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18.10.2017

 

 

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Tiefe Schluchten und lichte Höhen

Hessens Wandersteige

Das Laub verfärbt sich und verwandelt die Natur in ein prächtiges Farbenmeer: Der Herbst ist die schönste Jahreszeit für Wanderungen durch Hessens vielfältige Landschaften.

Von der Bergstraße über den Odenwald bis zum Edersee, von der Rhön über den Vogelsberg bis ins Lahntal – auf zahlreichen Wandersteigen können Besucher die hessischen Regionen aktiv erleben.

Unter www.hessen-tourismus.de stellt die HA Hessen Agentur einige Tourentipps für Herbstwanderungen in den elf hessischen Wanderregionen vor. Hier kann auch eine Wanderkarte bestellt werden, die eine Übersicht über ausgewählte Qualitätswanderwege in Hessen gibt.

Herbstliches Rothaargebirge: der Uplandsteig bei Willingen im Sauerland

Abenteuer und Naturromantik machen den faszinierenden Reiz des Uplandsteigs aus. Auf 66 Kilometern führt der Steig auf perfekt gepflegten und dennoch naturbelassenen Wanderwegen vorbei an Moorwiesen, Abhängen und Seeufern durch Laub-, Tannen- sowie Mischwald bis auf die höchsten Gipfel des Sauerlandes. Wanderer erleben so ein ungeahntes Abwechslungsreichtum mit Sinneseindrücken für Auge, Ohr und Nase. Der Uplandsteig bei Willingen in der GrimmHeimat NordHessen ist anspruchsvoll, denn es gilt insgesamt rund 1.500 Höhenmeter zu meistern. Allein auf den ersten 15 Kilometern wartet eine Höhendifferenz von rund 450 Metern.

Ausgezeichnet vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“, ist der Weg mit einem weißen „U“ auf schwarzem Grund markiert. Eine Kilometerangabe sowohl in der Wanderkarte als auch am Steig hilft bei der Orientierung. Der Uplandsteig kombiniert die unterschiedlichsten Naturlandschaften des Hochsauerlandes mit über 40 schönen Aussichtspunkten und unvergesslichen Naturdenkmälern. Besonderes Highlight ist neben der Sumpf- und Moorlandschaft mit den darin heimischen Orchideen auch das Naturschutzgebiet der Hochheide, die zu den beeindruckendsten Deutschlands zählt.

Sagenhafte Wanderung durch den Odenwald: der Nibelungensteig

In Wanderschuhen in die Welt der Sagen und Mythen eintauchen: Auf dem Nibelungensteig, einem insgesamt 130 Kilometer langen, mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierten Fernwanderweg, folgen Aktive den Spuren Siegfrieds durch den Odenwald. Ab Zwingenberg an der Bergstraße führt der Steig mit über 4.000 Höhenmetern über die Höhen und Täler des Odenwaldes und streift dabei die Kurorte Lindenfels und Grasellenbach. Durch den steten Wechsel bergauf und bergab, handelt es sich um einen der herausforderndsten Wanderwege in der gesamten Region. Belohnt werden Wanderer mit geologischen, naturräumlichen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sowie traumhaften Bilderbuchpanoramen im Wechsel mit schattigen Waldpassagen auf weichen Pfaden. Von den Höhen bieten sich faszinierende Ausblicke und erlebnisreiche Wegabschnitte führen vorbei an sagenumwobenen Steinformationen sowie durch kleine und große Felsenmeere. Gekennzeichnet ist der Nibelungensteig mit einem roten „N“ auf weißem Hintergrund. Neben der Hauptstrecke gibt es eine 28 Kilometer lange und über 620 Höhenmeter umfassende Variante, die von Hüttenthal nach Erbach verläuft und anschließend nahe dem Ortsteil Bullau wieder auf den Hauptsteig einsteigt.

Vulkan Vogelsberg pur: Felsentour Herbstein

Felsbrocken in allen Größen: Die Felsentour Herbstein führt Wanderer auf 19 Kilometern durch den lange erloschenen Vulkan Vogelsberg. Unterwegs begegnen ihnen zu Basalt erstarrte Lava in allen Größen und Formen. Der mit dem grün-roten Logo des Vulkans Vogelsberg markierte Weg erschließt drei große Basalt-Durchbrüche, unterbrochen von lieblichen Wiesenlandschaften, kleinen Seen und schönen Ausblicken in die Region. Mit einer Höhendifferenz von 300 Metern, ist die rund fünfstündige Tour auf überwiegend naturbelassenen Wegen auch für Anfänger gut geeignet. Beginn ist am Parkplatz des Kolping Feriendorfes.

Auf dem Spessartbogen durch das Kinzigtal

Der 90 Kilometer lange Premiumwanderweg Spessartbogen führt über gut markierte Naturwege und Pfade von Langenselbold bis nach Schlüchtern und erfreut Genusswanderer mit schönen Landschaftsblicken. Der Beginn ist am Parkplatz Buchberg in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Langenselbold. Die Wegmarkierung ziert das Logo des Spessartbogens, das ein gelbes Rechteck mit blauen Strich und grünem Halbkreis ist. Der Spessartbogen kann sowohl „auf eigene Faust“ als auch mit einem Wanderführer erkundet werden und lässt sich in vier Abschnitte teilen, die in beide Richtungen wanderbar sind. Unterwegs passieren Wanderer zahlreiche Attraktionen, wie beispielsweise Deutschlands längsten Barfußpfad in Bad Orb sowie den kostenfreien Tierpark Eidengesäß. Einer der landschaftlich schönsten Abschnitte des Weges führt ab Mernes durch das Tal des Rohrbaches mit unverwechselbaren Schluchten und zahlreichen Biberbauten. Ein aktuelles Projekt „Waldkunst“ ermöglicht Naturliebhabern mit den derzeit drei temporären Baumbemalungen von Faxe M. Müller eine ganz neue visuelle Wahrnehmung des Waldes. Am Ziel angekommen, erwartet Wanderer der über 1000 Jahre alte und staatlich anerkannte Luftkurort Schlüchtern mit einer malerischen Altstadt. Neben dem Spessartbogen gibt es noch sechs Tages-Rundtouren, die sogenannten Spessartfährten, die mit zehn bis zu 16 Kilometern Länge das Wanderangebot in malerischer Landschaft abrunden.

Panoramablick in die offenen Fernen der Rhön: der Hochrhöner

Seit über zehn Jahren erleben Wanderer auf dem rund 180 Kilometer langen Hochrhöner-Wanderweg abwechslungsreiche Landschaften mit eindrucksvollen Panoramablicken, durchqueren urwüchsige Natur mit Basaltkegeln, Hochmooren, Bachläufen, Wäldern und Bergwiesen. Ausgezeichnet als Premiumwanderweg gehört der Hochrhöner zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands. Mit einem „Ö“ als Markierung führt er quer durch das UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Wanderer haben unterwegs die Wahl zwischen zwei Varianten: Die Ostroute führt über das Plateau der Langen Rhön, die Westroute über die Kuppenrhön. Zu den besonderen Highlights entlang der Route zählen die Panoramaliegen auf der Wasserkuppe mit Blick über die offenen Fernen der Rhöner Kuppen. Internationale Bekanntheit erlangt der Weg als „Top Trail of Germany“ – einer von 16 Spitzenwanderwegen, die mit Vielseitigkeit, Wandererlebnissen und Genuss überzeugen.

Nordhessische Fjorde: der Urwaldsteig Edersee


Auf 68 Kilometern verläuft die Hauptroute des Urwaldsteigs durch unberührte Natur entlang der Steilhänge rund um den Edersee, der sich fjordartig durch die Täler des Ederberglandes zieht. Schmale Pfade leiten die abenteuerlustigen Wanderer über Stock und Stein, vorbei an moosbewachsenen Felsblöcken und knorrigen Eichen und Buchen. Südlich des Edersees führt der bereits viermal als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnete Urwaldsteig durch die UNESCO Weltnaturerbefläche des Nationalparks Kellerwald-Edersee mit seinen alten und wilden Buchenwäldern. Unterwegs gibt es für Wanderer immer wieder grandiose Ausblicke auf den 27 Kilometer langen Edersee, einen der größten Stauseen Europas. Die Kennzeichnung des Urwaldsteiges ist ein blauer Kreis mit weißer Beschriftung.

Von Darmstadt zum Heidelberger Schloss: der Burgensteig Bergstraße

„Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden“, schwärmte schon Kaiser Joseph II., als er im 18. Jahrhundert entlang der Bergstraße reiste. Der mit dem Symbol einer blauen Burg auf weißem Grund gekennzeichnete ‚Burgensteig Bergstraße‘ gehört zu den längsten und anspruchsvollsten in der Republik. Er führt auf einer Wanderstrecke von 115 Kilometer von Darmstadt nach Heidelberg, mit Abstechern in den vorderen Odenwald. Die Strecke ist gesäumt von Burgen und Schlössern und bietet unvergleichliche Ausblicke in die Rheinebene sowie Seitentäler des Odenwalds. Insgesamt 3.650 Höhenmeter geben dem Weg einen hohen sportlichen Anspruch. Zuvor zugewachsene und vergessene Wege wurden 2015 wieder begehbar gemacht und landschaftlich besonders reizvolle, urige und anspruchsvolle Stellen wurden mit einbezogen. Entlang des Steigs lohnt sich an der nördlichen Bergstraße ein Besuch der Mathildenhöhe, denn in der Stadt Darmstadt leben noch heute die Künste und der Jugendstil. Mit dem UNESCO Welterbe Kloster Lorsch liegt ein weiterer Schatz der Menschheitsgeschichte direkt an der Bergstraße.

Historisch und landschaftlich wertvoll: der Einhardweg


Der Einhardweg ist die Altwegverbindung zwischen Seligenstadt und Michelstadt. Der landschaftlich reizvolle Wanderweg hat historische Bedeutung und verbindet die beiden romantischen Fachwerkstädte miteinander. Die 60 Kilometer lange Strecke ist mit einem weißen „E“ auf rotem Untergrund gekennzeichnet und lässt sich in beide Richtungen bewandern. Der wiederentdeckte Weg wurde im Jahr 828 n. Chr. von dem am Main geborenen Gelehrten Einhard genutzt, der unter anderem die Biografie von Karl des Großen schrieb, um auf verschwiegenen Wegen in Rom gestohlenen Reliquien von Michelstadt nach Seligenstadt zu bringen. Die beiden hessischen Städte vereint nicht nur das Fachwerk inmitten malerischer Altstadtgässchen und zwei berühmte Einhardbasiliken, sondern auch die Bierbraukunst, in deren Genuss Wanderer nach der Tour kommen können. Im Odenwald teilt sich der Einhardweg: Ein Weg verläuft über die Höhen des Mümlingtales abseits belebter Strecken durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Der zweite Weg führt über Höchst und ist kürzer und bequemer. In Mosbach vereinen sich beide Wege wieder und leiten Wanderer bis nach Seligenstadt.

Historische Entdeckungsreise: der 3BURGENWEG durch den hessischen Taunus

Der 3BurgenWeg verbindet in etwa drei bis vier Stunden Wanderzeit drei bedeutende Burgen des Taunus, die auch besichtigt werden können: die Königsteiner Burgruine, die Burg Falkenstein sowie die Burg Kronberg. Der elf Kilometer lange Rundweg macht so die historische Kleinlandschaft des Mittelalters erfahrbar. Unterwegs bieten sich Wanderern neben der besonderen, teilweise unter Naturschutz stehenden Flora und Fauna, auch zahlreiche schöne Aussichtspunkte mit zum Teil atemberaubenden Ausblicken auf die Rhein-Main-Ebene, den Flughafen Frankfurt sowie den Odenwald.

Durch die wildromantische Margaretenschlucht im Odenwald

Der Margaretenschluchtpfad führt Wanderer teilweise über Felsstufen an Steilwänden durch die wildromantische Schlucht entlang des steilabfallenden Flursbachs, der sich eng in den Buntsandstein eingeschnitten hat. Über acht Wasserfallstufen strömt das Wasser dem Neckar zu. Auf der rund vier Kilometer langen Tour bieten sich beeindruckende Ausblicke über das Neckartal sowie auf den Mittelberg und wer etwas Glück hat, sieht einen der in der besonderen Vegetation des Schluchtwaldes heimischen Feuersalamander. Zudem informieren zehn Stationen entlang des Rundweges über die geologische Entwicklung von Neckartal und Margaretenschlucht sowie die erdgeschichtliche Entstehung der 250 Millionen Jahre alten Buntsandstein-Schichten.

Der Habichtswaldsteig: Wandervergnügen auf 85 Kilometern

Für die einen liegt er im Norden Hessens, für die anderen in der Mitte Deutschlands: der Premiumwanderweg Habichtswaldsteig. Seinen Anfang nimmt der rund 85 Kilometer lange Steig am Edersee und verläuft anschließend durch den Naturpark Habichtswald mit seinen vielfältigen Landschaften, Burgen und kleinen Fachwerkorten. Höhepunkte entlang der Strecke sind neben der Weidelsburg – Nordhessens größter Burgruine – auch der Herkules als bekanntestes Wahrzeichen Kassels sowie die beeindruckenden Magerrasen und Basaltkuppen des Hohen Dörnbergs. Gekennzeichnet ist der Habichtswaldsteig mit einem weißen Habichtskopf auf purpurnem Grund. Ergänzt wird er durch insgesamt acht Extratouren, die als Tages- und Halbtagestouren buchbar sind. Besucher haben beim Wandern die Möglichkeit die Region näher kennenzulernen, in der sich bereits die Brüder Grimm wohl fühlten und Ideen für ihre Märchen sammelten.

Vor den Toren der Mainmetropole: der Taunus Schinderhannes Steig

Direkt vor den Toren Frankfurts führt der Taunus Schinderhannes Steig Wanderer durch ein einzigartiges Mittelgebirge, das Natur mit Gastlichkeit und Erreichbarkeit verknüpft. Der 38 Kilometer lange Premiumwanderweg beginnt in Kelkheim. Er läuft durch Wälder und Wiesen über den Taunuskamm und passiert geschichtliche Höhepunkte wie den Limes oder die Burg Eppstein. Das Wandererlebnis mit zahlreichen Fernblicken ist ein Spiegel des Taunus, der auf seiner ganzen Länge die Vielfalt dieser Region abbildet.

Weitere Informationen zu Hessens Wandersteigen finden Interessierte hier.

 


Veröffentlicht am: 28.09.2017

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