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21.10.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: So teuer?

Ein Auto macht uns arm

Überall und nicht nur auf der IAA in Frankfurt/Main wird über das Auto und seine Zukunft diskutiert. Faßt man mal all das Gesagte und Geschriebene zusammen, so weiß keiner, wohin die Reise geht. Nur eines scheint klar: Die individuelle Mobilität wird immer teurer – teurer für jeden Einzelnen und teurer für uns alle.

Doch wie teuer ist es eigentlich, ein Auto zu fahren? Klar, man muss ein Auto kaufen, man muss tanken, Steuern und Versicherungen bezahlen. Zur Hauptuntersuchung muss man auch. Doch was kostet das? Die beste Frau der Welt hat mal ausgerechnet, was sie so bezahlt. Sie hat einen 3er BMW, der nach 12 Jahren in ihrem Besitz bereits 300.000 Kilometer auf dem Tacho hat – und das noch ohne Motor- und Getriebewechsel. Sie kaufte den Diesel Baujahr 2002 schon gebraucht.

Das Auto hatte in dieser Zeit schon einige Wehwehchen. Deren Beseitigung, plus Hauptuntersuchung, neuer Bereifung und dem halbjählichen Wechsel schlagen mit 16.000 Euro zu Buche. Geht man mal davon aus, dass man 60 Jahre Auto fährt, so sind das allein 88.000 Euro. Rechnet man dann mal alle anderen Kosten für das Auto, das nur 5 Liter Diesel auf 100 Kilometer benötigt, dazu, so sind das in den 12 Jahren 57.000 Euro. Wieder auf die 60 Jahre hochgerechnet, kommt man auf sagenhafte 285.000 Euro. Rechnet man mal, dass man über einen Zeitraum von 60 Jahren mindestens vier Autos verbraucht, so kommen bestimmt noch einmal 80.000 bis 100.000 Euro dazu. Ich wage zu behaupten, dass viele Autobesitzer auf noch deutlich höhere Kosten kommen.

Ein Auto kostet also viel, sehr viel Geld. Nun könnte man ja auf die Idee kommen, dass man das Geld einfach einsparen kann, wenn man eben kein Auto hat. Könnte man, macht aber keinen Sinn, denn auch ohne Auto kostet die eigene Mobilität und die der Familie Geld – und das nicht zu knapp. Man braucht eine Monatskarte für den öffentlichen Personennahverkehr, man braucht unter Umständen eine Bahncard. Klar braucht man hin und wieder einen Mietwagen, mal als Taxi, mal als Leihwagen. Man braucht auch sonst Fahrgeld und muss Lieferkosten bezahlen. Auch das Fahrrad kostet einiges, doch das haben die meisten Autofahrer ja ohnehin. Doch eines ist sicher, man braucht dafür mit Sicherheit auch über  einen Zeitraum von 60 Jahren keine 350.000 Euro oder mehr. Menschen in Städten sind da sicherlich deutlich besser dran, als solche, die auf dem Lande leben.

Man darf bei so einer Rechnung auch nicht vergessen, dass man mit dem eigenen teuren Auto viel flexibler ist. Mit dem eigenen fahrbaren Untersatz ist man auch deutlich schneller unterwegs. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, ist in nahezu allen Fällen länger unterwegs, als mit dem Auto. Wer also dem Auto den Kampf ansagt, muss genau das abändern. Der ÖPNV muss – was Zeit, Flexibilität und Komfort betrifft – dem Auto ebenbürtiges anbieten. Davon sind wir aber überall so weit entfernt wie von einer atomwaffenfreien Welt.

Es muss also jeder für sich entscheiden, ob er in seinem Leben für die eigenen Mobilität 350.000 oder mehr Euro ausgeben will oder viel Zeit in Wartehäuschen (so es die gibt) und in Bahn, Bus und was da noch öffentlich fährt, verbringen will. Allerdings weiß jeder, dass wir auch Zeit im Stau stehen. Das sind durchschnittlich 36 Stunden im Jahr. Großstädter stehen noch länger rum.

Keine einfache Entscheidung, die jeder je nach seiner individuellen Situation treffen muss. Es ist ziemlich sicher, dass es Lebensabschnitte gibt, da ist ein Auto die richtige Entscheidung. Doch es gibt eben auch andere. Mal einige Jahre auf das eigene Auto zu verzichten, schont den eigenen Geldbeutel und auch noch die Umwelt.

Einfacher ist jetzt meine Entscheidung für ein schönes Sonntagsfrühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Nicht extra mit dem Auto zum Bäcker fahren. Das verteuert die Brötchen nur unnötig.

 


Veröffentlicht am: 17.09.2017

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