat ein tolles Wahlkampfthema: Sie will etwas für die Frauen tun, genauer gesagt, für die Frauenquote. Sie will, wenn sie weiter Kanzlerin bleibt, die Hälfte der Ministerposten im Bundeskabinett mit Frauen besetzen.

Zur Erinnerung: Heute sind in der fünfzehnköpfigen Ministerriege sechs weiblich. Hallo Frau Merkel! Wenn die Hälfte der Posten mit Frauen besetzt werden soll, dann muss es in ihrem nächsten Kabinett in einem Ministerium eine Doppelspitze geben. Die andere Alternative ist, ein Ministerium abzuschaffen oder ein sechszehntes schaffen. Ich wäre für weniger Bürokratie und die Reduzierung des Bundeskabinetts.

Ich frage mich aber viel mehr, warum Frau Merkel damit um die Ecke kommt, nach ihrer so langen Amtszeit gerade jetzt eine Frauen-Ministerquote einführen zu wollen. Hat sie zu viele Männer weggebissen, gehen ihr die Männer aus, die unter einer Kanzlerin Merkel ihrem Job nachgehen wollen? Ich frage mich aber auch, warum die zukünftige Ministerriege – wie viele es auch immer sein mögen – nicht aus sieben oder zehn Frauen bestehen soll. Was soll dieser 50:50-Quatsch.

Ich frage mich auch, was es für ein Qualitätsmerkmal sein soll, ob jemand als Minister nun Frau oder Mann ist. Macht Frau Merkel eine bessere Politik als Helmut Kohl, ist Frau von der Leyen eine so tolle Verteidigungsministerin, kann wirklich niemand Frau Nahles das Wasser reichen? Ist Thomas de Maizière – nur weil er Mann ist – ein so toller Innenminister? Ich bin immer davon ausgegangen, dass die besten Köpfe – unabhängig von ihrem Geschlecht – das Land regieren sollten.

Ich überlege, warum die Kanzlerin, die ja auch CDU-Vorsitzende ist, jetzt von dieser Frauenquote redet? Will sie so Frauen animieren, sie und die CDU zu wählen? Will sie die CDU-Frauen damit beeindrucken? Zumindest letzteres wäre ziemlich unsinnig. Ersten gehe ich davon aus, dass CDU-Mitglieder auch CDU wählen und zweitens gibt es so viele CDU-Frauen nicht.  Es waren 2015 lediglich 26 Prozent. Das sind zwar 12 Prozent mehr als Anfang der 60er Jahre, doch unter der Parteiführerschaft von Angela Merkel gab und gibt es keinen Run von Frauen in die CDU. Hier hat die Parteivorsitzende Merkel noch viel mehr zu tun.

Ich habe kein Problem damit, dass Frauen das Ruder in die Hand nehmen oder haben. Ich habe aber ein Problem damit, wenn jemand wegen seines Geschlechtes einen Job bekommt, den ein anderer aus der anderen Geschlechterfraktion besser machen kann. Das Geschlecht als Kriterium für einen Job, das ist genauso unsinnig wie Minister nach ihrem Gewicht, nach ihrer Größe oder ihrer Haarfarbe auszusuchen. Was, wenn nun jemand fordert, dass ein Ministerposten an einem Menschen vergeben werden muss, der sich selber als Gender bezeichnet? Schließlich – so eine wahrscheinliche Begründung – muss auch im Kabinett das gesamte gesellschaftliche Spektrum abgebildet werden.

Diesen Unsinn kann man noch weiter führen. Doch das überlasse ich Ihnen. Ich gehe jetzt frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 26.08.2017

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