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25.11.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Helau und Alaaf

… nur Gänse jubeln nicht

Nun ist es nicht mehr weit und pünktlich um 11:11 Uhr übernehmen die Jecken Land auf, Land ab das Komando. Ehrlich, darüber bin ich sehr froh, denn nun ist es offiziell, was wir alle längst wissen: Das Land wird von Jecken regiert.

Ich bin gespannt, ob sich auch die, die über eine sogenannte Jamaika-Koalition verhandeln, sich nun verkleidet treffen.  Katrin Göring-Eckardt im Baströckchen und Christian Lindner mit einer Bob Marley-Perücke auf dem Kopf – das würde zumindest etwas Farbe ins Bild bringen. Auf Pappnasen können alle verzichten. Für mich sind die Möchtegern-Koalitionäre ohnehin Pappnasen. Das ist keine Beleidigung, sondern künstlerische Freiheit in der Karnevalszeit.

Freiheit und Karneval – das gehört zusammen, wie Fasching und Pfannkuchen. Ohne Freiheit macht Karneval keinen Sinn. Zum Karneval gehören mehr oder weniger offenherzige Kostüme – bei dem Wetter aber bitte gefüttert – und zumindest für die Kölner ein Bützchen. Wikipedia erläutert für alle nicht rheinischen Menschen:  Bützchen (auch: Bützje oder Bützche, Verbform bützen) bezeichnet diminutiv einen mit geschlossenen Lippen verabreichten Kuss. Jeder bützt dabei jeden und keiner redet von sexuellem Übergriff. Nur erklär mal einen Menschen, der die Kölner Leitkultur nicht kennt, dass man zum Karneval jeden bützen darf, Silvester aber nicht. Nicht nur die deutsche Sprache ist schwer.

Der 11.11. ist aber nicht nur Karvevalsauftakt. Heute begehen wir auch den Martinstag. Das ist das Fest des heiligen Martin von Tours, der der Legende nach seinen Mantel mit einem frierenden Menschen teilte. Was der Heilige Martin mit einer profanen Gans zu tun hat, die eben gerade am Martinstag verzehrt wird, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Auch hier hilft Wikipedia weiter: Ein historischer Erklärungsversuch für dieses Brauchtum geht davon aus, dass in Zeiten des Lehnswesens eine am Martinstag fällige Lehnspflicht, eine Abgabe namens Martinsschoß, der Ursprung war. Da diese häufig aus einer Gans bestand, bildete sich die Bezeichnung Martinsgans heraus, und weil der Martinstag traditionell mit einer Kirmes oder einem Tanzmusikabend gefeiert wurde, bot es sich an, die Gans zum Festessen zu machen und an diesem Abend festlich zu verspeisen.

Ich finde, das ist eine tolle Tradition und freue mich schon seit Tagen auf meine Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen. Gegen Kohl und Klöße haben auch die besten Gutmenschen – also Vegetarier und Veganer nichts, wohl aber gegen das Aufessen von Gänsen. Liebe Gutmenschen, setzt Euch mal aufs Rad, setzt Euren verzogenen Hund oder Eure alles andere als artgerecht gehaltene Katze ins Fahrradkörbchen,  verlasst Eure Großstadtgettos und fahrt aufs Land. Da seht Ihr überall Gänse, die auf der Wiese fröhlich schnattern. Das können Sie nur, weil es solche Unmenschen wie mich gibt, die sie auch essen. Kein Gänsebraten gleich keine Gänse.

Bei der Recherche zum heutigen Morgengruß habe ich noch etwas entdeckt, was ich bisher nicht kannte. Ich meine den Martinsweg. Er ist ein am 15. April 2011 eröffneter Pilgerweg. Er führt in einer Hauptstrecke und vier Nebenstrecken durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart in Baden-Württemberg. Der Hauptweg führt von Tannheim nach Schwaigern und ist etwa 535 Kilometer lang. Das ist etwas lang für eine Wanderung am heutigen 11.11. Aber man kann sich ja auf den Weg machen. Wer sich heute aufmacht und jeden Tag rund 18 Kilometer weit pilgert, ist die nächsten 30 Tage unterwegs. Sicherlich findet man dabei nicht nur zu sich, sondern auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk. Trainieren kann der zukünftige Wandersmann ja nach dem Gänsebraten schon beim Martinsumzug.

In diesem Sinne Helau und Alaaf, viele Bützchen, einen leckeren Gänsebraten und ein Grüß Gott auf den Weg.

Heute wird zum Frühstück gesündigt – mit einem Pfannkuchen vom Lieblingsbäcker.

Ich wünsche Ihnen einen genussvollen 11.11..

 


Veröffentlicht am: 11.11.2017

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