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Morgengruß von Helmut Harff: Na ja,

… da hatten einige Leute richtig Frust

Ich hatte schon damit gerechnet, dass mein gestriger Morgengruß nicht jedem den Morgenkaffee versüßt. Doch das sich einige so auf den hoffentlich ökologisch einwandfreien Schlips getreten fühlen würden, dachte ich dann doch nicht.

Ich weiß nicht, wie man darauf kommt, dass ich ein Parteigänger von Donald Trump wäre und mindestens so wie er den Klimawandel leugnen würde. Das tue ich nicht, ich glaube auch, dass wir als Menschheit daran eine sehr große Aktie haben.

Aber, ich habe etwas dagegen, wenn wir wieder einmal so tun, als ob am Deutschen Wesen die Welt genesen würde. Wer sind wir, dass wir meinen, den anderen vorschreiben zu wollen, wie sie leben sollen? Was würden wir sagen, wenn Nordkorea oder die Tongainseln uns vorschreiben würden, dass wir im Winter unsere Kühlschränke abschalten sollen und im Jahr noch maximal 5.000 Kilometer mit dem Auto fahren dürfen – mit einem Kleinwagen versteht sich?

Wer sind wir, wenn wir meinen, dass es irgend eine Auswirkung auf das weltweite Klima hat, wenn wir unseren CO²-Ausstoß um 10 oder auch um 50 Prozent reduzieren? Wie verdammt wichtig nehmen wir Deutsche uns, wie überheblich sind wir?

Und was machen wir zuhause? Nichts als Populismus. Wir verschandeln unsere Häuser mit einer Styropor-Dämmung, die wir schon in wenigen Jahren sehr teuer als Sondermüll entsorgen müssen. Wir verdammen den Verbrennungsmotor, haben aber keine blasse Ahnung wo der Strom herkommen soll, um die Elektroautos zu betreiben. Hat mal jemand darüber nachgedacht, wie man die gut 40 Milliarden Euro Mineralölsteuer – die heißt ja seit 2006 offiziell Energiesteuer – ersetzen will, wenn alle Elektroautos fahren? Wie teuer wird dann der Strom?

Hat mal jemand darüber nachgedacht, dass wir mit dem Verbot von fossilen Brennstoffen total abhängig von nur einer Energieform – der Elektroenergie – sind? Was so eine einseitige Abhängigkeit bedeutet kann man ahnen, wenn mal für Stunden der Strom ausfällt. Nichts mehr mit Heizung oder warmen Wasser, nichts mehr mit warmen Essen, nichts mehr mit funktionierender Technik im Krankenhaus. Menschen sterben, auch weil in kurzer Zeit kein Krankenwagen mehr fahren kann. Ohne Strom fährt eben kein Elektroauto aber auch keine Bahn. Selbst Flugzeuge und Oldtimer können nicht mehr betankt werden.

Noch ein Gedanke:  Man beklagt nicht umsonst, dass wir immer mehr klimaschädliche Schadstoffe produzieren. Stimmt, stimmt das aber auch pro Kopf? Wie hoch waren die Schadstoffemissionen um 1900, als 1,65 Milliarden Menschen die Erde bevölkerten? Heute wollen 7,55 Milliarden Menschen essen, trinken und auch noch in etwa so leben, wie wir es ihnen vormachen. Damals lag die Lebenserwartung bei etwa 45 Jahre, heute werden alle deutlich älter und verbrauchen demzufolge vielmehr Ressourcen. Hat mal jemand darüber nachgedacht, was das für unser Klima bedeutet?

Vielleicht sollte man erst einmal Fragen sammeln, bevor man vorschnell, unüberlegt und populistisch antwortet. Der Klimawandel ist komplex, Antworten, wie man damit umgeht, können deshalb nicht einfach sein. Eins ist aber klar, am Deutschen Wesen wird nicht die Welt genesen. Das hat noch nie geklappt.

Lassen Sie mich noch schnell frühstücken, eh sie mich weiter beschimpfen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 08.11.2017

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