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25.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Weltspartag

… nur noch ein Witz

(Helmut Harff/Chefredakteur) Am 30. Oktober wird wie jedes Jahr der Weltspartag zelebriert. In vergangenen Zeiten gab es da Aktionen von Banken, sogar Sonderkonditionen und schon Kita-Gruppen sind zur örtlichen Sparkasse gepilgert. Sparen war oberste Bürgerpflicht.

Das war noch zu Zeiten, als man für sein Geld Zinsen bekam. Jüngere Leser sollten mal googeln, was damit gemeint war. Vielleicht nur so viel: Das Geld, das man auf die Bank gebracht hat, vermehrte sich ohne eigenes Zutun. Wer lange auf sein Erspartes verzichten konnte, der konnte pro Jahr Zinsen von über 5 Prozent einstreichen. Das wären bei 10.000 Euro so um die 500 Euro. Das heißt, gäbe es das noch heute, könnte man sich von diesen Zinsen jährlich ein gutes Handy kaufen - faktisch umsonst.

Das war zu Zeiten so, in denen noch keiner vom Klimawandel sprach, in denen man noch keine veganen Gaststätten besuchte und wo man mit Elektroautos gegen den Feinstaub ankämpfte. Ob da ein Zusammenhang besteht? Das wäre sicherlich mal ein interessantes Thema für eine Docktorarbeit.

Ja und heute? Da bekomme ich von meiner Bank höchstens die Mitteilung, dass ich meine Sparbemühungen bitte einstellen sollte, ansonsten müsste man mir Strafzinsen aufbrummen. Hallo, wie soll ich dann mein neues Handy bezahlen? Weltspartag, da bleibt selbst den Hühnern das Gaggern im Halse stecken. Wer heute spart, verliert Tag für Tag, Jahr für Jahr Geld. Schuld daran ist nicht der Einzelne, sondern die Politik und die Europäische Zentralbank mit ihrer Null-Zins-Politik. Dabei verliert jeder, der sein Geld auf die Bank trägt.

Doch es gibt Alternativen. Die kann man aber nur sinnvoll und effektiv nutzen, wenn man auch über das nötige Fachwissen verfügt. Darüber verfügen die wenigsten Deutschen. Nach einer Studie der Direktbank ING-DiBa sind die Hälfte der Deutschen finanzielle Analphabeten. Auch daran hat der Einzelne nur einen geringen Anteil. Wir lernen zwar fast schon im Mutterleib wie man Müll trennt und wie toll vegane Ernährung ist. Was Aktien, was die Börse, wer der Dax, was Zertifikate, was Riesterrente oder, oder, oder ist, davon hören die meisten nichts. Wie sollen sie dann ihr Geld vernünftig anlegen? Wenn überhaupt, dann hören die Menschen etwas von Risiken und Abzocke. Sie hören aber auch, dass immer mehr Wissende ihr Geld arbeiten lassen, dass sie damit an einem Tag mehr verdienen als sie im Jahr.

Ich habe mal in der Schule gelernt, dass Wissen Macht ist. Ich habe aber auch einmal gelernt, dass man jemand, den man nicht hochkommen lassen will, genau dieses Wissen vorenthalten muss. Doch das ist kein Naturgesetz, sondern eine Entwicklung, die wir alle durchbrechen können und müssen. Dazu passt die Idee von Gerald Klein. Der Gründer und CEO von growney fordert in einem Beitrag auf diesem Portal: "Weitaus zeitgemäßer wäre ein Weltanlegertag, der das Bewusstsein für das Thema Wertpapieranlage schärft und hilft, Vorbehalte abzubauen." Ich wäre sofort dabei, wenn es darum geht, so einen Tag ins Leben zu rufen und populär zu machen.

Machen wir einfach 2018 zum Jahr der Geldanlage.

 


Veröffentlicht am: 30.10.2017

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