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19.10.2017

 

 

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Wein für die Seele

Mit dem Weingut Franz Schindler in die kalte Jahreszeit

„Der Nebel steigt, es fällt das Laub; schenk ein den Wein, den holden, wir wollen uns den grauen Tag vergolden […]“. So heißt es in Theodor Storms „Oktoberlied“ und seine Worte haben bis heute bestand.

Wenn mit dem letzten Blatt die Außen-Temperatur fällt, suchen wir kuschelige Rückzugsorte, herzhaftes Seelenfutter und dazu gerne ein Glas Rotwein. Winzer Ferry Schindler weiß, welcher Wein uns gut in die frostigen Tage begleitet.

Der Herbst gehört für Ferry Schindler zu den schweißtreibenden Jahreszeiten. Denn dann heißt es, die Schätze des Sommers zu ernten und zu verarbeiten. Der Muskat Ottonel wird als Erster geerntet. Merlot oder Blaufränkischer bleiben bis zum letzten Moment an der Rebe, um ihre gesamte Kraft entfalten zu können. „So schmeckt man die ganze Gewalt der Frucht im Glas und das ist genau das, was wir jetzt brauchen“, erklärt der Winzer aus Mörbisch am See. „Weiß- oder Roséweine sind klassische Sommerweine. Sobald das Wetter umschlägt steigt die Nachfrage nach unseren roten Herbstweinen, leicht und samtig, wie Zweigelt oder ein würziger Blaufränkischer.“

Pilz, Wild und Schokoladendessert geadelt mit dem richtigen Wein

Auch bei höchster Qualität gilt: ein guter Wein ist nur so gut wie sein Sparringspartner. Die Sommer-Küche braucht leichte Weine, ab dem Herbst wird es deutlich deftiger. Pilzgerichte sind beliebte gegen den Winterblues, vor allem selbst gesammelt. Ferry Schindler empfiehlt zur cremigen Steinpilzsauce mit Steak und Kartoffelrösti einen schweren Rotwein, wie die Lehmgrube Blaufränkisch.

Für Fleischliebhaber beginnt nun die Zeit der Wildgerichte. „Es kommt ja immer darauf an, wie man etwas zubereitet“, antwortet Ferry Schindler auf die Frage nach dem passenden Wein. „Aber bei einem schönen Wildgericht, wie rosa gebratene Rehkeule mit Zimt-Blaukraut und Spätzle muss ein dunkler Rotwein getrunken werden, auf keinen Fall ein Bier“, lacht der leidenschaftliche Winzer. Er selbst würde hier zum Beispiel eine Flasche Cuvée d´Or öffnen.

Rotwein ergänzt sich aber auch perfekt zum schokoladigen Snack. Schokocreme, -trifle, -pudding oder crumble oder auch einfach ein Stück Vollmilchschokolade sind wahrhaftes Gute-Laune-Futter. Wird der Wein mit einer Süßspeise kombiniert, darf dieser jedoch auf keinen Fall süßer sein als der Nachtisch selbst, sonst geht das Dessert unter. Ein typischer milder Rotwein wie der Zweigelt Selection passt zum Beispiel wunderbar in den schokoladigen  Reigen.

Warum macht Wein glücklich?

Der Wein begleitet die Menschheit seit tausenden von Jahren. War es früher der Trank der Götter, gönnen auch wir Sterblichen uns inzwischen gerne ein Gläschen. Wein macht glücklich, so der Volksmund. „Und das stimmt“, bestätigt Ferry Schindler. „Man könnte das jetzt auf die verschiedensten Inhaltsstoffe und chemischen Verbindungen im Rotwein schieben und ein Stück weit wissenschaftlich erklären, aber ich mache das viel einfacher und schneller: Wein macht glücklich, weil man für gewöhnlich in guter Stimmung und Gesellschaft beinander ist, wenn man eine gute Flasche Wein öffnet. Somit ist Wein in unseren Köpfen mit positiven Empfindungen verknüpft.“ Und was trinkt der Winzer selbst, wenn die Ernte eingefahren ist und er einmal die Füße hochlegen kann? „Auch ich bevorzuge jetzt die Roten. Am liebsten mit vollem Körper aber nicht zu sehr den Gaumen fordernd. Unsere Cuveé Ferry aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah, 24 Monate im 2-jährigen Barriques gereift, ist wirklich einer meiner Lieblinge und das nicht nur wegen dem schönen Namen.“

Die roten Herbstweine aus dem Weingut Franz Schindler

Lehmgrube Blaufränkisch 2013 – Der Wein wird bis zu 24 Monate in neuen und 1-jährigen Barriques gelagert. Die reife würzige Beerenfrucht stammt aus dem ältesten Weingarten des Weingutes und entwickelt durch ihre lange Fassruhe mächtiges Holz und kräftige Struktur.

Cuvée D‘Or 2013 – Das Aushängeschild des Weinguts vereint erlesenstes Traubenmaterial von Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Merlot. Kraft und Potential zeichnen diesen Wein aus. In der Nase liegt eine Kombination von schwarzen Beerenfrüchten mit angenehmer Holz–Toasting–Note. Eine im Mund unbändig wirkende Wucht und der grandiose Abgang machen den Wein zu einem der großen Österreichs!

Zweigelt „Selection“ 2015 – Im Gegensatz zu den anderen holzgereiften Weinen aus dem Hause Schindler, bleibt der Zweigelt nur um die zwölf Monate im großem Fass. Heraus kommt ein violett schimmernder, zart fruchtig-würziger Rotwein, der wunderbar zu Fleischgerichten passt.

L’esprit Ferry 2013 – Diese Cuvée aus Blaufränkisch, Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot, darf zwei Jahre in Barriques reifen. Dadurch ist das Holz harmonisch im Wein eingebunden. Das Holz hält sich dezent im Hintergrund, verleiht dem Wein aber internationalen Flair! In der Nase erkennt man sofort die vordergründige Frucht und Würzigkeit der verschiedenen Sorten.

Foto: Weingut Franz Schindler

 


Veröffentlicht am: 21.09.2017

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