Startseite  

16.08.2018

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Arm und Gesund?

Das ist keine Frage der Krankenkasse

Geht es in der Diskussion um eine Zweiklassenmedizin in Deutschland, so geht es fast ausschließlich um die Frage gesetzliche kontra private Krankenversicherung. Doch stimmt diese Fragestellung, wenn es um die eigene Gesundheit geht?

Ich glaube, die Reduzierung auf die Frage gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) ist viel zu kurz gesprungen. Schließlich sind nach aktuellen Zahlen 72,7 Millionen Deutsche bei den GKVs und nur rund 8,5 Millionen Menschen bei den PKVs versichert.

Doch was sagt es aus, dass jemand gesetzlich versichert ist? Erstmal sag es nur aus, dass derjenige die gesetzliche der privaten vorzieht. Es sagt vielleicht auch aus, dass er sich die private nicht leisten kann oder die Aufnahmekriterien der PKVs nicht erfüllt. Sie sagt aber noch lange nichts darüber aus, wie viel Geld er für seine Gesundheit ausgibt beziehungsweise ausgeben kann. Denn hier sind die Unterschiede viel größer als es die Antwort auf die Frage GKV oder PKV überhaupt hergibt. Denn wenn auch ein privat versicherter schneller einen Arzttermin bekommt, und sich der Chefarzt ihn auch gern unter die Lupe nimmt, lässt man schließlich keinen kranken gesetzlich Versicherten irgendwo liegen, ohne dass ihm geholfen wird.

Doch wo liegt dann das Problem? Das liegt im für die Gesunderhaltung verfügbaren Geld. Wer über genügend Mittel verfügt, kann sich zusätzlich versichern, kann sich teuren Zahnersatz, kann sich eine aus augenärztlicher Sicht beste Brille leisten. Wer über die Mittel verfügt, kann sich den regelmäßigen Besuch im Fitnessstudio, im Schwimmbad, in der Sauna, bei der Fußpflege leisten. Wer nicht den Euro dreimal umdrehen muss, hat viel eher die Chance sich gesund zu ernähren, sich auch gesund zu kleiden. Wer gut verdient, kann sich Auszeiten wie Urlaube leisten.

Eines ist ganz sicher für die eigene Gesundheit ebenfalls sehr wichtig: weniger Sorgen. Nun bewahrt ein gutes Einkommen nicht vor Sorgen, doch zumindest die finanziellen sind geringer. Man kann sich Wünsche – ganz sicher nicht alle, aber eben einige mehr – erfüllen, muss sich nicht immer kasteien oder in traurige Kinderaugen blicken. Denjenigen, für den eine kaputte Waschmaschine eine finanzielle Katastrophe ist, der wird über kurz oder lang auch gesundheitliche Probleme haben.

Gesundheit ist eben nicht nur die Frage nach der Wahl der Krankasse, Gesundheit ist ein viel komplexeres Problem. Die Politik, aber auch die gesamte Gesellschaft muss hier über den Tellerrand blicken, der eben leider immer nur heißt: PKV oder GKV.

Doch was tun? Dinge wie Zahnersatz, Brillen und Hörgeräte müssen vor allem für Menschen mit geringem Einkommen kostenlos sein. Das darf aber nicht bei einer Minimalversorgung enden. Jeder muss das bekommen, was für ihn die beste Versorgung ist. Jeder muss in die Lage versetzt werden, auch ansonsten das Notwendige für seine Gesundheit tun zu können.

Ja, das kostet Geld. Doch wieso bekommt man als Rentner in diesem Land so viele Rabatte, nur weil man Rentner ist? Ich finde das ungerecht. Kein Rentner mit einer vernünftigen Rente braucht Rabatte, aber alle, die finanziell schlecht dastehen. Es müsste also eine Anspruchsberechtigung geben. Dafür könnte man die eigentlich neutral wirkende Gesundheitskarte nutzen. Das Jobcenter und/oder das Finanzamt können dort eintragen, dass der Karteninhaber nicht zu den Menschen auf der finanziellen Sonnenseite des Lebens zählt und Anspruch auf Leistungen durch die Gesellschaft hat.

Ich erfülle jetzt erst einmal der besten Frau der Welt ihren Anspruch auf ein tolles Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Bleiben oder werden Sie gesund.

 


Veröffentlicht am: 29.12.2017

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

Männermode - mal schauen?

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit