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Schlitten, Schnee-Skateboard & Co.

Das große Rodel-Einmaleins

Viele scharren schon mit den Hufen oder vielmehr mit den Kufen, denn mit dem ersten Schnee startet auch die Schlittensaison.

Auf welche neuen Trends sich die Rodelfans dieses Jahr freuen dürfen und was es unterwegs auf den kleinen Wintergefährten zu beachten gibt, weiß die Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung) Birgit Dreyer.
 
Der Klassiker

Egal ob am Schlittenhügel daheim oder auf der Rodelbahn im Winterurlaub – auch wenn Lenkbob, Teller & Co. die Hänge erobern, am besten rutscht es sich auf dem „guten, alten Schlitten“ mit zwei durchgehenden Metallkufen. „Für einen stabilen Halt sollte eine Hand den Schlitten vorne am Horn oder an einer Schlaufe packen und die andere Hand nach hinten greifen. Zum Bremsen beide Füße mit den Schuhsohlen flach auf den Boden drücken. Daher unbedingt an festes Schuhwerk mit Profilsohle denken“, erklärt die ERV-Expertin.

Wer auf eigene Faust loszieht und nicht auf den ausgewiesenen Rodelstrecken unterwegs ist, sollte bei der Auswahl der Rodelpiste folgendes beachten:
- Es dürfen keine Bäume, Pfosten, großen Steine oder Ähnliches auf der Strecke stehen!
- Die Strecke darf keine Skipisten, Straßen, Parkplätze oder Wasserläufe kreuzen!
- Vor der ersten Fahrt die Schneedecke auf Vereisungen und feste Begrenzungen hin prüfen!
- Am Ende ist ein großzügiger Auslauf wichtig!

Anfänger und Kinder sollten zum Start eine nicht zu steile und eher breitere Bahn wählen. Sind alle Vorkehrungen getroffen, kann der Rodelspaß losgehen. „Und ist einmal kein Schlitten zur Hand, dann ist eine feste Mülltüte oder eine Einkaufstüte ein möglicher Rutschersatz“, weiß Birgit Dreyer.
 
Snow-Tubing

Wahlweise sitzend oder liegend geht es beim sogenannten Snow-Tubing auf einem mit Luft gefüllten Gummireifen den Berg hinunter. „Da man weder lenken, noch bremsen oder während der Fahrt aussteigen kann, sollte man dieses Vergnügen nur zusammen mit professionellen Anbietern und auf eigens dafür präparierten Pisten in Angriff nehmen“, rät die Expertin Dreyer. Mittlerweile bieten auch schon viele Skigebiete wie etwa Schladming, Saalbach oder Kühtai diese besondere Rutschpartie auf ihren Hängen an. Als Ausrüstung reicht eine normale Skibekleidung mit Schneehose- und -jacke, Handschuhen, Skibrille und Helm.
 
Air-Boarding

Wie auf einer Luftmatratze flitzen Mutige bäuchlings und mit dem Kopf voran über den Schnee. Mit dem aufblasbaren Schlitten – dem Air-Board – erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Neben Helm und Knieschonern ist bei diesem rasanten Unterfangen eine kurze Einschulung zur richtigen Brems- und Lenktechnik eine wichtige Voraussetzung, bevor das Schneeabenteuer starten kann. „Wer sich auf dem Air-Board versuchen möchte, sollte eine gewisse Grundsportlichkeit mitbringen, muss mindestens 12 Jahre alt und 1,50 Meter groß sein und darf nicht mehr als 100 Kilogramm wiegen“, so Dreyer.  Für Neugierige gibt es die „Schneematratzen“ unter anderem in Obertauern oder in Serfaus sowie auch in Deutschland – beispielsweise in Immenstadt oder Feldberg – zum Testen.
 
Snoglide

Das Skateboard für den Winter ist nur etwas für echte Profis: Ohne Bindung und nur mit einem rutschfesten Gummi-Belag auf der Oberseite des „Skateboards“ sind die Wintersportler hier unterwegs. Damit das Board bei einem Sturz nicht einfach wegrutscht, ist es mit einer Sicherheitsleine um das Handgelenk gebunden. So können die Schnee-Skater nahezu alle Tricks ausprobieren, die auch mit einem normalen Skateboard möglich sind. „Das Board ist schon bei wenig Schnee benutzbar und eignet sich sowohl auf ebenen Flächen und Gelände mit leichtem Gefälle als auch für Funparks, um den Snowboardern und Freestyle-Skifahrern Konkurrenz zu machen“, erklärt dir ERV-Expertin. Mit ein paar Handgriffen lässt sich das Snoglide auch in ein Sommergefährt mit regulären Achsen und Rollen verwandeln.
 
Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, ist es wichtig sich an ein paar Regeln zu halten – egal ob mit dem normalen Schlitten, einem aufblasbaren Untersatz oder mit dem Skateboard:
- Die Geschwindigkeit dem eigenen Können und den Wetter- und Bahnverhältnissen (Nebel, Eis, etc.) anpassen!
- Vor dem Start immer umschauen!
- Ausreichend Abstand zum Vordermann halten!
- Beim Überholen, das Manöver durch lautes Rufen ankündigen!
- Auf keinen Fall an unübersichtlichen oder engen Stellen stehen bleiben!
- Auf Alkohol vor und während der Abfahrt verzichten!
- Kinder unter 6 Jahren sollten nicht alleine Rodeln! Für Babys und Kleinkinder ist Rodeln zu gefährlich!

Kommt es doch zu einem Sturz, sollte das Seil auf keinen Fall losgelassen und die Rodelbahn so schnell wie möglich freigemacht werden. Bei einem schweren Unfall gilt es unverzüglich die Bergwacht oder den Notruf zu alarmieren und sich um den Verletzten zu kümmern. Um im Fall des Falles auch gut abgesichert zu sein, empfiehlt Birgit Dreyer eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abzuschließen.

Wichtig ist es, hier eine Police auszuwählen, die neben den Arzt- und Behandlungskosten auch die Such-, Rettungs- und Bergungskosten übernimmt. „Denn ein Einsatz am Berg kann schnell teuer werden. So kostet etwa ein Helikopter-Einsatz 80 Euro pro Minute und bei einer üblichen Bergungszeit von bis zu 60 Minuten geht das in die Tausende“, erklärt ERV-Expertin Dreyer. Mit dem ERV-Jahresschutz sind neben dem Winterurlaub  auch sämtliche Tagesausflüge abgedeckt – selbst innerhalb Deutschlands, wenn diese 50 Kilometer vom Wohnort entfernt liegen.

 


Veröffentlicht am: 15.12.2017

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