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Rheinmetall Automotive auf der IAA 2017

Neuer Elektroantrieb und Batteriesystem

Der zum Technologiekonzern Rheinmetall AG gehörende Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive wird auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA, vom 12. bis 24. September, mit Presse- und Fachbesuchertagen) in Frankfurt/Main einen neuentwickelten 90 kW-starken Elektroantrieb sowie ein neuartiges modulares Batteriepack vorstellen. Die Systeme werden zurzeit in einen Kompetenzträger auf Basis eines Kleinwagens integriert.

Der 90 kW-Hochvolt-Motor ist in seiner Leistung und Drehmomentcharakteristik auf den jeweiligen Einsatzzweck abstimmbar. In seiner aktuellen Auslegung zielt er auf kleinere Fahrzeugklassen. Die Skalierbarkeit des Systems erlaubt aber auch die Verwendung in größeren Fahrzeugen. Bei dieser Entwicklung hat sich Rheinmetall Automotive konzeptionell für einen Synchronmotor mit Permanentmagneten entschieden. Aufgrund des geringeren Bauraums wurde zudem eine konzentrierte Wicklung gewählt.

Der Antrieb kommt in einem Musterfahrzeug zum Einsatz, dessen Batteriepack mit einer Speicherkapazität von nominell 29 kWh ausgestattet ist. In Verbindung mit dem neuen Elektroantrieb erreicht das Fahrzeug damit eine Spitzengeschwindigkeit von 135 km/h und erzielt eine Reichweite von bis zu 275 Kilometern. Diese Kennwerte werden erreicht, ohne die vom Serienfahrzeug bekannte Nutzfläche bei Kofferraum oder Fahrgastzelle einzuschränken.

Bei der Konzeption seines neuen Batteriepacks ist Rheinmetall Automotive davon ausgegangen, dass zukünftige Elektrofahrzeuge und auch Hybride zu einem erheblichen Anteil über Unterflurbatterien verfügen werden. Sie beeinträchtigen das Ladevolumen des Fahrzeugs nicht wesentlich und bieten darüber hinaus auch Vorteile bezüglich der Gewichtsverteilung sowie einer möglichen Einbindung in die Fahrzeugstruktur.

Die Batteriepacks haben eine eigene Kühlung und werden vor Intrusion durch eine Faserverbundstruktur geschützt, die von einem auf Schutzanwendungen spezialisierten Schwesterunternehmen innerhalb der Rheinmetall Group entwickelt wurde. Das Unternehmen versteht diese an zukünftigen Elektrofahrzeugkonzepten ausgerichtete Konfiguration als Beispiel für ein mögliches Serienkonzept, wobei gemäß Kundenwunsch auch andere Konstellationen realisiert werden können.

Rheinmetall Automotive verfügt über eine bereits seit Jahrzehnten bestehende Entwicklungskompetenz bei elektrischen Antrieben von Nebenaggregaten. So hat der Zulieferer schon 2004 über sein Tochterunternehmen Pierburg die erste vollelektrische Kühlmittelpumpe für den Hauptkühlkreislauf entwickelt und in den Sechszylindermotoren von BMW erfolgreich am Markt eingeführt.

Text: Erwin Halentz/Rheinmetall Automotive
Foto: Rheinmetall Automotive

 


Veröffentlicht am: 11.09.2017

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