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22.01.2018

 

 

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Zwölf Rosinen, zwölf Wünsche

Madeiras traditionsreiche Festtage

Stille Nacht anders interpretiert: Auf Madeira feiern die Bewohner zu Weihnachten nicht nur Christi Geburt, sondern vor allem auch sich und das Leben. Dezember und Januar stehen nämlich für Freude und Spaß; der Kalender ist gefüllt mit Veranstaltungen und Aktivitäten.

Knallend weist am 31. Dezember ein Feuerwerk den Weg ins neue Jahr, und dann beginnt der Januar, wie der Dezember endet: Mit viel Brauchtum und Tradition. Auch in diesem Jahr wird der Jahreswechsel zum großen Fest.

Zu Weihnachten ist Madeira im Ausnahmezustand: Strahlende Lichterketten, bunte Girlanden und glitzernde Dekorationen lassen die Hauptstadt Funchal erleuchten; in kleinen Hütten werden frisches Obst und Gemüse, Leckereien wie der traditionelle Honigkuchen, bunte Blumen und Poncha, Madeiras Nationalgetränk, verkauft. Kinder entdecken im Stadtgarten ein ganzes Weihnachtsdorf nur für sich und an vielen Plätzen der Hauptstadt finden Konzerte und Aufführungen statt.

Offiziell beginnt Weihnachten am 16. Dezember. Ab dann werden neun „Missas do Parto“ zelebriert – eine spezielle Messe pro Tag, die für Marias neun Monate dauernde Schwangerschaft stehen. Die im Morgengrauen stattfindende Andacht wird von einem vielstimmigen Chor begleitet. Im Anschluss genießen Gläubige zusammen ein kleines Frühstück mit traditionellen Speisen und Getränken. In einigen Orten wie dem Fischerdörfchen Camara de Lobos geht das Orchester gar von Tür zu Tür, um die Bewohner sanft zu wecken und auf Weihnachten einzustimmen. Die Mitternachtsmette am Weihnachtsabend bildet den feierlichen Abschluss der Weihnachtstage.

Besonders am 23. Dezember herrscht rund um die Markthalle Funchals dichtes Gedränge. Dann kommen die Inselbewohner zusammen, um letzte Einkäufe zu tätigen, Freunde zu treffen oder einfach die warme Dezembersonne zu genießen. Gegen Abend verwandeln sich die Straßen, die an diesem Tag für den Autoverkehr gesperrt werden, zu einer großen Konzerthalle: Bis zum Sonnenuntergang treten Bands und traditionelle Gruppen auf. Wer selbst zum Sänger werden möchte, trifft auf ein Auditorium, das nicht nur fröhlich lauscht, sondern auch die ein oder andere Strophe lautstark und mit Begeisterung begleitet. An diesem Tag wird klar, warum Weihnachten auf Madeira vor allem eins ist: ein großes Fest.

Acht Minuten dauert das Feuerwerk, das den Himmel über Funchal zum Jahresausklang in gleisende Farben taucht. Von verschiedenen Orten aus abgefeuert ist es weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus sichtbar. Dank eines Eintrags ins Guiness-Buch der Rekorde als größtes Feuerwerk der Welt erlangte die Insel 2006 sogar internationale Berühmtheit – und ist seitdem ein Highlight für Silvestertouristen aus aller Welt. Während des bunten Spektakels am nächtlichen Himmel verspeisen die Inselbewohner übrigens zwölf Rosinen – jede steht für einen Wunsch fürs neue Jahr.

In der Nacht von 5. auf 6. Januar wird es nochmals besinnlich: Dann erklingen besondere, für diesen Tag geschriebene Lieder – gesungen von alten Traditionen folgenden Sängern, die von Tür zu Tür gehen. Die Musikstücke mit dem Namen „Zwölfte-Nacht-Lieder“ werden auch im Städtischen Garten in Funchal zum Besten gegeben – in Form eines Musicals. Initiativen kümmern sich nämlich nicht nur um die Pflege dieser alten Tradition, sondern entwickeln sie auch weiter. 

Foto: Madeira Promotion Bureau

 


Veröffentlicht am: 10.12.2017

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