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25.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Klima retten

… ohne große Einschränkungen

In Bonn tagt gerade die 23. Weltklimakonferenz. 25.000 – in Worten fünfundzwanzigtausend – Teilnehmer wollen wieder einmal versuchen, nicht mehr als das Weltklima zu retten. Vielleicht sollten die Macher und Verantwortlichen gleich einmal bei sich anfangen und die Teilnehmerzahl von solchen Veranstaltungen begrenzen. Was können 25.000 Menschen erreichen, was nicht auch 2.500 erreichen können?

Ein Reduzierung der Teilnehmer würde den ökologischen Fußabdruck einer solchen Veranstaltung deutlich verkleinern. Schließlich reisen die Teilnehmer nicht alle mit dem Fahrrad oder dem Paddelboot nach Bonn. Auch wenn man sich bemüht, das Ganze irgendwie ökologisch zu gestalten, sollte man nur dran denken, dass beispielsweise mehr Teilnehmer auch mehr Stau, mehr Polizei, mehr Unterkünfte, mehr Aufbauten und Absperrungen bedeuten. Allein dafür werden tausende Kilometer mit Autos zurück gelegt. Misst jemand gerade in diesen Tagen in Bonn die Luftbelastung?

Es geht auf der 23. Weltklimakonferenz unter anderem um die Umweltverschmutzung durch das Auto. Dabei wird der Verbrennungsmotor verteufelt. Doch viele Emittenten werden nicht einmal erwähnt oder haben Sie schon mal die Forderung gehört, dass die Armeen, dass die Bundeswehr ihren Schadstoffausstoß um 50 Prozent reduzieren soll? Gibt es irgendwo die Forderung, dass man allein wegen des Klimawandels Kriege, aber auch Militärmanöver sofort stoppen muss?

Die Forderung geht in die Richtung, Verbrennungsmotoren zu verbieten. Man sieht das Heil in der Elektromobilität. Doch wer redet auf der 23. Weltklimakonferenz darüber, woher der Strom kommen soll, wie man mit nicht mehr zu brauchenden Batterien umgehen will?

Sollte man nicht erst einmal vor der eigenen Haustür kehren, mal sehen, wie man ohne Einbußen für den Einzelnen und die Gesellschaft den Autoverkehr eindämmen kann? Wie das gehen soll? Hier zwei Beispiele:

Ich bekomme viele Pakete. Die werden von entsprechenden Diensten geliefert. Manchmal sind das vier an einem Tag. Da kommen vier dieselgetrieben Kleintransporter, jeder nur mäßig gefüllt, und bringt mir mein Paket. Wenn man solche Dienste bündeln und für jede Region wie bei der Bahn ausschreiben würde, käme nur ein Lieferfahrzeug.

Bei mir im Haus wohnen drei Menschen, die auf die segensreiche Tätigkeit eines Pflegedienstes angewiesen sind. Sie ahnen es: Manchmal stehen alle drei Autos der verschiedenen Pflegedienste in der zweiten Reihe, weil Parkplätze nicht vorhanden sind. Kann das nicht ein Dienst machen, der dann auch noch viel besser zu kontrollieren ist?

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Mich bewegt aber auch noch ein anderes Thema. Es ist ja bekannt, dass wir in Deutschland bei den erneuerbaren Energien nicht so richtig voran kommen. Ein Grund ist, dass wirklich jeder Bedenkenträger, jeder Anwohner, jeder Aktivist nahezu jedes Vorhaben in Richtung erneuerbarer Energien verhindern kann. Man wundert sich, warum uns die Chinesen auch hier den Rang längst abgelaufen haben. Ganz einfach: Die Entscheidungswege sind dort viel kürzer.

Das muss man nicht gut finden, doch müssen bei uns von einem Bauantrag bis zur Realisierung des Projektes immer Jahre vergehen? Muss jeder wirklich seinen Senf dazugeben dürfen und damit nahezu jedes Projekt zum Scheitern bringen? Ich finde, dass es gerade was den Klimawandel, was erneuerbare Energien, was den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen angeht, Allgemeinwohl absoluten Vorrang hat. Darauf sollten sich die verständigen, die sich gerade um eine neue Regierung bemühen.

Ich schwinge mich jetzt aufs Rad Brötchen holen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 07.11.2017

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