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Morgengruß von Helmut Harff: Unterwegs

... in Chemnitz

Ich bekam vor einiger Zeit die Einladung zu einer Gruppenpressereise nach Chemnitz. Dann eine Mail mit einer Absage. Das heißt in der Regel, wir sind voll und du bist nicht dabei. Diesmal gab es aber nicht genug Kollegen, die ins ehemalige Karl-Marz-Stadt reisen wollten. Also nahm ich das Angebot für eine individuelle Pressereise an.

Als ich in die Stadt fuhr, meinte ich, dass sich die Kollegen wohl zu Recht gegen diese Reise entschieden haben. Es sah aus, wie es in der Peripherie vieler ostdeutscher Städte aussieht. Um es kurz zu machen, es sieht schrecklich aus. Irgendwie wurde mir klar, dass es viel zu viele Menschen im Osten gibt, die sich einfach abgehängt fühlen müssen.

In der Innenstadt sah es dann auch wie in vielen vergleichbaren Städten im Osten aus: Nachwende-Bausünden wohin das Auge blickt. Wobei Chemnitz noch viel mehr Altlasten zu schultern hat, als die meisten vergleichbaren Städte. Chemnitz wurde im 2. Weltkrieg zu achtzig Prozent zerstört. Dann kam die sozialistische Abrissbirne und der Umbau zur sozialistischen Vorzeigestadt - Karl-Marx-Stadt eben.

Doch das ist sozusagen der erste Blick. Ich wage - unterstützt von einem schön ausgedachten Programm - einen zweiten Blick. Und siehe da, die sächsische Universitätsstadt hat einiges zu bieten. Chemnitz bezeichnet sich ja selber als Stadt der Moderne. Gemeint ist die moderne Kunst, beginnend so mit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Der bekannteste Sohn der Stadt ist der expressionistische Maler Karl Schmidt-Rottluff, der seinen Allerweltsnamen mit dem Namen seines Wohnortes Rottluff - eines Bezirkes von Chemnitz - aufhübschte. Viele seiner Werke sind in den Kunstsammlungen Chemnitz zu bewundern.

Bewundern muss man auch die topsanierte Villa Esche. Der Chemnitzer Strumpffabrikant Esche beauftragte den belgischen Architekten und Designer Henry van de Velde. Der zeigte, was so um 1902 alles technisch und künstlerisch möglich war. Es entstand ein einmaliges Gesamtkunstwerk.

Ein Gesamtkunstwerk ist auch das Sächsische Industriemuseum Chemnitz. Das so ein Museum in die ehemalige Industriemetropole gehört, versteht sich von selbst. Nicht nur die Exponate überzeugen, es ist vor allem das ungewöhnliche Museumskonzept. Das kann man so kurz gar nicht erklären, das muss man erleben.

Es zeigt sich, dass man sich wie meist im Leben nicht vom ersten Eindruck "blenden" lassen sollte. Zumindest auf Chemnitz lohnt ein zweiter und dritter Blick. Hier gibt es vieles zu entdecken und ich mache mich nach meinem Frühstück im Hotel "Biendo" unweit vom monumentalen Karl-Marx-Denkmal wieder auf.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und demnächst einen interessanten Besuch in Chemnitz.

 


Veröffentlicht am: 23.09.2017

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