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Wirtschafts-News vom 27. November 2017

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen! Über diesen Satz, der dem dänischen Physiker und Nobelpreisträger Niels Bohr zugeschrieben wird, habe ich schon oft geschmunzelt.

Manche Prognosen sind dagegen relativ einfach. Zum Beispiel, dass uns die zukünftige Stromerzeugung und besonders die Verteilung noch echte Probleme bereiten kann. Warum das so ist, erklärt Rainer Niehaus vom Energieversorger Innogy.

Rainer Niehaus:   
Die Netze waren früher so betrieben, dass große Kraftwerke aus den höchsten Spannungsebenen den Strom eingespeist haben und die Netzbetreiber haben das gesamte Netz so geregelt, dass der Strom dann auch passend bei den Privathaushalten  oder bei den Industriebetrieben angekommen ist.

Bisher waren die Netze trotz einer größeren Zahl sogenannter dezentraler Anlagen wie Windkraftanlagen oder Photovoltaik, die Strom einspeisten, noch gut zu steuern.   

Rainer Niehaus:     
Das ist bei den großen Energiemengen, die durch die dezentralen Anlagen dann in Zukunft eingespeist werden, nicht mehr möglich. Auch diese Anlagen werden zum Teil schon gesteuert, werden abgeregelt, wie große Windparks in der Ostsee oder in der Nordsee.  Da spricht man vom Redispatching, was eine sehr teure Abschaltung von eingespeisten Energien darstellt. Das wollen wir so nicht haben, sondern Energie, die erzeugt wird, ganz egal wo, soll auch nutzbar gemacht werden.

Wird zu viel Kraftwerksleistung eingespeist, geraten die Leitungen an die Grenzen ihrer technischen Leistungsfähigkeit, es darf dann nichts mehr eingeleitet werden. Und je mehr dezentrale Anlagen vorhanden sind, umso unberechenbarer wird das Ganze.  Hier kommt des Projekt Designetz ins Spiel.  46 Partner aus unterschiedlichen Bereichen haben sich unter der Führung von innogy zusammengetan, um dieses Problem zu lösen.

Rainer Niehaus:  
Wir haben in unserem Projekt viele, viele, sehr unterschiedliche Anlagen, die wir zusammenschalten wollen und deren Verhalten untersuchen wollen, wie sie sich in einem Gesamtenergiesystem verhalten. Das heißt: Wenn ein Privathaushalt auf dem Dach Strom erzeugt, nutzt er ihn zum Teil selber, ist aber auch in der Lage, flexibel ein Stück von dem zusätzlich erzeugten Strom dann auch ins Netz abzugeben, der dann auch in der Nachbarschaft beispielsweise verbraucht werden kann. Wir verknüpfen die einzelnen Anlagen, um Informationen von den Anlagen zu bekommen – wann sind sie bereit, etwas in das Netz einzuspeisen, wo haben sie ein Angebot, aber auch von den Verbraucheranlagen brauchen wir dann die Daten und dieses Angebot und die Verbrauchsanforderungen bringen wir dann zusammen.

Das Projekt DESIGNETZ erstreckt sich derzeit über die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, da diese Länder mit mehr als 22 Millionen Menschen „im Kleinen“ auch alle wesentlichen energiewirtschaftlichen Herausforderungen abbilden, die es im Rahmen der Energiewende vorzudenken gilt.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20171127_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 27.11.2017

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