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Wirtschafts-News vom 9. November 2017

Michael Weyland informiert...



(Michael Weyland) Wer ohnehin in naher Zukunft das Ja -Wort vor dem Standesamt plant, sollte dies ggf. noch bis zum 31. Dezember erledigen. Dann kann in der Steuererklärung für das Jahr 2017 das Ehegattensplitting für das komplette Jahr beantragt werden.

Haben die Eheleute unterschiedlich hohe Einkünfte, kann es so zu einer Steuererstattung kommen. Darauf weist der Bund der Steuerzahler (BdSt) hin. Wer erst im Januar 2018 zum Standesamt geht, bekommt das Splitting dann erst für das kommende Jahr. Kindergeldanträge sollte man ebenfalls noch vor dem Jahreswechsel stellen:

Denn ab dem Jahr 2018 wird das Kindergeld nur noch rückwirkend für sechs Monate ausgezahlt. Bisher konnte es nachträglich für maximal vier Jahre zur Auszahlung kommen. Die Neuregelung ist auf Anträge anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2017 bei der Familienkasse eingehen. Eltern sollten also unbedingt vor dem Jahreswechsel prüfen, ob sie (rückwirkend) Anspruch auf Kindergeld haben, dieses aber noch nicht beantragt haben. Dies kann beispielsweise bei erwachsenen Kindern, die ein Studium oder eine Ausbildung aufgenommen hatten, bis zum 25. Lebensjahr der Fall sein, aber die Eltern die Familienleistung bisher nicht geltend gemacht hatten. Oft außer acht gelassen wird die Überprüfung der Lohnsteuerklassen: Verheiratete Arbeitnehmer sollten zum Jahreswechsel überprüfen, ob ihre Lohnsteuerklassen noch optimal passen.

Verändert sich im kommenden Jahr z. B. durch einen Jobwechsel oder eine Gehaltserhöhung das Verhältnis der Einnahmen zwischen den Ehepartnern, kann der Wechsel in eine andere Steuerklassenkombination sinnvoll sein. Auch wer eine Arbeitslosigkeit befürchtet oder Nachwuchs plant, sollte über einen Steuerklassenwechsel nachdenken.

Denn je nach Steuerklasse verändert sich das monatliche Nettogehalt und damit möglicherweise auch die spätere Lohnersatzleistung wie Arbeitslosen- oder Elterngeld. Ehepaare haben die Wahl zwischen der Steuerklassenkombination 4/4, 3/5 und dem Faktorverfahren. Die Steuerklasse 4/4 wird häufig bei annähernd gleichen Einkommen der Partner gewählt, die Kombination 3/5 bei unterschiedlicher Einkommensverteilung. Mit dem Faktorverfahren kann die voraussichtliche Steuerschuld sehr genau ermittelt werden. 

In der Adventszeit ist die Bereitschaft meist besonders hoch, für gemeinnützige Organisationen zu spenden. Dieses Engagement der Steuerzahler wird steuerlich gefördert. Kirchliche, mildtätige und gemeinnützige Spenden können bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden.  Voraussetzung für den Spendenabzug ist eine ordnungsgemäße Zuwendungsbescheinigung.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20171109_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 09.11.2017

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