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Morgengruß von Helmut Harff: Keine Angst!?

Ein erster Besuch auf dem Weihnachtsmarkt

In Berlin haben nun wie auch anderswo die Weihnachtsmärkte geöffnet. So auch der am Breitscheidplatz. Das ist der, auf dem vor knapp einem Jahr ein Terrorist 12 Menschen tötete und rund 70 verletzte.

Nun gibt es dort also wieder alles, was Berliner und Besucher auf einem Weihnachtsmarkt erwarten. Und doch ist eben vieles anders, als in den Jahren zuvor. War sonst die riesige Tanne das mediale Vorweihnachtsthema, ist er es 2017 nicht. Dieses Jahr war entweder der Baum keine Diskussion wert oder es gab eben nur das Thema Terror und wie man sich davor schützt.

Das macht man in Berlin wie wohl überall im Land. Betonpoller sollen einen Anschlag per Lkw wie vor einem Jahr unmöglich machen. Auch Polizisten, die anstelle von einem Glühwein eine Maschinenpistole in der Hand halten, sollen Sicherheit suggerieren. Doch mal ehrlich, wie sollen einige Betonbarrieren und eine Handvoll Polizisten wirklich einen Anschlag verhindern? Nahezu jeder zweite hat bei seinem Weihnachtsmarktbesuch einen Rucksack dabei. Was da drin ist, kann niemand kontrollieren.

Und doch, selbst bei dem gestrigen Mistwetter zog es Gäste und Berliner auf den Weihnachtsmarkt. Sicherlich hatten einige ein mulmiges Gefühl, was auch ganz normal ist. Im Gespräch äußerte ein alter Mann, dass es im Krieg immer hieß, dass keine Granate da explodiert, wo das zuvor schon eine tat. Er wollte damit sagen, dass es wohl nicht wieder genau am Breitscheidplatz einen Anschlag geben wird. Auf meine Frage, wie viele gerade in einem Granattrichter liegende Soldaten dort gestorben sind, antwortete er: viele, viel zu viele.

Und doch, alle gaben Berlins Regierendem Bürgermeister recht, der meinte, dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Sicherlich gilt das nicht nur für die Besucher des Weihnachtsmarkes unter der Gedächnis-Kirche.

Was bei mir ein ungutes Gefühl hinterließ ist die Tatsache, dass die Standbetreiber 20 Prozent mehr Pacht zahlen müssen. Begründet wird das mit den erhöhten Sicherheitskosten. Das führt beispielsweise dazu, dass der Glühwein 50 Cent mehr kostet. Schlussendlich zahlen wir also für das doch eher trügerische Sicherheitsgefühl.

Wenn man uns so zur Kasse auf dem Weihnachtsmarkt bittet, warum schlägt man nicht die Sicherheitskosten, die beispielsweise bei Fußballspielen auflaufen, auf die Karten auf? Dort bezahlen wir als Steuerzahler – ob Fußballfan oder nicht – die teuren Sicherheitsmaßnahmen. Da reichen zumeist nicht einige Betonpoller und einige Polizisten. Auch darüber sollten die Medien und vor allem alle Verantwortlichen nachdenken.

Ganz ohne Sicherheitsmaßnahmen mache ich jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und einen unbeschwerten Weihnachtsmarktbesuch.

 


Veröffentlicht am: 28.11.2017

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