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Heiß aufs Holzhacken

Ein Trend, der einschlägt: Brennholz machen in fünf Schritten


Ein prasselndes Kaminfeuer ist das beste Mittel gegen kalte Wintertage. So war es schon immer. Voraussetzung: das passende Brennholz. Wer den richtigen Schwung hat, schlägt es selbst und liegt damit voll im Trend.

Doch einfach nur draufhauen, ist nicht. Die nötigen Tipps, um aus dicken Stämmen Kleinholz zu machen, gibt Gartenexperte Fiskars.

Holzfällerromantik ade: Kettensägenkönnen ist gefragt

Solange der Baum noch steht, passt er nicht in den Ofen. Deswegen ist erst mal fällen angesagt – traditionell mit der Axt oder Zugsäge, heute mit der Kettensäge. Das spart Kraft und Zeit. Sicherer ist es außerdem. Voraussetzung dafür ist ein Motorsägenschein und ein Kurs im Bäumefällen. Fallrichtung berechnen, Fallkerbe einsägen, Fällschnitt setzen – wer die Basics nicht beherrscht, sieht im Wald ganz schnell alt aus. Die Alternative: ein Holzpolter. Auf diesem Sammelplatz im Wald liegen die Bäume bereits gefällt und müssen für den Abtransport nach Hause lediglich noch zerkleinert werden.

Keine halben Sachen: Stammrollen vierteln

Um einen gefällten Baum für den Transport zu verkleinern, Stamm und Hauptäste zunächst in etwa ein Meter lange Rollen zersägen. Denn diese lassen sich leichter stapeln. Tipp: Hebehaken verwenden. So lassen sich größere Stammrollen kräfteschonend rangieren, bevor sie unter den Spalthammer kommen. Er eignet sich bestens, um dicke Stammrollen der Länge nach zu halbieren und danach zu vierteln. So trocknet das Holz schneller. Der massive Kopf des Spalthammers (2.000 bis 4.000 Gramm) sorgt für eine hohe Auftreffwucht. Die breitere Kopfform im Vergleich zur Spaltaxt drückt die Stammrolle beim Zerteilen stärker auseinander.

Erst hinschauen, dann Draufhauen

Zuhause geht es dann ans Kleinholz machen. Und zwar erst mal mit der Säge. Dazu die Meterstücke auf eine Länge von 25 bis 35 Zentimeter runterkürzen. Da die Scheite so aber noch zu dick sind, um im Ofen anzubrennen, müssen sie zudem schmaler werden. Also: Ab damit auf den Spaltklotz, Spaltaxt raus, klein hacken. Aber besser mit Köpfchen! Dazu die Maserung der Scheite vor dem Spalten prüfen. Wie verläuft sie? Ist irgendwo ein Riss? Wo sind Astansätze? So lässt sich schnell bestimmen, wie das Holz am einfachsten bricht. Eine Grundregel lautet: Parallel zu den Fasern schlagen, die sich längs durch das Holz ziehen, oder entlang der Risse.

Gut getrocknet, brennt besser

Fast geschafft! Die Scheite sind nun fertig – brennbar aber längst noch nicht. Denn frisch geschlagenes Holz muss zunächst trocknen. Je nach Art und Lagerplatz über ein bis zwei Jahre. Ideal ist ein trockener, sonniger Platz mit guter Belüftung. Aufgestapelt verliert das Holz dort rasch seine Feuchtigkeit. Liegt der Wassergehalt unter 20 Prozent, ist es kamintauglich. Zum schnellen Anfeuern eignen sich weiche Hölzer wie Tanne oder Fichte. Harthölzer wie Eiche und Buche halten hingegen länger warm.

Safety first: Weil’s gesünder ist

Ob im Flugzeug, in der Kletterhalle oder beim Holzspalten: Sicherheitseinweisungen sind uncool. Egal! Was muss, das muss. Also: Arbeitshandschuhe tragen, Schutzbrille aufsetzen, lange Hose anziehen und dazu Schuhe mit Stahlkappen. Außerdem hilft es, beim Spalten breitbeinig zu stehen. Geht doch mal ein Schlag daneben, schwingt Axt oder Spalthammer zwischen den Beinen hindurch. Gesünder ist das.
Geheimtipp: Wer Kräfte sparen möchte, platziert das Stammstück inmitten eines alten Autoreifens. So fliegen die Scheite beim Spalten nicht zur Seite. Heißt, weniger bücken und schneller spalten. Und rutscht einmal ein Schlag ab, fängt der Reifen den Axthieb ab.

Spaltwerkzeuge und ihre Funktion
Spalthammer X37 (84,95 EUR) oder SAFE-T X39 (109,00 EUR)
Eignet sich zum Spalten von dicken Stammstücken und zum Einschlagen von Keilen. Das Kopfgewicht variiert zwischen 2.000 und 3.500 Gramm.

Spaltaxt X21 (74,95 EUR) oder X25-XL (79,95 EUR)
Eignet sich zum Spalten von mittleren und dicken Stammstücken. Die scharfe Klinge erlaubt es, faseriges Holz einfach zu durchtrennen.

Sappie WoodXpert XA2 (49,95 EUR)
Eignet sich zum Anheben, Tragen oder Festhalten von kleineren Stämmen oder Stammstücken.

(Dreh-)Spaltkeil SAFE-T (59,95 EUR)
Bietet eine Alternative zum direkten Spalten mit der Spaltaxt oder dem Spalthammer und eignet sich darüber hinaus, um verwachsene Stammstücke zu zerteilen.

Spaltbarkeit heimischer Hölzer
Leicht: Fichte, Tanne, Weide
Mittel: Kiefer, Eiche, Esche, Buche, Erle, Lärche, Eibe, Nussbaum, Edelkastanie
Schwer: Obsthölzer, Ulme, Pappel, Linde, Rosskastanie, Ahorn, Elsbeere, Platane, Robinie, Hainbuche, Vogelbeere

Quelle: Fiskars

 


Veröffentlicht am: 23.11.2017

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