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25.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Mann, Frau und…

Auf der Suche nach einem Begriff

Das Bundesverfassungsgericht hat nun geurteilt, dass es in Deutschland nicht nur zwei, sondern drei Geschlechter gibt. Irgendwie jubelt jeder darüber. Warum jubelt eigentlich niemand darüber, dass die Richter es der Politik gleichzeitig freigestellt haben, jede staatliche Zuordnung zu einem Geschlecht einfach bleiben zu lassen?

Entscheidet sich die Politik für letzteres, wäre der Aufschrei ziemlich groß, die Verunsicherung danach noch größer. Doch ich bin auch so ziemlich ratlos. Als was bezeichnet man Menschen, die ohne eine klare geschlechtliche Zuordnung geboren wurden und werden? Sie können ja kein „das“ sein, denn so werden Dinge oder maximal Kinder bezeichnet. Das Mensch? Das Positive? Das…? Keine Ahnung, aber ganz sicher werden wir in den kommenden Monaten mehr oder weniger vernünftige Vorschläge hören. Ich befürchte allerdings, dass die meisten Vorschläge alles andere als vernünftig sein werden.

Ich habe aber ein ziemlich mulmiges Gefühldabei, dass es zukünftig ein drittes Geschlecht geben soll. Wir sind damit Vorreiter in Europa. Das kann man ja noch gut finden. Doch was bedeutet das für die, die man unsinnigerweise als Betroffene bezeichnet? Steht im Pass nicht das Geschlecht drin, wird das Reisen in sehr viele Länder zumindest kompliziert, wenn nicht unmöglich. Kein Geschlecht, gleich keine Einreise wird es wohl in vielen, nicht nur islamischen Ländern heißen.

Wer das dritte Geschlecht für sich reklamiert, sollte auch keine Sportlerkariere anstreben. Wo will er aktiv sein, bei den Frauen, bei  den Männern? Das sehen auch Aktivisten für das dritte Geschlecht so und fordern ein Umdenken im Sport. Es soll nicht mehr um das Geschlecht, sondern um andere körperliche Merkmale wie Größe und Gewicht gehen. Das ist ein nachvollziehbarer, aber sicherlich sehr frommer Wunsch, wenn man die Sportbürokratie kennt. Es bleibt maximal ein Start bei den Behinderten. Doch ist man mit einem dritten Geschlecht ein Behinderter?

Es gibt noch viele andere Bereiche in denen ich für die Menschen mit dem dritten Geschlecht Probleme bekommen werden. Gelten Frauenquoten, bekommen sie ein Platz im Frauenhaus, in welches Gefängnis müssen sie? Es gibt tausende Fragen, die zeigen, dass es wohlfeil ist, schnell Beifall zu einem eigentlich guten Urteil zu klatschen.

Ich stelle mir gerade noch einmal vor, was es bedeuten würde, wenn man von staatlicher Seite ganz und gar auf eine geschlechtliche Zuordnung verzichtet. Wobei, so wirklich will ich mir das nicht vorstellen.

Egal welchen Geschlechts wir sind, wir sind alle Menschen und vor Gott und dem Grundgesetz gleich. Das sollte uns leiten – und nicht weniger.

Ich frühstück jetzt erstmal.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 10.11.2017

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