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Morgengruß von Helmut Harff: Eine Idee zur freien Verwendung

Die ist nicht am Stammtisch entstanden

Eines der wichtigsten Themen, das schon seit Jahren und Jahrzehnten diskutiert wird, ist die Bildung. Mal geht es um die vorschulische, mal um die schulische Bildung. Mal wird über die Berufsausbildung, mal über das Studium diskutiert. Immer geht es auch um Chancengleichheit. Weniger intensiv wird über die Bildung im fortgeschrittenen Alter gesprochen.

Leider ist es so, dass viel zu wenig über die Bildung über das gesamte Leben hinweg gesprochen. Dabei gehört jeder Lebens- und damit Bildungsabschnitt zusammen. Bildung hat etwas mit unserer Lebensqualität, mit unserer Gesundheit und auch mit unserer Rente zu tun. Warum sich also nicht einmal Gedanken darüber machen, wie man das System so umbauen kann, dass Bildung kein Privileg ist? Warum sich nicht einmal Gedanken darüber machen, wie man lebenslanges Lernen vor allem fördern kann – auch noch in fortgeschrittenen Lebensphasen?

Ich habe mir mal Gedanken gemacht und dabei die verschiedenen Zuständigkeiten von Ländern und Bund völlig ignoriert. Ich bin davon ausgegangen, dass das Bildungsleben mit der Kita beginnt und mit dem Berufsabschluss oder einem erfolgreichen Studium noch lange nicht endet. Ich bin auch davon ausgegangen, dass Bildung nicht umsonst möglich ist.

Meine Idee ist, ein Bildungsgeld für jeden für einen Zeitraum von 30 Jahren zu zahlen. Das könnte mit dem ersten Kitabesuch mit einem Jahr beginnen. Da gibt es zum Beispiel 150 Euro pro Monat. Das steigert sich dann auf 200 Euro bis zum Eintritt in die Grundschule. Dort gibt es dann 250 Euro. Ab der nächsten bitte bundesweit einheitlichen Schulstufe steigt das auf 350 Euro. Azubis und Studenten bekommen dann alle 650 Euro, egal was sie lernen oder studieren. Wer eine Berufsausbildung absolviert oder beim Studium nicht trödelt, der behält noch einige Ausbildungsjahre übrig.

Wie das Leben zeigt, ändern sich die beruflichen Gegebenheiten im Laufe eines Lebens. Manch einer kann aus gesundheitlichen Gründen seinen Job nicht mehr ausüben, in anderen Fällen werden Berufe nicht mehr gebraucht, neue entstehen. Es gibt auch viele Menschen, die haben von ihrem Job die Nase gestrichen voll, wollen sich neu orientieren. Doch die Möglichkeiten sind sehr begrenzt, scheitern in den meisten Fällen dran, dass man sich eine berufliche Neuorientierung einfach nicht leisten kann.

Das wäre mit meiner Idee kein Problem, denn man hat ja noch Bildungsjahre „übrig“. Wer sich später beruflich neu orientieren will, wer einen anderen Beruf erlernen oder studieren will kann dass denn ginge es nach mir, bekäme er jetzt sein Gehalt, das er im Schnitt in den vergangenen drei bis fünf Jahren erhalten hat, weiter – bis eben die 30 Bildungsjahre aufgebraucht sind.

Ja, das muss man bezahlen. Doch man kann so das Kindergeld, das Lehrgeld, das BFÖG und in vielen Fällen auch das Arbeitslosengeld streichen, inklusive der damit verbundenen Bürokratie. Die ausbildenden Betriebe müssten in das System einzahlen, denn sie sparen ja das Lehrlingsgeld. Dazu kommt, dass Leute, die im Laufe ihres Lebens sich noch mal beruflich neu orientieren können, durchaus auch bis zum 70. Lebensjahr arbeiten können.

Das klingt verrückt. Doch wir Deutschen, von Luther und Co bis zu den DDR-Menschen haben gezeigt, dass verrückte Dinge durchaus möglich sind. Man muss nur wollen.

Ich will jetzt frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 01.11.2017

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