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17.12.2017

 

 

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Jonglieren

... das Schlaumach- und Entspannungstraining

Zugegeben, als Kind begeisterten mich von den Zirkusartisten am meisten die Trapezkünstler. Ihre wagemutigen Kunststücke hoch oben in der Zeltkuppel schlugen mich in den Bann. Da es jedoch schwierig war, diese hohe Schule der Artistik im Spiel nachzuvollziehen, versuchten meine Freunde und ich uns gern im Jonglieren.

Hätte ich darauf doch nur mehr Energie verwendet: Denn wissenschaftliche Untersuchungen haben inzwischen erwiesen, dass das Werfen und Fangen mehrerer Gegenstände die Leistungsfähigkeit des Gehirns anregt. Was hätte mit mehr Jonglieren alles aus mir werden können …

Doch Spaß beiseite, tatsächlich stellten Forscher der Universität Regensburg bereits 2004 in einer Studie fest, dass Jonglieren nicht nur die Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit fördert, sondern zudem Konzentration, Sprachleistung und speziell die sogenannten räumlich-kognitiven Fähigkeiten. Bei Letzteren geht es vereinfacht formuliert um das räumliche Vorstellungsvermögen, eine kognitive Fähigkeit, die Menschen im Alltag ständig brauchen: beim Gehen, beim Anziehen, beim Schreiben, beim Tischdecken, beim Autofahren, bei allem, was mit räumlicher Orientierung und der Positionierung unseres Körpers in der Umwelt zu tun hat. Einschränkungen von räumlich-kognitiven Fähigkeiten wiederum gehen zum Beispiel häufig mit Einbußen bei der Gedächtnisleistung einher.

Mit Jonglieren lassen sich diese Hirnfähigkeiten deutlich steigern, das machten die wissenschaftlichen Untersuchungen deutlich. Konkret sorgen die Bewegungen beim Werfen und Fangen für eine bessere Durchblutung des Körpers sowie des Gehirns. Letzteres bekommt dabei mehr Sauerstoff zugeführt. Außerdem wird beim Jonglieren die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften stimuliert und ein bestimmtes Protein produziert, das neue Gehirnzellen wachsen lässt. In den Studien stellten die Forscher fest, dass sich bei Testgruppen die Gehirne der jonglierenden Probanden im Gegensatz zu denen der Nicht-Jongleure vergrößerten.

Damit wurde die These von Sportwissenschaftlern und Hirnforschern bestätigt, dass Bewegungssportarten schlauer machen, wenn bzw. weil dadurch beide Gehirnhälften angesprochen und in ihrem Zusammenspiel aktiviert werden. Das vereinfacht nach Auskunft der Wissenschaftler komplexe Denkprozesse, man wird ideenreicher und verbessert seine Sprachleistung. Durch regelmäßiges Jonglage-Training soll etwa die verbale Ausdrucksfähigkeit um bis zu 60 Prozent steigen.

Werden Menschen, die sich im Jonglieren üben, somit schlauer als andere? Nun, zumindest schaffen sie eine Voraussetzung dafür, indem sie die Leistungsfähigkeit ihres Gehirns trainieren. In jedem Fall fördert Jonglieren die Konzentration – und entspannt zugleich. Denn durch die gleichmäßigen, ruhigen Bewegungen werden Stresshormone im Körper abgebaut.

Und damit sind wir bei der Ausführung: Auch spätere Profi-Jongleure begannen meist mit einem Ball. Tun wir es ihnen nach. Mit einer Hand, sagen wir der rechten, werfen wir den Ball hoch, etwa auf Augenhöhe, und fangen ihn dann mit der Linken. Anschließend werfen wir den Ball umgekehrt wieder zurück – also hin und her. Dabei sollte man beide Hände nicht zu hoch nehmen. Wer eine gewisse Sicherheit erreicht hat, nimmt einen zweiten Ball hinzu. Die beiden Bälle werden nach dem gerade beschriebenen Ablauf der jeweils anderen Hand zugeworfen und aufgefangen. Also jede Hand wirft und fängt gleich anschließend einen Ball, so bekommen wir derer zwei in Bewegung. Dabei sollte man darauf achten, dass „der andere“ Ball immer dann hochgeworfen wird, wenn „der eine“ auf Augenhöhe den höchsten Punkt seiner Flugbahn gerade erreicht hat. Nach ein wenig Übung werden diese Bewegungsabläufe in der Regel schnell gleichmäßiger.

Das Jonglieren mit drei Bällen folgt dann im Grunde dem gleichen Prinzip, nur dass eine Hand mit zwei Bällen startet. Um die drei Bälle in Bewegung zu halten, ist zwar etwas Übung erforderlich, doch bis zum Erfolg dauert es meist nicht allzu lange. Und schon auf dem Weg dahin stellen sich die positiven Wirkungen ein, die das Jonglieren auf unser Wohlbefinden hat.

Viel Spaß und Erfolg!

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 18.09.2017

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