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23.10.2017

 

 

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Die Mehrheit der Deutschen liest regelmäßig

Nur jeder Achte liest nie

Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage im September 2017 1.031 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zu Leseverhalten und Büchervorlieben befragt.

Die Studie untersuchte, wie häufig gelesen wird, welche Genres am beliebtesten sind und wie weit Papierbücher, E-Books und Hörbücher verbreitet sind. Darüber hinaus wurde erhoben, welche Bezugsquellen für Bücher die Verbraucher nutzen und anhand welcher Kriterien sie ihre Literaturauswahl treffen.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Buch nicht tot. 61 Prozent der Deutschen schmökern regelmäßig in Belletristik oder Sachbüchern, nur eine Minderheit von 13 Prozent liest überhaupt nicht. Allerdings ist ein Abwärtstrend zu erkennen: während bei den 50-59-Jährigen 28 Prozent täglich oder fast täglich lesen, sind es bei den 18-29-Jährigen nur noch 15 Prozent. Des Weiteren zeigt sich ein klares Einkommensgefälle: Während über die Hälfte der Geringverdiener mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.100 Euro selten oder nie nur zum Buch greift, trifft dies nur auf ein knappes Drittel der Personen in den Einkommensklassen ab 4.000 Euro zu.

Am beliebtesten ist das Genre Krimi, für das sich 50 Prozent der Leser begeistern können, gefolgt vom Thriller, den sich 46 Prozent gerne zu Gemüte führen. Auf Platz drei folgt mit dem Ratgeber die beliebteste Sachbuchkategorie, die 32 Prozent der Deutschen gerne lesen. Dahinter offenbaren sich im Ranking deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während Frauen gerne zum Liebes- und zum Historischen Roman greifen, stehen bei Männern Sachbücher zu Wissenschaft und Technik sowie zu Politik und Zeitgeschichte an vierter und fünfter Stelle.

Das Papierbuch bekommt dabei zunehmend Konkurrenz durch E-Books und Hörbücher. Neun von zehn Lesern nutzen zwar nach wie vor das klassische Druckerzeugnis, allerdings laden sich auch zwei von fünf Bücherfans E-Books herunter und fast jeder Vierte spielt Hörbücher ab. Die Audio-Literatur spricht vor allem die Mittzwanziger an, von denen ein gutes Drittel seinen Lesestoff anhört. E-Books sind vor allem in den höheren Einkommensklassen beliebt, hier nutzt fast die Hälfte die elektronische Lese-Option.

Der Online-Handel hat die stationäre Buchhandlung als wichtigste Bezugsquelle für Bücher abgelöst, allerdings werden beide Kanäle noch nahezu parallel genutzt. 76 Prozent der Verbraucher bestellen Lesestoff im Internet und 67 Prozent suchen dafür ein Fachgeschäft in der Stadt auf. Dabei spielen offenbar nicht die besseren Online-Vermarktungsmöglichkeiten die Hauptrolle, denn das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Literaturauswahl ist für 43 Prozent immer noch die Inhaltsbeschreibung auf dem Buch.

Auf die Empfehlungen und Bewertungen im Online-Handel vertrauen 27 Prozent der Leser, die Ratschläge von Buchhändlern und Bibliothekaren ziehen nur 24 Prozent in Betracht. „Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, muss der stationäre Buchhandel seinen Kompetenz- und Beratungsvorteil besser ausspielen“, so Studienleiter Kolja Turkiewicz von SPLENDID RESEARCH.

 


Veröffentlicht am: 06.10.2017

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