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25.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Ausgezeichnet

… doch von wem?

Achten Sie auch darauf, ob ein Reiseziel, ein Hotel, ein Restaurant, ein Koch, ein Auto, ein Buch und sein Autor, ein Dienstleister, ein Supermarkt, ein Auto, eine Versicherung, ein Modelabel, ein Internetportal oder ein Arbeitgeber ein Label haben, ob sie Preise gewonnen haben, ob sie sonst wie ausgezeichnet wurden? Dann sind sie ganz sicher nicht allein, sie zeigen, dass sich die Aufwendungen all der, die so irgendwie herausgehoben sind, gelohnt haben.

Ja, die allermeisten, die sich mit Urkunden, Pokalen oder sonstigen Auszeichnungen schmücken, die „… der des Jahres“ wurden, tun viel dafür, geben viel Geld dafür aus. Das bekommen in der Regel die, die die Auszeichnungen vergeben. Die so „geehrten“ wollen sich aus der Masse heraus heben, wollen so ein weiteres Marketinginstrument in der Hand halten.

Haben Sie sich mal gefragt, warum der eine Mensch, das eine Produkt, die eine Dienstleistung, das eine Unternehmen, das eine Angebot ausgezeichnet wurde und andere nicht? Ganz einfach: In den meisten Fällen haben sich die Ausgezeichneten darum beworben und schlussendlich dafür bezahlt. Je nach dem wie groß die Markmacht des Auszeichnenden, des Labelvergebers ist, kann der Ausgezeichnete dafür auch einen vierstelligen Betrag hinblättern.
 
Doch ist der Wein des Jahres, ausgezeichnet von irgendwelchen mehr oder weniger selbst ernannten Experten wirklich der beste? Taugen die anderen so viel weniger oder haben die ihre Weine einfach nicht eingereicht. Ist das 3-Sterne-Hotel wirklich besser als eines ohne Zertifizierung? Kann sein, muss aber nicht.

Ich bin überaus misstrauisch, wenn mich eine Meldung erreicht, in der es darum geht, dass irgend jemand, irgend was ausgezeichnet, ausgewählt oder gelabelt wurde. Fragt man dann nämlich nach, nach welchen Kriterien die Auswahl erfolgt, wie unabhängig die Juroren waren und wer das überhaupt ist, kommt leider viel zu oft nicht viel mehr als heiße Luft. Fragt man nach, wie viel die Ausgezeichneten für ihre Auszeichnung bezahlen mussten, sinkt in vielen Fällen die Auskunftswilligkeit noch einmal ab.

Es gibt für mich nur wenige Auszeichnungen, die für mich wichtig sind. Das sind die, wo Menschen und Dinge bewertet werden, ohne dass die davon etwas wissen und dann ohne Gegenleistung ihren Titel, ihr Label oder sonst was bekommen.

Nur noch einen Tipp: Wenn sie relativ leicht Geld verdienen wollen, denken Sie sich einfach eine Auszeichnung, ein Label oder ähnliches aus. Nehmen Sie dazu einen Promi, den zumindest einige kennen, spannen sie einige Medien ein und machen einigen Tamtam. Dann müssen Sie nur noch die zu Bewertenden davon überzeugen, dass der vergebene Titel einiges Wert ist und sie dafür bezahlen. Vergeben Sie beispielsweise das Label „Restaurant des Jahres“, können Sie und ihre „hochkarätige“ Jury zumindest umsonst Essen gehen. Doch keine schlechte Idee – oder?

Ich habe auch schon eine Auszeichnung vergeben, eigentlich mache ich das mehrfach die Woche, ohne das bisher jemand davon Notiz genommen hat. Ich gehe immer zu meinem „Superbäcker des Jahrhunderts“ Brötchen kaufen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Das ist sicherlich ausgezeichnet.

 


Veröffentlicht am: 25.10.2017

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