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21.11.2017

 

 

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Bunker, Gruften und Katakomben

Abtauchen in Hessens Unterwelten

Hessen hat noch weitaus mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Unter unseren Füßen befindet sich eine verborgene Welt, die es zu entdecken gilt. Bei Besichtigungen von Bunkern, Gruften, Bergwerken, Stollen, Katakomben und Höhlen eröffnen sich spannende Einblicke in die Historie der hessischen Regionen.

Mit dabei sind Touren für Abenteurer, Geschichtsinteressierte, Höhlentaucher und Mutige – Erlebnisse, die keiner so schnell vergisst. Unter www.hessen-tourismus.de stellt die HA Hessen Agentur GmbH einige Tipps zum Entdecken von Hessens Unterwelten vor.

Auf Tauchgang in Willingens Unterwelt: Besucherbergwerk Schiefergrube „Christine“


Seit gut 100 Jahren kann die Schiefergrube „Christine“ im nordhessischen Willingen unter fachmännischer Führung besichtigt werden. Hier erfährt der Besucher Wissenswertes sowohl zur Entstehung und zum Abbau von Schiefer als auch zur Verarbeitung und Verwendung des Schiefers über Tage. Sogar Taucher kommen hier auf ihre Kosten. An einer 1,2 Kilometer langen Führungsleine können ausgebildete Höhlentaucher die gefluteten Sohlen erforschen. Das Scheinwerferlicht legt das Geheimnis der Unterwelt frei und macht Kleidungsstücke, Schuhe, Flaschen, Werkzeug, Rohre, Schienen und Loren sichtbar.
Öffnungszeiten: November bis März: Mittwoch - Sonntag 10 und 11 Uhr; April bis Oktober: Mittwoch - Samstag um 10, 11, 15 und 16 Uhr; Sonntag 10 und 11 Uhr. Eintritt für Erwachsene 3,50 Euro, für Kinder (4-12 Jahre) 2 Euro.

Herbststein – Reise in die vulkanische Vergangenheit

Die Stadtführung in Herbststein beginnt am Marktplatz und führt hinab in das geheimnisvolle unterirdische Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert. Nicht nur kulturgeschichtlich als einziges Relikt der nicht mehr vorhandenen Burg interessant, eignet sich das Gewölbe auch hervorragend, um die vulkanische Vergangenheit des Vogelsbergs nachvollziehen zu können. Im Burggewölbe angekommen, haben Besucher eine 360 Grad Ansicht auf erkaltete Lavaströme des Vogelsberges. Wie bei einem Doppelkeks mit Füllung sind in den Wänden abgelagerte vulkanische Aschen zu sehen, die durch explosive Vulkanausbrüche der Umgebung bedeckt wurden. Der obere Lavastrom hat diese Aschen beim Darüberfließen mit einer Temperatur von rund 1.300 Grad rot gefärbt, vergleichbar mit Töpferware, die in einem Ofen gebrannt wird. Diese Schicht ließ sich am einfachsten bearbeiten und entfernen, um einen noch bis heute stabilen Keller zu erbauen.
Nächster Termin: 21. Oktober 2017 um 14 Uhr. Kosten für Erwachsene 3 Euro, für Kinder (ab 6 Jahre) 2 Euro, Familien 8 Euro.

Eiskeller, Weinkeller und Luftschutzbunker – Kassel unterirdisch


Seit dem 13. Jahrhundert wird der Kasseler Weinberg mit dem Weinanbau in Verbindung gebracht. Tief in den Kalksteinfelsen hineingegraben, befindet sich eine Stollenanlage, die einst als Eiskeller, Weinkeller und später auch als Luftschutzbunker diente. Hier herrscht zu jeder Jahreszeit eine Temperatur von elf Grad. Zehn Eingänge und neun Stollen bilden ein Labyrinth aus Gängen, die zum Teil eng, dunkel und niedrig sind.
Wer sich daraus aber wenig macht, sollte dieses „Tunnelnetz“ unbedingt im Rahmen einer Führung entdecken, denn es auf eigene Faust zu erkunden, wäre lebensgefährlich. Eintritt fünf Euro, Anmeldung erforderlich.

Weitere unbekannte und verborgene, für die Öffentlichkeit nicht oder nur eingeschränkt zugängliche Orte Kassels, entdecken Besucher mit den ViKoNauten. Mit seiner Projektgruppe „Kassel Total“ erweckt der Verein diese Orte mit historischen Führungen und Inszenierungen zum Leben. Die ViKoNauten bieten außergewöhnliche Stadtführungen für Einzelteilnehmer, Schulklassen und gebuchte Gruppen an und führen regelmäßig Sonderveranstaltungen durch. „Sonntags im Bunker“ und „Kasseler Unterwelten“ sind nur zwei Beispiel für die spannenden Führungen, die auf dem Programm stehen.

Bad Homburg – Besuch in der Landgrafengruft


Bad Homburg vor der Höhe hat auch unterhalb der Stadt und des bekannten Landgrafenschlosses außergewöhnliche Führungen zu bieten, denn unter der Schlosskirche befindet sich die Landgrafengruft. Mit einer Anzahl von 77 Särgen ist sie eine der größten und historisch wertvollsten Grablegen in Hessen. In der Krypta liegen die Familienmitglieder des Herrschergeschlechts zu Hessen-Homburg in aufwändig verzierten oder auch schlicht gehaltenen Särgen.
Die Gruft öffnet ausschließlich zu besonderen Anlässen und ist das nächste Mal zum Reformationstag am Dienstag, den 31. Oktober, von 17 Uhr bis 21 Uhr zu besichtigen. Der letzte Einlass ist um 20:30 Uhr. Treffpunkt für die Führungen ist der Museumsshop im Eingangsbereich des Landgrafenschlosses, wo Besucher zu einem Eintrittspreis von fünf Euro pro Person eine Besichtigung der Gruft buchen können.

Bad Nauheim – Einblick in die Katakomben des Sprudelhofs

Hinab in die Katakomben des Sprudelhofs führt die Untergrundführung, die von November bis März jeden ersten Donnerstag im Monat von der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH in Zusammenarbeit mit der Stiftung Sprudelhof Bad Nauheim angeboten wird. Die Besucher folgen dem unterirdischen Gang von der Sprudelkammer bis zum Sprudel XIV. Weiter geht es zum Badewasserkanal. Die spezielle Führung erlaubt einen einzigartigen Einblick in die Technik der Badeanlagen. Die Kanäle und Kessel, die das Heilwasser aus 210 Metern Tiefe in die Wannen befördern, sind über 100 Jahre alt und noch voll funktionsfähig.
Aufgrund der Enge, der hohen Luftfeuchtigkeit und niedriger Decken im Untergrund des Sprudelhofes ist diese Führung nicht für jedermann geeignet. Die Teilnehmer müssen über 16 Jahre alt und körperlich fit sein. Festes Schuhwerk und robuste Kleidung sind erforderlich. Die Führung dauert 1,5 Stunden und kostet 15 Euro. Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung bei der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH möglich.

Der Hausertor-Stollen – Blick in einen dunklen Abschnitt der Wetzlarer Stadtgeschichte

Direkt am Rande der Wetzlarer Altstadt liegt der Eingang zum Hausertor-Stollen. Die unbeleuchtete Stollenanlage ist nur im Rahmen von geführten Rundgängen zugänglich, die bei der Tourist-Information Wetzlar gebucht werden können. Jeden zweiten Samstag im Monat wird außerdem eine öffentliche Führung angeboten. Die Führungen in der Stollenanlage zeigen einen der dunkelsten Abschnitte der Wetzlarer Stadtgeschichte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stollenanlage durch Kriegsgefangene und heimische Bergleute in die umliegenden Anhöhen gesprengt.

Die kriegswichtige Produktion wurde in diesen verborgenen Anlagen aufrechterhalten, aber auch die heimische Bevölkerung fand hier Schutz vor den Bombenangriffen. Die Stollenanlage besteht aus einem ausgebauten Teil und einem Teil, der noch das angrenzende Gestein zeigt. Deshalb ermöglicht der Rundgang auch Einblicke in die regionale Geologie.
Die Führungen finden regelmäßig am zweiten Samstag im Monat um 15 Uhr statt. Karten sind zum Preis von 6 Euro erhältlich (ermäßigt 3 Euro).

Kubacher Kristallhöhle – die einzige Calcit-Kristallhöhle Deutschlands

Die Kristallhöhle Kubach ist die einzige Calcitkristallhöhle in Deutschland. Umgeben von 350 Millionen Jahre altem Kalkstein, geschmückt mit unzähligen Kristallen und Perltropfsteinen, erhält der Besucher einen guten Einblick in erdgeschichtliche Vorgänge. Ebenfalls besitzt die Kristallhöhle mit 30 Metern die höchste Halle aller deutschen Schauhöhlen. Das Kubacher Höhlensystem entstand während der Eiszeit und konnte bisher nur zu einem kleinen Teil freigelegt werden. Sachkundige Führer erläutern den Besuchern während der rund 45 Minuten dauernden Besichtigung alles Wissenswerte.
Die Höhlensaison endet in 2017 am 5. November. Öffnungszeiten: Werktags von 15 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr, gesetzl. Feiertage und Brückentage von 10 bis 17 Uhr. Eintritt für Erwachsene 6 Euro, für Kinder (3-5 Jahre) 1,50 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Marie in der Kohlbach – Geotop des Jahres

Es steckt voller Überraschungen, das kleine, aber vor allem historisch wertvolle und idyllisch gelegene Besucherbergwerk „Marie in der Kohlbach“. In diesem Jahr ist es vom UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zum Geotop des Jahres gekürt worden. Das Besucherbergwerk liegt im Wald bei Hohensachsen, einem Ortsteil Weinheims. Das ehemalige Silberbergwerk lässt buchstäblich tief blicken. Von einer Talsohle aus, die den Eingangsbereich bildet, erstreckt sich nach heutigen Kenntnissen ein 50 Meter langer Tagstollen in den Berg hinein. Zwei Schächte führen außerdem in die Tiefe. Im letzten Jahr wurde auch der Rest des mittelalterlichen Pumpenschachtes freigelegt, der im 18. Jahrhundert durch weitgreifende Abbauarbeiten im Quarzgang größtenteils zerstört wurde und seitdem von größeren Schuttmassen überdeckt war. Führungen nach Vereinbarung, Eintritt auf Spendenbasis.

Saisonabschluss: Besucherbergwerk und interaktives Info-Center „Grube Christiane“

Noch bis Ende Oktober können Interessierte in der Grimmwelt Nordhessen jeden Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertag die faszinierende Welt unter Tage in der Grube „Christiane“ im Naturpark Diemelsee entdecken. Ehemalige Kumpel erzählen spannende Geschichten über den Eisenerzabbau aus den verschiedensten Jahrhunderten. Bei den hautnahen Darstellungen aus dem Arbeitsalltag und dem rotschimmernden Eisenerz im Felsmassiv kommt richtige Bergwerksatmosphäre auf. In der Erlebnisausstellung ist spannend und interaktiv das Werken der Bergleute, die Entstehung des Eisenerzes und des Bergbaus erlebbar.
Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 10 bis 17 Uhr. Eintritt für Erwachsene 6 Euro, Kinder (bis 15 Jahre) 4 Euro.

Goldhausen – Mit Schutzhelm zur größten Goldlagerstätte Deutschlands

Wer wissen will, wo schon im Mittelalter Gold abgebaut wurde, sollte das Goldbergwerk und das Zechenhaus Goldhausen im nordhessischen Waldeck besuchen. Hier befindet sich Deutschlands größte Goldlagerstätte. Die Temperatur weist hier konstant acht Grad auf. Noch bis zum 29. Oktober 2017 werden zweistündige, abenteuerliche Führungen im „Unteren-Tiefe-Tal-Stollen“ angeboten. Dabei wird jeder Besucher mit Schutzhelm, Schutzjacke, Gummistiefeln und einer Grubenleuchte ausgestattet.
Die Öffnungszeiten variieren und sind bei der Tourist-Information im Bürgerbüro Korbach zu erfragen. Eintritt für Erwachsene 7 Euro, für Kinder (6-14 Jahre) 3,50 Euro.

Hoher Meißner – auf dem Knappenpfad den Geheimnissen des Schwarzen Goldes auf der Spur

Der Hohe Meißner im Fulda-Werra-Bergland ist vielen bekannt als Heimat der Märchen- und Sagenfigur Frau Holle. Doch hier wurde auch 400 Jahre lang nach dem „Schwarzen Gold“ gegraben. Auf einer geführten Wanderung durch die alten Stollen erfährt der Besucher historische Hintergründe zum Braunkohlebergbau, zum Leben der Bergarbeiter und wie aus dem „Schwarzen Gold“ das „Weiße Gold“ entstand. Diese Wanderung kann auch als erweiterter Knappenpfad gebucht werden, bei dem Besucher zu einer seit 400 Jahren glimmenden Kohlebrandstelle an der Stinksteinmauer geführt werden.
Preise: Knappenpfad (2 Stunden) pro Person 3,50 Euro; erweiterter Knappenpfad (3 Stunden) pro Person 4 Euro. Informationen beim Naturpark Meißner-Kaufunger-Wald.

Bergfreiheit – Reise in die Vergangenheit der Bergmannssiedlung

Bergfreiheit ist das "Schatzkästlein im Kellerwald" und ein beliebter Ferienort inmitten eines der größten Buchen-Laubwaldgebiete Europas. Das frühere Bergmannsdorf im Tal der Urff war einmal das Zentrum des Bergbaus im nordhessischen Kellerwald. Der Luftkurort Bergfreiheit wurde zu Zeiten des Kupfer- und Erzbergbaus gegründet. Ein Besucherbergwerk, das historische Bergamt und die Bergmannskirche weisen heute noch auf die Vergangenheit als Bergmannssiedlung hin.
Öffnungszeiten: bis 31. Oktober Mittwoch bis Sonntag jeweils von 14 - 15.30 Uhr. Eintritt für Erwachsene 4 Euro, für Kinder (bis 14 Jahre) 2 Euro.

Grube Ludwig – ein bedeutendes Industriedenkmal


Im Stollen der Wald-Michelbacher Grube Ludwig wurde während der Bergbaublütezeit von 1870 bis zur Jahrhundertwende Manganerz gefördert. Ende der 1990er Jahre wurde der alte Stollen für Besucher zugänglich gemacht: Verbauungen wurden erneuert, Schlamm und Schutt entfernt, Entwässerungsrinnen angelegt und ein Weg befestigt. So konnte ein bedeutendes Industriedenkmal für die Nachwelt erhalten werden. Heute dürfen Besucher den etwa 85 Meter langen Stollen und das liebevoll angelegte Außengelände besichtigen. Alte Gerätschaften am Wegesrand lassen den harten Arbeitsalltag der Bergleute von damals erahnen. Führungen, vorzugsweise für Gruppen ab fünf Personen, nach Anmeldung.

Weitere Informationen zu Hessens Unterwelten finden Interessierte hier.

Foto: Odenwald Tourismus GmbH

 


Veröffentlicht am: 18.10.2017

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