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Morgengruß von Helmut Harff: Theater, Theater

... der Vorhang geht auf

Es gibt wohl kaum ein Land auf der Welt wo sich so oft für das Publikum der Theatervorhang öffnet, wie in Deutschland. Das, obwohl die Theaterlandschaft garantiert nicht wächst.

Theater, das gehört für mich ganz oben auf die Liste, wenn es darum geht, was deutsche Leitkultur ist, was uns mehrheitlich ausmacht. Das Theater gehört einfach zu unserem Leben. Das behaupte ich, wohl wissend, dass längst nicht alle Deutschen ins Theater gehen, noch nie im Theater waren. Doch das ist wie mit dem Fußball. Auch der gehört zu Deutschland, sehr viele waren aber auch noch nie im Fußballstation.

Obwohl beides stimmt, fängt es dann an schief zu werden. Der Fußball füllt viele Stunden Fernsehsendezeit - auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das gerade sehr in die Kritik geraten ist. Hier wäre ja mal eine Chance, sich von den Privatsendern abzusetzen. Während die für teures Geld Fußball übertragen, senden ARD und ZDF Berichte über Theateraufführungen, übertragen zur besten Sendezeit Vorstellungen und sprechen darüber mit Experten.

Das ist sicherlich wesentlich preiswerter als Fußball zu übertragen und würde auch dem Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medien entsprechen. Die Theater würden gleich zweifach davon profitieren. Sie bekämen kostenlose Werbung und  - genau wie im Fußball - Gelder für die Aufzeichnungen.

Ganz toll wäre es, wenn man nicht nur von den Spitzenhäusern, den Theaterschlachtschiffen, berichten würde, sondern auch von ganz kleinen Bühnen, wie dem kleinsten Stadttheater Deutschlands, dem in Naumburg - im schönen Weinanbaugebiet Saale-Unstrut.

Ich sprach gestern mit dem Intendanten  - einem theaterbesessenen Berliner - und er sprühte von Ideen für sein Haus mit 11 Mitarbeitern, darunter drei Schauspieler und eine Schauspielerin. Es ist schon erstaunlich, unter welchen Umständen Menschen Theater machen - und das machen sie auch noch verdammt gut.

Wenn hier, wie bei vielen anderen Bühnen, ein kleiner Teil unserer Fernsehgebühren landen würde, wäre viel mehr für unsere Kultur, für unser Land getan, als irre Summen für Sportübertragungen zu zahlen.

Doch ich sehe längst nicht nur die Medien in der Pflicht, viel mehr für die sehr vielfältige Theaterlandschaft in Deutschland zu tun. Es darf einfach keine Frage sein, ob man ein Theater braucht. Man braucht es, wir brauchen es und es ist mindestens so wichtig wie der Fußball. Alle, die über die Geldtöpfe wachen, aber auch die, die Krokodilstränen darüber vergießen, dass die AfD so stark geworden sind, sollten dafür sorgen, dass die Theater gut ausgestattet sind und dass sich alle Menschen einen Theaterbesuch leisten können.

Vielleicht noch eine Anmerkung: Die friedliche Wende in der DDR war zu weiten Teilen auch ein Verdienst von Künstlern, darunter vielen Schauspielern.  So wichtig kann Theater sein.

Bevor ich mich mit dem Intendanten vom Theater Bad Lauchstädt treffe, werde ich im wunderschönen Berghotel zum Edelacker in Freyburg frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und demnächst viel Spaß im Theater.

 


Veröffentlicht am: 28.09.2017

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