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19.10.2017

 

 

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Natur- und Kulturgenuss

Ausflug in den Elbe-Elster-Kreis

Das Elbe-Elster-Land liegt im Süden Brandenburgs. Es ist gut von Berlin aus zu erreichen. Die flache Landschaft eignet sich besonders gut zum Rad fahren, Skaten und Wandern. Über 400 km ausgebaute Radwege führen durch das weite flache Land, an Flussläufen entlang, durch Wald und Flur und an Städten und Ortschaften vorbei.

Es gibt thematische Radrouten von unterschiedlicher Länge. Gut ausgebaute Radwege führen durch naturbelassene Auen- und Waldlandschaften zu interessanten Ausflugszielen der Region. Sowohl auf dem „Fürst-Pückler-Weg“ als auch auf der „Kohle-Wind & Wasser-Radtour“, beides adfc-3-Sterne-Radwege, können Natur und Industriekultur erlebt werden. Sie führen durch Naturparks und folgen den Spuren der Bergbaugeschichte. In der Brikettfabrik „Louise“ wird der Weg der Rohkohle zum fertigen Brikett erlebbar.

Nach der Ersteigung der ehemaligen Förderbrücke F60, dem weltweit größten beweglichen Arbeitsgerät und mit inzwischen über 1 Million Besuchern eine Hauptattraktion in der Lausitz, kann man in 80 Metern Höhe Einblicke in ein Tagebaugebiet mit entstehenden See erhalten. Im ältesten erhaltenen Braunkohle-Kraftwerk in Plessa gibt es Kraftwerktechnik aus den Gründerjahren zu bestaunen. Zentraler Kreuzungspunkt der „Elsterradtour“ und des „Schwarze-Elster-Radwegs“ ist die Kurstadt Bad Liebenwerda mit der Lausitztherme Wonnemar, dem Lubwarturm und dem Kreismuseum.

Einen großen Teil des Reisegebietes nimmt der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ein. Vogelstimmen erkennen, seltene Pflanzen finden oder Tiere beobachten: Mit einem Ranger der Naturwacht geht es, ausgestattet mit Fernglas und Fotoapparat, raus in die Natur. Einzigartig ist das Niedermoorgebietes im Naturschutzgebiet „Der Loben“  zwischen den Orten Gorden, Hohenleipisch und Döllingen. Hier wurde in vergangenen Zeiten kleinflächig Ton für das heimische Töpfergewerbe und Moor für die Kuranwendung abgebaut.

Jetzt kann zu Fuß oder mit dem Rad die besondere Naturlandschaft entdeckt werden. An mit Baumskulpturen gekennzeichneten Aussichtspunkten und an einem Aussichtsturm werden die Besonderheiten an Infotafeln erläutert. Hier ist inzwischen sogar mit Hilfe schwedischer Tiere das Auerhuhn wieder erfolgreich angesiedelt worden. Die Naturwacht bietet das ganze Jahr über Ranger-ErlebnisTouren an. Terminanfragen richten Sie an die Naturwacht Brandenburg unter www.naturwacht.de Die Baumblüte im Frühjahr und die blühende Heide im Spätsommer ist auch mit Kremserfahren ein Erlebnis. Kanu- und Schlauchboottouren auf der Schwarzen und Kleinen Elster bieten auch den Wassersportlern ein besonderes Naturerlebnis im Elbe-Elster-Landes.

Wer es lieber weniger sportlich mag, lässt sich entspannt im traditionellen Spreewaldkahn durch den „Kleinen Spreewald“ in Wahrenbrück staken. Bei einem Besuch in der Lausitztherme Wonnemar in Bad Liebenwerda findet die ganze Familie Spaß und Erholung. Die Therme bietet eine ideale Kombination aus Wasserspaß, Wellness- und Beauty-SPA, Saunawelt und Gastronomie.

Während Ihres Besuchs im Elbe-Elster-Land locken viele gastronomische Betriebe mit ihren köstlichen Speisen und Getränken. Die Region bietet eine große kulinarische Vielfalt. Gaststätten der „Regionalen Speisekarte“  veredeln frische Produkte der örtlichen Bauern, Fischer und Jäger, würzen sie mit einer Rezeptur aus Tradition und Moderne und servieren kulinarische Köstlichkeiten. Auf der Speisekarte erfährt der Gast, woher das angebotene Steak stammt, wo Kartoffeln, Kohl und Spargel angebaut wurden oder wo die Bäume und Sträucher stehen, aus denen der angebotene Saft hergestellt wird. Besonders empfehlenswert sind in Finsterwalde das Brauhaus, eine Hausbrauerei mit ganz besonderen Bieren, und das Restaurant „Goldener Hahn“, ein Restaurant mit Sterne Küche, in Doberlug-Kirchain die „Klosterschänke“, ein Lokal in unmittelbarer Nähe zum Schloss mit guter Fischkarte, das „Quartier Rautenstock“ im früheren Kavaliershaus des Schlosses mit herausragendem Tortenangebot und das idyllische Gasthaus „Zur Waldhufe“.

Der besondere Reiz des Elbe-Elster-Landes spiegelt sich in der Mischung aus Natur und Geschichte wieder. Städte mit historischem Stadtkern bieten interessante Stadtrundgänge. In zahlreichen kleinen Städten werden in historischen Gebäuden in den Sommermonaten Konzerte und während des 19. Internationales Puppentheaterfestival  Aufführungen für groß und Klein geboten. Aber auch ehemalige Gutshöfe, Naturbühnen und Industrieobjekte bilden einen eindruckvollen Rahmen für Feste, Ausstellungen und Kabarett. In der Sängerstadt Finsterwalde wird neben dem großen alle zwei Jahre stattfindenden Sängerfest alljährlich der Gesangswettbewerb im Jazz/Rock/Pop-Bereich veranstaltet (17.-19. November).



In Deutschland einzigartige Museen gibt es in Finsterwalde, Bad Liebenwerda und Doberlug-Kirchheim. Das Sänger- und Kaufmannsmuseum in Finsterwalde befindet sich in einem ehemaligen Kolonialwarenladen. Als G. F. Wittke 1850 sein Material-, Tabak-, Cigarren- und Destillations-Geschäft - so seine Anzeige im Finsterwalder Wochenblatt - gründete, ahnte er wohl kaum, dass sein kleines Handelsunternehmen das Kernstück des 1981 gegründeten Kreismuseums Finsterwalde bilden würde. Der original eingerichtete Kaufmannsladen mit seinem Interieur der Gründerzeit und den Waren- und Werbeutensilien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist noch heute das Urbild des Tante-Emma-Ladens.

Der Einzelhandel und die damit verbundene Werbung bilden einen Schwerpunkt in den Ausstellungen des Finsterwalder Museums. Eine Drogerie mit Produkten der DDR-Zeit, historische Verkaufsautomaten und Werbeschilder und der alte Kaffeeröstofen der Fa. Wittke setzen das Thema fort. Nicht nur Kinder werden sich für die Ausstellung mit etwa 40 Puppenkaufläden interessieren. Natürlich fehlen auch die berühmten Finsterwalder Sänger nicht. Entstehungsgeschichte und Wirkung des Sängerliedes lassen sich an Hand vieler Objekte genauso nachvollziehen, wie das Lied in verschiedenen Varianten zu hören ist. Darüber hinaus zeigt das Museum eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte des Chorgesanges von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart.



Im Kreismuseums Bad Liebenwerda führt das Marionettentheatermuseum durch die Geschichte des mitteldeutschen Wandermarionettentheaters des Elbe-Elster-Landes. Die Region im Südwesten des Landes Brandenburg gilt als die Wiege des sächsischen Wandermarionettentheaters am Ende des 18. bzw. zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Von hier zogen reisende Marionettenspieler mit ihren Wohn- und Packwagen vom Frühjahr bis zum Herbst von Dorf zu Dorf, um auf den Gasthofsälen mit ihren prächtig gestalteten, in barocker Tradition gehaltenen Bühnen den einfachen Mann auf dem Lande mit dem Spiel am seidenen Faden zu begeistern. Neben zahlreichen Marionetten und Dokumenten zum Leben reisender Puppenspieler, die in der Ausstellung zu sehen sind, beleuchtet die Ausstellung das Lebensumfeld jener Komödianten. Demnächst wird das Museum neu konzipiert, durch den Ankauf einer Marionettensammlung internationaler gestaltet.



Das Museum Schloss Doberlug beherbergte 2014 die Erste Brandenburgische Landesausstellung. Sie erzählte unter dem Motto „Wo Preußen Sachsen küsst“ die wechselvolle Geschichte Brandenburgs und seines südlichen Nachbarn. Das Thema traf den Nerv, denn immerhin besuchten nahezu hunderttausend Gäste die hochkarätige Präsentation. Bedeutendstes Ausstellungsstück war aber das Schloss selbst. Im Ensemble mit der benachbarten Kloster- und Schlosskirche und dem Refektorium des einstigen Zisterzienserklosters erstrahlte das großartige vierseitige Renaissancegebäude nach jahrelanger aufwändiger Sanierung und Restaurierung als sächsische Perle Brandenburgs in ungeahnter Vitalität.

Auch nach der Landesausstellung ist das Schloss ein attraktives Museum, dessen Ausstellungsprofil durch die spannende Kloster-, Schloss- und Ortsgeschichte und die brandenburgisch-sächsischen Beziehungen  geprägt wird. Bei Führungen durch das Gebäude werden die Zeitschichten von den Anfängen als Abtshaus, über den Herrschaftssitz der Adelsfamilie von Gersdorff, der Residenz der Herzöge von Sachsen-Merseburg bis hin zur Kaserne der Nationalen Volksarmee nacherlebbar. Gleichzeitig empfiehlt sich eine Visite der benachbarten Kloster- und Schlosskirche, deren Ursprünge bis ins Jahr 1184 zurückreichen. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt sie der 1909 abgeschlossenen eindrucksvollen historisierenden Umgestaltung, wobei ihr romanischer Kern und Stilelemente der verschiedenen Nutzungsepochen erhalten blieben.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den sehr informativen Seiten des Tourismusverbandes Elbe-Elster.

Autoren:
Jörg Raach/Julia Kratzer
Quelle/Fotos: www.elbe-elster-land.de

 


Veröffentlicht am: 19.09.2017

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