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13.12.2017

 

 

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Venus 2017: Der (Erotik-)Nabel der Welt ist wieder einmal Berlin

(Günther Dorn/genussmaenner.de) Oktoberzeit ist in Berlin auch immer Venus-Zeit: Zum 21. Mal trafen sich vom 12. bis 15. Oktober 2017 in der Hauptstadt große und kleine Pornostars, Amateure und Profis, Veranstalter und viele, viele Fans zu Spaß und Business. Ja, es geht nicht nur um nackte Menschen, es geht natürlich darum, gutes Geld zu verdienen. Auch zahlreiche Einkäufer und Fachbesucher aus der ganzen Welt kamen zur größten Erotik- und Lifestyle-Messe Europas. Am Donnerstagmittag eröffneten die Gesichter der Venus, Micaela Schäfer und Julia Jasmin Rühle (JJ), das Wochenende voller Vergnügen.  Auf der VENUS trafen die Besucher dann auf viele weitere Stars der Szene und konnten z.B. die erweiterte "Kinky Area" bestaunen. Es gab unzählige prickelnde Shows und spannende Stände, an denen sich die Besucher über die neuesten Erotik-Trends informieren konnten.

 

 

Lola ist geschäftstüchtig

Seit einigen Jahren schon ist der russische Pornostar Lola Taylor auf der Venus dabei und für viele Besucher ein beliebter Anziehungspunkt. Früher war sie noch als Model auf dem Stand von Produzent Pierre Woodman, seit zwei Jahren ist jetzt alleine mit einem eigenen Stand vertreten. Als Begleitung dabei hatte sie auch noch ein weiteres bekanntes Gesicht der Branche, ihre Landsmännin Cassie Fire sowie die Newcomerin Kiara Gold. Die drei Russinnen waren für viele Fans ein Anlaufpunkt. Lola Taylor ist die Erfahrenste unter den Damen und jedes Jahr wird sie auch geschäftstüchtiger: Gab es vor zwei Jahren T-Shirts von ihr und letztes Jahr Werbung für ihren Lola-Taylor Online Club, so verkauft die liebe Lola auf der Venus 2017 Handtaschen, Schuhe, Schmuck - und nebenbei auch noch ein paar DVDs mit ihren Filmen. Ach ja, eine Privatshow bietet sie auf der Messe auch noch an, nur 60 EUR für 5-10 Minuten. Nach zwei Tagen ergänzte Lola ihren Preisaushang um die wichtige Info: "No Sex!!".

 

Rot ist im Trend

Letztes Jahr trafen wir auf der Venus die Newcomerin MarryFucks, die zusammen mit ihrem Freund jetzt seit mehr als einem Jahr Amateur-Pornos dreht. Leider hat sie ein Problem festgestellt: Der gemeine Konsument aus deutschen Landen hat gewisse Probleme, den Namen richtig zu schreiben. "Oft machen die Leute aus mir MarryFox", berichtet sie. Konsequenz: Seit kurzem hat sie eine neue Internetadresse und sie heißt jetzt MarryFoxx. Das nennt man Kundenorientierung. Außerdem hat sie, wie zahlreiche andere Darsteller, jetzt eine feuerrote Frisur. Passt ja auch zum Fuchs. Rote Haare - das scheint ein Trend zu sein.

 

Klassenfahrt Venus 2017


Aufgefallen sind mir am Samstag mehrere Gruppen mit einheitlichen Hemden oder T-Shirts. "Klassenfahrt Venus 2017" oder "Venus Berlin 2017" stand darauf und bei jedem Stand wurden Unterschriften von Pornostars darauf gesammelt. Es hatte etwas von Jungesellenabschied.

 

Ladies hatten wieder Spaß

Die Ladies Aera wurde 2017 aus der Halle verbannt und in einen kleinen, dunklen Verbindungsgang abgeschoben. Die Platzierung tat der Begeisterung der Frauen aber keinen Abbruch: Die Schlangen am Einlass vor der nächsten Männer Strip-Show von Sixx-Paxx waren immer lang und voll guter Stimmung. Und auch die begeisterten Töne, die nach draußen drangen, lassen darauf schließen, dass die Ladies ihren Spaß hatten. Was will Frau mehr? Generell hat man den Eindruck, dass der Frauenanteil unter den Besucherinnen langsam aber stetig wächst. Vor allem am Wochenende trifft man auch auf zahlreiche Pärchen. Die Venus ist definitiv eine Veranstaltung, wo Mann und Frau gemeinsam hingehen und Spaß haben kann.

 

Was kosten die Kondome?

Langjähriger Aussteller auf der Venus ist die Firma Durex, den meisten wohl durch deren Kondome bekannt. Der "Key-Account-Manager Sex", so stellt sich der Herr am Durex-Stand vor, betont, dass Durex mit weltweit 35 Prozent Marktanteil der marktführende Hersteller sei. Den ganzen Tag ist sein Stand gut besucht. Wer nett fragt, bekommt kostenlose Kondome zum Test. Daneben steht der Herr auch für alle Fragen rund Kondome und Gleitmittel und deren Verwendung zur Verfügung. Manche Besucher erzählen ihm ihre Geschichten vom Glück und Unglück mit Kondomen, manche auch ihre Lebensgeschichte. "Kaufen können Sie unsere Produkte z.B. bei unserem Vertriebspartner Orion-Versand," wirbt er. "Mit Orion in Flensburg arbeiten wir schon lange und gut zusammen." Orion war früher übrigens einmal ein Teil von Beate Uhse, hat aber die Veränderungen im Erotikmarkt deutlich besser überstanden als die heute Turbulenzen geplagte Beate Uhse AG.

 

Fun Factory: Wer kommt als erster?

Bei der Fun Factory gibt es täglich Wettrennen: Aber hier treten besondere Gladiatoren gegeneinander an, nämlich Vibratoren. Die Vibrator-Modelle "Stronic eins" und "Stronic drei" treten miteinander auf einer kleinen, mit grünem Rasen bezogenen Rennbahn in Wettbewerb: Jeweils vier Besucher starten einen Dildo. Kaum eingeschaltet, "robben" sich die Lustspender auf ihrer Bahn mit ihren Vibrationen in Richtung Ziellinie. Die Frage ist: Welcher Vibrator kommt als erster an? Die Besucher feuern natürlichen "ihren" Favoriten an. Gewinnt dieser, gibt es für den Besucher einen Vibrator als Gewinn. Das Vibrator-Wettrennen war allseits sehr beliebt.

 

Auffallen ist alles

Mit einem riesigem Stand präsentierte sich das neue Portal Porno.de. Dort können (Amateur-)Darstellerinnen sich anmelden und dann gegen Entgelt ihre Filme der zahlenden männlichen Kundschaft anbieten. Schnell ging unter den Darstellerinnen schnell die Info, das die Konditionen gut sein sollen und eine Anmeldung kein Fehler wäre. Einzig unverständlich für den gemeinen Besucher war: Auf dem Stand war außer einer auffallenden Rückwand nur viel leerer Raum, sonst nichts, ein leerer Platz und einen brusthohe Barriere zur Standgrenze. Wer dachte, dass dieser Raum eventuell für Aktionen genutzt wird - der irrte sich. Wenn allerdings die neuesten Pornodarsteller von Porno.de am Standrand hinter ihren Countern für Autogramme bereitstandenn, dann staute sich das Publikum davor. Falls es nur ums Auffallen ging - Ziel erreicht. Es wäre aber auch günstiger gegangen.

 

Groß präsentierte sich auch ein ganzes Stand-Karree rund um die Marke "Model Centro" im Verein mit "Pornhub", "FreeWebCams" und "Julmodels". Auf der großen Bühne fanden regelmäßig und lautstark Solo- und Gruppen-Shows von bekannten osteuropäischen und südamerikanischen Pornostars statt, die viel Publikum mit und ohne Kamera anzogen. Bis zu 20 Models waren gleichzeitig auf der Show-Bühne und machten Stimmung. Daneben wurde gegen einen verhältnismäßig günstigen Preis "Private Shows" angeboten: Bereits für 30 EUR konnte man eine Stunde lang im kleinen Kreis die Models von der Showbühne hautnah erleben, anschauen, fotografieren oder filmen.

 

Gewichtheber

Ein beliebter Sport unter den kräftigeren Herren Besucher ist es, einen Pornostar einmal auf den Arm nehmen. Leider vergisst mancher dabei vorher zu fragen, ob das der Dame auch Recht ist. Amateur-Pornodarstellerin SexyJenJen, mit 1,56 m nicht gerade die Größte, kann davon ein Lied singen. "Warum die mich immer hochheben möchten, ist mir schleierhaft", sagt sie.

 

Schön, aber laut

Über mangelnden Besucherzuspruch konnte sich die Venus nicht beschweren - sie war bis einschließlich Sonntag gut besucht, insgesamt rund 30.000 Besucher. Am Samstag waren die Gänge ziemlich dicht, an den anderen Tagen ging es aber. Auffallend war: Während Halle 18 eine fast beschauliche Ruhe bot, tobte in Halle 20 das Leben: Musik in allen Lautstärken, aus allen Richtungen und in allen Varianten - hauptsache laut. Es galt: viele Menschen - viel Action. Anastasia hat auf der Messe einen Promotion-Job ergattert und läuft den ganzen Tag im schwarz-weißen Body-Painting für einen neuen online Erotikmarkt umher. Sie meint zu dem Lärm: "Ich habe Ohrstöpsel drin - sonst bin ich abends ja taub!"

 

Zurück zur Realität

Im Jahr 2016 war der Stand der Firma "Reality Lovers" der Augen- und Mundöffner für viele Venusbesucher: Beim Betreten der Halle stand Mann(!) mit offenem Mund gefühlt zahllosen sehr attraktiven, barbusigen, mit Bodypainting verschönerten Hostessen gegenüber, die Virtual Reality-Brillen reichten, damit sich jeder Besucher sich selbst ein Bild von virtuellen Sex machen konnte (linkes Bild). Damit war auch dem letzten Verirrten klar, auf welcher Messe er gelandet ist. Dieses Jahr sagte mir ein Besucher: "Im Vergleich zu 2016 ist das dieses Jahr aber ganz schön lahm, die Mädels sehen 2017 total züchtig aus!" (rechtes Bild).

 

Yasmeena: Ich bin neu und neugierig.

Noch relativ neu im Geschäft mit der nackten Haut ist Yasmeena. Die liebenswürdige 23-jährige sagt: "Ich möchte in dieser Branche etwas erleben und auch Geld verdienen." Zum Einstieg nahm sie "Little Caprice", eine erfahrene Kollegin an die Hand, und machte erste Filme und Fotos mit der gebürtigen Afghanin. Von Soft bis Hard, Girl/Girl und auch mehr. "Besonders interessiere ich mich für das Thema Bondage und BDSM. Ich bin hier neu und neugierig." Außerdem hat sie neue Kontakte geknüpft, z.B. mit der italienischen Porno-Legende Rocco Siffredi. "Vielleicht werde ich mit seiner Produktion einen Film machen.", erzählt sie mir. Am Abend, nach der Venus, wurde auch noch kurz eine Szene mit Little Caprice gedreht. Das ist für die Venus nicht ungewöhnlich: Wenn schon einmal "alle" da sind, nutzt man diese Gelegenheit, um Inhalte für (Bezahl-)Angebote zu erstellen. Dieser "Content" wird dann auf einer Webseite gegen Bezahlung angeboten. Yasmeena hat auch gerade ihre eigene Webseite gestartet, mit aufreizenden Bildern im öffentlichen Bereich und noch mehr hinter einer Bezahlschranke. So funktioniert das Business.

 

Wir wollen ein Foto mit Rocco!

Eben jener Rocco Siffredi, seines Zeichens wohl der bekannteste italienische Pornodarsteller und mittlerweile auch erfolgreicher Produzent war in der Stadt und auf der Venus. Das sprach sich schnell herum und jede Dame wollte ein Foto mit Rocco - eine lange Schlange für Bilder und Autogramme war das Ergebnis. Auch die spanischen Porno-Mädels um Salma de Nora waren ganz entzückt und wollten natürlich ein Foto mit "ihrem" Rocco. Freundlicherweise schaute Rocce auch einmal solo in die genussmaenner.de-Kamera.

 

Venus ist Arbeitszeit

Gleich hinter dem Stand von Porno.de traf ich auf einen Stand mit der kleinen Alice Axx und drei weiteren Mädels. Alice ist seit vier Jahren im Porno-Business als Darstellerin unterwegs und hat schon mit bekannten Labels Filme gemacht - in Frankreich und auch z.B. mit Rocco Siffredi und Pierre Woodmann. Die zierliche, knapp 160 cm große Französin präsentierte sich im Schulmädchen-Look, was wohl nicht die schlechteste Vertriebsstrategie war, denn sie war häufig von Herren umringt. Sie und ihre Kolleginnen, zwei deutsche und zwei französische Frauen, boten interessierten Besuchern eine Privat-Show im kleinen Separee an, 60 EUR für ca. zehn Minuten. Nur angucken, nicht anfassen! "Ich bin das erste Mal auf der Venus und überrascht, was hier los." erzählt sie mir. Viel Zeit für Pausen bleibt da leider nicht: Ihre Stand-Chefin achtet darauf, dass ihr Einsatz nicht nachlässt und der Umsatz steigt - ein Interview mit Alice Axx während der Arbeitszeit lehnte die Chefin leider ab.

 

Party, Party, Party

Highlights der vier erotischen Tage in Berlin sind für viele Aussteller die zahlreichen Partys und Events. Dazu gehören unter anderem die Verleihung der Venus-Awards am Donnerstagabend, eine Business-Party Freitagnacht und natürlich die große Netstars.TV-Party am Samstagabend. Dort werden Preise, die Netstars, für die besten Darsteller vergeben. Und natürlich ist das auch immer eine wunderbare Atmosphäre zum Feiern, viele Stars geben sich ein Stelldichein. Begleitet wird die Preisvergabe mit Live-Show-Acts und auch DJane Micaela Schäfer war natürlich am Mischpult, dieses Jahr im knallroten Baywatch-Outfit und mit Rettungsgerät.

 

250 Aussteller aus 40 Ländern

Die VENUS Berlin präsentiert seit 1997 alljährlich Trends und Neuheiten aus den Bereichen Erotik und Lifestyle. Insgesamt sorgten mehr als 250 Aussteller aus 40 Ländern für das Vergnügen der Besucher. Beate Uhse, Rock your body und Spitzenjunge zeigten den Besuchern heiße Trends für Dessous sowie viele weitere Accessoires für das Liebesspiel. Ein Shoppingparadies mit Sextoys, neuesten Technologien der Erotikbranche und Lifestyle-Produkten hatte für jede Vorliebe ein Angebot. Der "Kinky Area" genannte Bereich rund um BDSM und Bondage war vor allem am Wochenende gut besucht und die Händler dort verkauften gut ihre Accessoires - von der Latex-Kleidung bis zu Peitschen.

Nach der VENUS ist auch schon wieder vor der VENUS:  Auch im nächsten Jahr wird die größte Erotik- und Lifestyle-Messe Europas vom 11. bis zum 14. Oktober 2018 in Berlin mit zahlreichen Ausstellern, Neuigkeiten sowie Stars und Sternchen der Branche stattfinden. Vor Jahren wurde die Venus einmal totgesagt - die Realität sieht anders aus. Die Fans werden wieder zur Venus 2018 pilgern. Aber auch wer erstmals einen Blick auf die Angebote und Möglichkeiten werfen will, ist hier richtig. Und Business scheint hier auch gemacht zu werden. Für Veranstalter, Aussteller und Besucher ist die Messe also immer noch DIE Plattform, um in Kontakt zu kommen und zu bleiben.

 

Alle Fotos (c) Copyright Günther Dorn / genussmaenner.de

 

 


Veröffentlicht am: 21.10.2017

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