Startseite  

22.09.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Feige Kerle

Von wegen das starke Geschlecht

In den letzten Tagen musste ich immer wieder an das Lied "Männer" von Herbert Grönemeyer denken, besonders an den Text. Er singt darin, dass Männer so verletzlich sind, dass sie es schwer haben und heimlich weinen. Er fragt ja auch, wann der Mann ein Mann ist.

Wieso mir das Lied durch den Kopf ging? Weil ich feststellen musste, dass Männer gern den großen Zampano raushängen lassen. Doch da ist viel mehr Schein als Sein. Erstmals wurde mir das klar, als ich mit meiner Anwältin gemeinsam mit der besten Frau der Welt über die Regelung unseres Nachlasses sprach. Das machen nur wenige Leute, erfuhr ich. Ich erfuhr auch, dass die Männer da nur selten die treibende Kraft sind.

Die nächsten Erlebnisse hatten eher damit zu tun, den Termin für den Erbfall nach hinten zu verschieben. Ich meine den Besuch beim Arzt für eine Vorsorgeuntersuchung. Das machen schon viele Frauen nicht, doch Männer muss man da noch immer mit der Lupe suchen. Dabei tut es mehr weh, sich auf den Daumen zu hauen, als sich mal durchchecken zu lassen. Man lässt sich etwas Blut abzapfen - ohne Vollnarkose - und der Arzt sieht einen mal genauer an. Das macht auch die Hautärztin. Die schabt im schlimmsten Fall irgendeine Hautprobe ab. Das überlebt nun jeder Mann, auch ein Kerl wie ein Bär.

Zugegeben, nicht ganz so angenehm ist es, wenn man den Arzt beauftragt, mal den Darm zu untersuchen. Der muss zuvor geleert werden. Dass das noch einfacher geht, dafür würde ich gern einen Preis aussetzen. Von der Angelegenheit selber merkt man nichts, denn hier gibt es wirklich eine Vollnarkose. Alles halb so schlimm, wenn alle ihren Job verstehen - der Arzt, die Schwester und der Mann.

Wie heißt das bei Grönemeyer:
Männer sind furchtbar stark
Männer können alles
Männer kriegen 'n Herzinfarkt

Wenn Männer so stark sind und alles können, dann bekommen sie eines erst ziemlich spät - einen Herzinfarkt oder eine ähnlich dämliche Krankheit. Erkennt der Arzt die Probleme und der Mann begreift die, so können beide dafür sorgen, dass Männer nur noch eines brauchen, nämlich viel Zärtlichkeit.

Die eigene Erfahrung lehrt, dass Mann von Zärtlichkeiten deutlich mehr hat, wenn er fit und zumindest leidlich gesund ist.

Was ist das Fazit? Männer, seit nicht feige und traut Euch, lasst Euch mal durchchecken. Wenn man dann einen befriedigebnden Befund in den Händen hält, kann man ja mal wieder auf dicke Hose machen - von wegen wie furchtbar schlau Mann doch ist.

Ich bin jetzt auch schlau und genieße ein gesundes Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und etwas Mut dazu, den Termin für den Erbfall noch lange hinauszuzögern.

 


Veröffentlicht am: 11.09.2017

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit