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Morgengruß von Helmut Harff: Kuscheln erlaubt

… nicht nur heute

Körperliche Nähe ist für uns genauso wichtig wie das Atmen oder Essen und Trinken. Als soziale Wesen können wir ohne gar nicht existieren, vegetieren nur vor uns hin, werden seelische Krüppel.

Eine der schönsten Formen körperlicher Nähe ist das Kuscheln. Man kann sich einkuscheln, man kann mit seinem Kuscheltier – warum heißt das wohl so – kuscheln. Man kann das sogar mit seinem Hund und seiner Katze, ob wohl das keine Kuscheltiere sind. Es soll sogar Leute geben, die kuscheln mit ihrer Schlange, ihrem Löwen oder ihrem Krokodil.

Sollen Sie alle machen: Ich bin ein traditioneller Mensch und kuschel vor allem mit jemand, den ich mag, den ich liebe. Selbstverständlich meine ich die beste Frau der Welt. Ich gehöre also zu den glücklichen Menschen, die mit einem geliebten Menschen kuscheln können.

Es gibt nichts besseres für die Seele als Kuscheln. Beim Kuscheln fällt aller Stress von mir ab, ich kann mich fallen und die Seele baumeln lassen. Kuscheln führt auch dazu, dass mein Blutdruck sich normalisiert – solange das Kuscheln nicht eine andere Qualität bekommt.

Ich kann mich an Zeiten erinnern – und wer kann das nicht – in denen niemand da war, mit dem ich kuscheln konnte. Solche Zeiten sind keine guten. Ich jedenfalls habe in solchen Zeiten erfahren müssen, wie schlimm es ist, niemand zu haben, mit dem man kuscheln kann. Das sind schlechte Zeiten.

Sie fragen sich wie ich auf das heutige Thema komme? Draußen ist es kalt und nass, was liegt es da näher, als sich einzukuscheln, der Schlagerzeile „Komm unter meine Decke“ zu folgen und miteinander zu kuscheln.

Es gibt aber noch einen anderen Grund für meine Themenwahl: Heute ist der Tag des Kuschelns. Wie bei vielen solcher eher als kurios eingestufter Feiertage führt seine Spur in die USA. Wer sich den Tag des Kuschelns aber ausgedacht hat, das verbirgt die Geschichtsschreibung unter eine Kuscheldecke. Ich finde den Tag des Kuschelns aber als einen der wichtigsten Tage überhaupt. Er ist genauso wertvoll wie beispielsweise der Tag des Kusses, den wir übrigens in sechs Monaten feiern. Bis zum Weltknuddeltag am 21. Januar sind es dagegen nur noch wenige Tage.

Ob der Tag des Kuschelns etwas mit dem ebenfalls am 6. Januar begangenen Dreikönigstag zu tun hat, ist wenig wahrscheinlich. Warum sollen die drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland, die dem gerade wenige Tage alten Jesuskind in seiner Krippe in einem Stall in Betlehem sündhaft teure Geschenke – Gold, Weihrauch und Myrrhe – brachten, mit dem Baby gekuschelt haben? Vielleicht haben aber Caspar, Melchior und Balthasar die Eltern – also Maria und Joseph – beim Kuscheln mit dem kleinen Wurm, der einst die Welt verändern wird, beim Kuscheln beobachtet und waren davon so ergriffen, dass sich daraus der Tag des Kuschelns entwickelt hat.

Ich finde diese Deutung sehr schön, auch wenn ich sie nicht belegen kann. Doch eine andere gibt es auch nicht. Außer der, dass die US-amerikanische Grußkarten-Industrie ihre Finger im Spiel hatte. Das ist aber für einen solchen Tag einfach zu unromantisch.

Übrigens: Kuscheln statt essen ist für mich die schönste Form die Weihnachtspfunde los zu werden.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Kuscheln nicht vergessen.

 


Veröffentlicht am: 06.01.2018

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