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Morgengruß von Helmut Harff: Zuviel Fußball

... im öffentlich-rechtlichen Fernsehen?

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen steht von vielen Seiten unter Druck. Die einen wollen keine Fernsehgebühren mehr bezahlen, die anderen - die Zeitungsverleger - beschweren sich darüber, dass mit der GEZ-Gebühr zum Beispiel Online-Auftritte der öffentlich-rechtlichen finanziert werden, die den Verlegern das Leben schwer machen. Nun also noch das Thema Fußball im Fernsehen.

Es geht wie so häufig um das liebe Geld. Die einen wollen nicht zahlen, die anderen mehr verdienen und die dritten wollen etwas anderes, als sie für ihre Gebühren vorgesetzt bekommen. Alles nachvollziehbar. Alles? Auch die Diskussion, ob zuviel Fußball und zu wenig anderer Sport gezeigt wird?

Diese Diskussion halte ich für eher an den gestylten Haaren der Fußballer heran gezogen. Ich habe mir mal gemerkt, welchen Sport ich in den vergangenen Tagen im Fernsehen gesehen habe. Da gab es Handball, Volleball, Tischtennis, Wintersport, Tennis und Basketball, um nur die wichtigsten zu nennen. Klar, es gab auch Fußball satt. Wobei ich jetzt gar nicht sagen kann, auf welchen Sendern ich was gesehen haben. Waren das die öffentlich-rechtlichen, war das Sat1 oder RTL? Sportsender waren jedenfalls nicht darunter.

Doch war das zuviel Fußball? Ich glaube nicht. Wer wollte nicht sehen, wie die Italiener ihre WM-Qualifikation gegen den "Fußballriesen" Schweden vergeigten? Wer wollte nicht sehen, wie die Deutschen in der Nachspielzeit das 2:2 gegen Frankreich schossen? Alle die, die sich für Fußball nicht interessieren, durften ja etwas anderes sehen. Ob die allerdings eher Übertragungen vom Bogenschießen, vom Faustball, vom Gewichtheben sehen würden, wage ich auch zu bezeifeln.

Und doch, auch ich habe meine Probleme mit dem Fußball im Fernsehen. Ich verstehe nämlich nicht, warum das öffentlich-rechtliche Fernsehen so viele Millionen an die Fußballvereine für die Übertragung von Fußballspielen zahlt. Wenn das so ist, dann müsste wenigstens auf jedem Spielertrikot und in jedem Stadion auf der Bande gut sichtbar stehen: Gesponsort vom GEZ-Zahler. Warum zahlt man Millionen Euro für das Treiben von Millionären und Clubs, die Millionen für Spieler zahlen? Wenn die Fußballer wollen, dass wir Fußball gucken, dann können die doch keine Millionen dafür einstreichen. Hier muss man ansetzen. Lasst doch die Privaten oder die Bezahlsender zahlen, wenn die können und wollen.

Spart man beim Fußball und überhaupt Euros für die Rechte, Sport im Fernsehen zu übertragen, so bliebe Geld für anderes, was aus meiner Sicht zu den Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Fernsehen gehört. Ich frage mich, warum beispielsweise so wenige Theaterinszenierungen zur besten Sendezeit über den Bildschirm flimmern. Die Bühnen wären froh über jeden GEZ-Euro und der wäre dort gut angelegt. Wieso hat man sich weitestgehend aus dem Bildungsfernsehen zurück gezogen?

Es gibt viele Fragen, die man den Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens stellen kann. Eine ganz wichtige ist, warum man, finanziert von uns allen, immer auf die Qoute schielt. Die ist doch nur für die Höhe der Werbeeinnahmen wichtig.

Doch noch mal, ich finde nicht, dass im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu viel Fußball gezeigt wird. Ich finde aber auch, dass Randsportarten ruhig mehr Senderaum eingeräumt werden kann - zulasten von nicht gerade das Bildungsniveau hebenden  Vorabendserien beispielsweise.

Eines ist aber sicher: Das Fernsehprogramm bietet immer einen guten Aufhänger für ein Gespräch - auch am Frühstückstisch

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Und, nicht über das Programm streiten. Das ist es zumeist nicht wert.

 


Veröffentlicht am: 15.11.2017

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